Samstag, 16. Juni 2007

15.06.2007 - Ein ruhiger Tag im Yoshida House - Christoph

Nach dem ganzen Schlafmangel der vorherigen Tage haben wir uns gedacht der Freitag würde sich mal bestens dazu eigenen einwenig auszuruhen. Der Wetterbericht mit dem lustigen Schirmchen und den dicken Wolken hatte uns eigentlich auch die Entscheidung erleichtert. Als wir dann irgendwann gegen Mittag aus dem Bett krochen strahlte die Sonne trotzdem hell am wolkenlosen Himmel und die Temperaturen waren auch entsprechend hoch. Tja, auch wenn es uns etwas schwer fiehl bei dieser Entscheidung zu bleiben, unseren ursprünglichen Plan "ausruhen" verfolgten wir natürlich trotzdem weiter. Also bestand der Hauptaufwand für mich an diesem Tag daran zweimal zum Convinent Store zu laufen (Einmal mittagessen, einmal abendessen) und dann nochmal zur Bank. Das wars in der Hinsicht auch schon. Wir haben uns diesmal auch an die Fertiggerichte getraut und waren ganz begeistert, denn es war billig und schmeckte auch noch gut. Zudem haben sie es im Laden gleich warm gemacht. (Die entsprechende Frage haben wir erst nicht verstanden, als er dann aber erst auf das Essen deutete und dann auf die Mikrowelle haben wir eifirg genickt). Übrigens gibt es für warmes essen eine extra Tüte, die ist braun und nicht weiß wie die normalen, was das soll ist uns noch nicht ganz klar, aber mal schaun ob wir es noch herausfinden.

So ein ruhiger Abend im Yoshida House ist aber auch ganz witzig, es gibt da einen Aufenthaltsraum mit Fernseher, einem Community PC und Sofas, zudem ist die Küche auch gleich da. Zu den verschiedensten Zeiten tauchen also da die verschiedensten Gäste auf, man wechselt ein paar Worte, oder eben nicht, dann bleiben sie eine Weile oder verschwinden schnell wieder. Zum Beispiel meine Nachbarin, die ich wegen unkenntniss ihres Namens, ihrem seltsamen Verhalten und ihren zwei Katzen einfach die Katzenfrau nenne. Sie hat sich dieses unglaubliche Pluspunkte Level bei mir verdient weil sie mich als wir uns am ersten Tag das erste mal sahen gleich mit dem Hinweis darauf das ich abends doch bitte in meinem Zimmer keinen krach machen solle, begrüsst hat. Erst danach stellte sie sich vor. Naja, sie taucht abends immer mal kurz im Gemeinschaftsraum auf, macht sich etwas zu essen, und verschwindet dann mit dem essen wieder auf ihr Zimmer, zu einer kommunikation kommt es dabei sehr selten. Sie lebt schon 10 Jahre in Japan, ist Sprachlehrerin und scheint sich hier in diesem Haus wohl zu fühlen. Mit den anderen ist es dagegen schon oft wesentlich leichter. Gerade mit den Deutschen hier kommt man oft gut ins Gespräch und gestern haben wir uns längere Zeit mit einer Brasilianerin unterhalten.
Weiterhin ist da natürlich noch das tolle TV Programm, wir empfangen nicht nur rein Japanische sender, sondern auch internationale, die sind dann englisch mit japanischen Untertitel. Wobei ich natürlich den Untertiteln recht wenig Beachtung schenke ;) Dem mangelnden Synchronisationsaufwand zufolge sind dann hier eben auch so sender wie FOX International vertretten und andere derartige Programme. Und bei diesen Amerikanischen Sendern läuft Abends/Nachts so manch ein Schrott, dagegen ist Deutschland sucht den Superstar ja fast schon Bildungsfernsehn ;) ...Zum Beispiel gibt es da "outback Jack" das ist quasi der Bachelor, im outback. Also ein Psyeudo Crocodile Dundee, ein unwegsames Gelände, und eine Gruppe Outdoor-Barbies ;) ...Ganz toll ist auch "Hot or Not" eine Sendung in der entschieden wird ob die Teilnehmer Hot sind, oder eben nicht... mit in der Jury ist Lorenzo Lamas, der Renegade, falls den noch wer kennt ;)
Das ist "Unterschichten-Fernsehn" vom feinsten ;) Was man nicht so alles guckt wenn man keine Lust mehr hat sein Gehirn zu benutzen!
...Aber keine Sorge... das machen wir nicht jeden tag ;)

