Dann versuche ich mal den letzten Monat aufzuholen: Nach den Erfahrungen des ersten Fluges bin ich bin diesmal mit Lufthansa direkt von Frankfurt geflogen. Leider musste ich früh am Morgen schon mit dem ersten ICE von Köln aus zum Flughafen obwohl mein Flieger erst Mittags ging. So wurde es schon wieder nichts mit ausschlafen.
Im Flieger dann musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich offenbar in einer der wenigen Maschinen gelandet war, in der es kein persönliches Unterhaltungssystem gab sondern lediglich ein paar uralte Bildschirme im Gang. Mein mp3 Player hat einen Tag vorher seinen Geist aufgegeben und so wusste ich das ein seeehr langer Flug auf mich zukommen würde.

Mein Sitzplatz war dafür ganz Interessant; ich saß auf dem hintersten Fensterplatz links. Blöderweise nahm eine Japanerin direkt neben mir Platz. Wer letztes mal aufgepasst hat weiss, dass Japaner immer und überall schlafen können. Und so war meine Nachbarin praktisch den ganzen Flug mit schlafen beshcäftigt. Und da ich es nicht übers Herz gebracht hab sie jedesmal aufzuwecken wenn ich mir etwas zu Trinken/Essen holen wollte beschränkte ich meine Ausflüge ausserhalb meines Sitzplatzes. Der Flug wurde also nocheinmal länger...
Um die Unterhaltungskatastophe perfekt zu machen, liefen alles Filme die ich schon kannte oder mich nicht interessierten. Schlafen konnte ich auch nicht anständig. Der einzige Lichtblick war das Radio, das mit rund 15 Kanälen einigermaßen aktzeptable Musik bot.
Japan in Sicht ^^Beim Anflug auf Narita war vom Boden nichts zu sehen. Ab ca. 4000 Meter fing eine Wolkendecke an, die bis ca. 100 Meter über dem Boden reichte. Natürlich war es am Regnen.

Nachdem ich letztes mal mit dem Narita "Bummelbahn" Express nach Tokyo bin entschied ich mich diesmal für eine Busreise. Am Busbahnhof wurde mir mal wieder schnell klar, wie hier die niedrige Arbeitslosigkeit erreicht wird. Pro Bushaltestelle waren 3 Leute für die wartenden Personen zuständig. 2 fürs Gepäck und eine Ansagerin. In Deutschland heisst es wer seinen Bus nicht rechtzeitig kriegt, hat halt pech gehabt.
Und ich wurde positiv überrascht, denn das Fahren mit dem Bus war kaum langsamer als mit der Bahn (wenn nicht sogar schneller) und führte mitten durch das Zentrum von Tokyo. Dort sind die Autobahnen teilweise 3 Stöckig und ganz oben kann man schon schöne Bilder machen. Im Bus waren natürlich alle ausser mir am Schlafen, bis auf einer Erkälteten Frau, die mit ihrem in zeitlich regelmäßigen Abständen wiederkehrendem Husten dafür sorgte, dass ich auf keinen Fall schlafne konnte.
Lustig waren aber auch die Maudstationen überall. Im Gegensatz zu Deutschland ist es nicht kostenlos auf der Autobahn zu fahren; es ist sogar recht teuer. Für eine einfache Fahrt von Tokyo bis Osaka (ca. 400 km oder so) z.B. muss man schon 10000 Yen (ca. 80 Euro) hinlatzen.

Das war entweder Edogawa oder das Meer das die Künstlichen Inseln in Tokyo trennt ^^

In Ikebukuro angekommen, einem der 5 grossen Bahnhöfe in Tokyo, telefonierte ich mit meiner Kontaktperson bei Bosch und nahm die Toju-Tobu Line nach Higashimatsuyama.
Dort wurde ich auch gleich von Hiraiwa-san empfangen, der für die Betreuung der Ankömmlige zuständig ist. Er war sehr nett, allerdings fand ich es nich so lustig dass er dann jedem erzählte ich sei wegen Animes hierher gekommen obwohl ich nur nur meinte das ich Animes mag :) (Ähnliches scheint wohl immer vorzukommen, so hat er den Japanischen Pass eines Halbjapaners ersteinmal im ganzen Büro rumgezeigt, weil es ja so erstaunlich ist das ein Deutscher auch einen Japanischen Pass hat).
Im Wohnheim bezog ich dann mein Zimmer (ca. 9m²). Über das Wohnheim erzähl ich dann beim nächsten mal.

1 Kommentar:
Ah es geht endlich weiter. Mach weiter so Alex, wir lesen fleißig mit.
Gruß
Longo
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