14.06.2007 - Shibuya 5 - Alexander

Der Tag begann genau so, wie er aufhörte: mit Regen. Das kam uns gerade gelegen, denn wir mussten noch viel arbeiten und verlorene Zeit durch den Computer Crash wieder aufholen. Am Abend dann, waren wir auch mit einer Frau aus dem StudiVZ, die ebenso wie wir gerade in Tokyo verweilt verabredet. Sie heißt Dorothea und kommt aus der schönen Schweiz. Wie sich herausstellte, war sie seit einigen Monaten in Japan um nach ihrem Mathematikstudium ein bischen Urlaub zu machen und hier Land und Leute kennenzulernen. Treffpunkt war vor dem Hachiko in Shibuya.

Hachiko war ein Hund, der sein Herrchen, ein Professor aus Shibuya, immer zum Bahnhof begleitete und dort am Abend wieder auf ihn wartete. Eines Tages erlitt dieser einen tödlichen Herzanfall auf der Arbeit und kehrte nicht zurück. Der Hund kam jedoch jeden Morgen und Abend weiterhin zum Bahnhof, in Erwartung auf sein Herrchen. Dies tat er bis an sein Lebensende, noch 12 Jahre lang. Dadurch wurde der Hund berühmt und nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue aufgestellt.
Diese Statue ist nun DER Platz um einen Treffpunkt auszumachen. Dort findet man immer um die 50 Leute, die gerade auf irgendwen warten. Doch der Weg dahin gestaltete sich bereits als schwierig. Denn unterwegs verlor ich Christoph, der sich sputete die U-Bahn gerade noch zu kriegen. Ich hab es leider nicht mehr geschafft und ging stattdessen wieder in den Bahnhof um stattdessen die Yamanote Linie zu nehmen (hat mich 1 € gekostet), mit deren Hilfe ich sogar einige Minuten vor Christoph in Shibuya eintraf.

Dort angekommen mussten wir ersteinmal auf Dorothea warten (Jaja, die Frauen lassen gerne warten :). Aber dafür konnten wir dann das endlose Meer an Regenschirmen beobachten, das rund um den Bahnhof durchfloss. Japaner benutzen bevorzugt durchsichtige Regenschirme haben wir dabei festgestellt. Als sie uns dann gefunden hatte, machten wir uns auf eine Bar zu finden. Und irgendwie fanden wir eine Bar, in der das Bier nur 300 Y (ca. 1,80 Euro) kostet. 300Y, das ist nur unwesentlich teuerer als im Convenience Store! Hier muss ich irgendwann wieder hin, dachte ich.



Anschließend machten wir uns noch auf in ein westliches Cafe, in dem sie uns zunächst ein Glas kaltes Wasser reichten. Nachdem wir das geleert hatten, brachten sie uns noch eins. Und noch eins. Nachdem wir das 5. Glas getrunken hattem wurde es auch schon wieder Zeit loszugehen. Denn um 23 Uhr herum fahren die letzten Züge. Alles in Allem war der Abend sehr schön, trotz des Regens (schon alleine wegen der Kneipe mit dem 300 Y Bier und natürlich wegen der netten Gesellschaft :D ).

Donnerstag, 14. Juni 2007

13.06.2007 - Akiharaba 2, Handy und die Telefonzelle - Christoph

Nachdem der Versuch ja gestern mangels eines Reisepasses gescheitert war, ging es heute mit eben diesem Reisepass bewaffnet erneut nach Akiharaba, zum Shop des Mobil-Telefon Providers Soft Bank.

Die Mitarbeiterin die uns am Vortag beraten hatte erkannte uns auch gleich wieder, verwies uns diesmal aber an eine Englisch sprechende Mitarbeiterin. Diese erklärte uns dann alles. Aufgefallen ist uns dabei auch das die Preiserhöhung!! die es ab dem 1.6 gab mit einem schönen roten Aufkleber auf der Packung prangte, fast wie Werbung, als solle man sich darüber freuen nun mehr zahlen zu dürfen ;) Die Freischaltung des Handys sollte allerdings ca 90 Minuten dauern, nach dieser Zeit sollten wir dann nochmal zurück kommen und zahlen, so galt es für diesen Zeitraum erst noch einmal eine andere Beschäftigung zu finden. Aber das ist ja in einer Gegend wie dieser auch nicht sonderlich schwer (Anm 2: SMS bis 192 Zeichen sind kostenlos. Daher schreiben alle Japaner immer SMS im Zug. Das würde sonst ein Vermögen kosten :) .


Doch zuerst machten wir uns noch einmal auf um das Guesthouse "Tiger House" zu finden, das wir schon am Vortag gesucht hatten. Aber wieder ging es erstmal in die falsche Richtung, nach eindringlichem suchen und nichts finden haben wir dann von einer Telefonzelle aus mal angerufen (Ja, diesmal hatten wir die nummer notiert). Doch der Manager konnte natürlich kein Englisch, was die Sache einwenig erschwerte. - Wir möchten uns das Haus mal anschauen, brauchen die genaue Adresse - -Geht nicht, kein Zimmer frei - - aber wir wollen doch nur mal die öffentlichen Räume sehen - - welche Reservierung? - - Wir haben noch keine Reservierung, wollen erstmal gucken... - irgendwie haben wir ganz weit aneinander vorbeigeretet, also sprachen wir einfach mal wieder einen Passanten an und fragten ihn ob er das telefonat nicht für uns weiterführen könne. Und wieder, die Hilfsbereitschaft der Japaner, er tat es tatsächlich, ging an den Hörer und telefonierte mit dem Manager... und tat dies auch wieder eine Ewigkeit ;) Heraus kam dabei aber allerdings nichts, kein Zimmer frei, die angaben im Internet stimmen nicht, keine Adresse bekommen, seltsamer laden. Am Rückweg haben wir es dann tatsächlich noch gefunden (Dank mir - wie ich an dieser Stelle mit dem Hinweis "Hätte er gleich auf mich gehört..." erwähnen muss ;)). Und dann verstanden wir auch warum was der Manager sagen wollte, es gab dort kein Büro vor Ort und die Tür war auch nur mit einem Code zu öffnen. Also Besichtigung unmöglich ;) Adresse hätte er uns trotzdem sagen können... Naja, weiter gehts...

Hunger, Hunger, Hunger war dann auch unser nächster Gedanken, diesmal gings Soba essen, wieder gab es einen Automaten zum bestellen. Der Laden wirkte zwar etwas heruntergekommen, geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut! Wieder zurück hatten wir noch etwas Zeit, die wir dann in dem Kaufhaus verbrachten in dem sich auch die Soft Bank Filiale befindet. Ein Elektronikkaufhaus... mit nur.... ...9 Stockwerken ... Neun... Elektronik...
Wollte dann erstmal zu den Spielekonsolen, mal sehen wieviel hier eigentlich so eine Playstation 3 kostet... Zwischen 260 und 380 Euro war das Ergebniss.



Im selben Stock fanden wir dann auch noch Figuren aus allen möglichen halbwegs bekannten Serien und Filmen die es so gibt, von einer kleinen Ecke mit ein paar Gozilla Figuren, zu einer Schrankseite voller Powerranger, Dragonball etc. Figuren und unmengen an Figuren, in allen größen und Preisklassen zu den Gundam Anime Serien. Unmengen. Dann natürlich noch Figuren einzelner Charaktere.



Schließlich, nachdem wir noch einmal vertröstet wurden, haben wir das Handy nach 2,5h (Die Zeit umzubekommen viel uns nicht schwer!!) bekommen und ganz wie es sich hier in Tokyo gehört hat Alex auch gleich in der U-Bahn damit begonnen damit zu rumzuspielen. Man könnte also sagen er hat sich dieser Kultureigenheit bereitwillig angepasst ;)



(Anm 3. Leider hat das Handy keine Software für Strichcode lesen eingebaut, dabei haben das wohl die Meisten hier :( Hätte vielleicht noch was rumsuchen sollen. Naja jedenfalls hat das Ding mich 30€ gekostet. Sieht ziemlich geil aus das Teil.)


Mittwoch, 13. Juni 2007

12.6.2007 - Electric City, O-Toro!!, Handykauf - Alexander

Gähn, um 11 Uhr klopfte Christoph an der Tür; wir wollten nach Electric City, um ihm einen Ersatzcomputer zu kaufen. Ohne den konnten wir nit weiterarbeiten, daher hatte das top Priorität. Da wir unser Monatsticket für die Metro Linie nutzen mussten, waren wir gezwungen, auf dem Weg nach Akihabara 2x umzusteigen. Dort befindet sich Electric City, eine Ansammlung von Computerläden, Elektrofachläden und Technikkram aller Art. Nebenbei wollten wir noch eine alternative Bleibe anschauen, da wir nächsten Monat doch etwas näher ans Zentrum ziehen wollen. Die ständige Pendelei und Umsteigerei geht langsam ziemlich auf die Nerven.




Dort angekommen fanden wir in jeder Straße und Seitengasse läden mit allerlei Zeugs. Die neuen Notebooks waren nur unwesentlich günstiger als bei uns, aber dafür gibt es noch spezielle Läden, die nur gebrauchte verkaufen. Ohne Garantie allerdings. Nach einigem hin und herschauen, fanden wir ein uraltes (aber kleines) Celeron 500 Notebook für nur 7000 Yen (ca. 43 Euro) und kauften es. Dort ließ ich mir auch mal von einem Schuhputzer die Schuhe machen. Das war mal dringend Nötig...Dafür sehen sie jetzt auch wie neu aus. 20 Minuten hat er etwa gebraucht um beide Schuhe eingehend zu behandeln und es hat etwa 4,50 euro gekostet.





Ich besorgte mir auch einen USB hub, eine Maus für den Laptop eund ein Headset zum Telefonieren. Dannach machten wir uns auf die Suche nach dem Tiger House Guesthouse. Aber wir fanden es einfach nicht. Meine mitgebrachte Skizze war zu ungenau und auch keiner der Passanten oder selbst die Polizei kannte dieses Haus nicht. Waren wir womöglich völlig falsch?
Nach einiger Zeit brachen wir dann unverrichteter Dinge wieder auf und wollten endlich etwas essen. (Anm. Christoph: Also ich scheue mich ja mitlerweile schon ein bisschen davor das wir jemanden um Hilfe fragen, denn langsam machen sich auch so einwenig die "Nachteile" der japanischen Hilfsbereitschaft bemerkbar ;) Man bekommt sie nicht mehr los!!! *g* Sie versuchen wirklich alles in ihrer unmittelbaren Macht stehende zu tun um zu helfen, wenn sie es nicht wissen fragen sie die Nachbarn, die dann auch mit bei der Sache sind, Karten werden aus dem Hausgeholt und durchgeschaut. Und nachdem es keiner wusste hat man uns dann noch zur nächsten "Police Box" gebracht wo uns der dortige Polizist noch einwenig versucht hat zu helfen. Ich finde diese Hilfsbereitschaft jedesmal aufs neue Beeindruckend!!)
Wir entschlossen uns für eine Steh-Sushi Bar, in der es Nigiri-Sushi gab. Dort fanden wir auch das sagenumwobenen O-Toro, besonders fetthaltiger Tunfisch. Wir konnten nicht umhin dieses auch auszuprobieren. Und in der Tat war es das beste Sushi, das ich je essen durfte *sabber*. Leider war der O-Toro auch mit Abstand am Teuersten. 600Y (etwa 4 euro) für 2 Stück! Der rest kostete so um die 150Y Daher beließen wir es bei 2 Stücken und aßen das billigere Sushi.
Dannach machten wir uns zu Soft Bank, einem Handyanbieter auf, denn ich wollte ein Prepaid Handy kaufen. Dort angekommen zeigte man mir ein äußerst schön designtes Handy für 4800 Yen (ca. 30 Euro), das ich dann bekommen würde. Beim Kauf stellte sich allerdings heraus, das ich meinen Pass hätte mitnehmen müssen -_-
Also beschlossen wir morgen nochmal herzukommen um dann das Tiger Guesthouse zu finden und das Handy zu kaufen...

Dienstag, 12. Juni 2007

11.06.2007 - Der Computer und Fast Food - Christoph

Der kaputte Laptop hat uns netter weiße noch den ganzen Rest des Tages aufgehalten, haben versucht das Ding irgendwie wieder auf die Reihe zu bekommen, aber oh wunder, es hat nicht funktionert :) ist ja auch klar, wann soll denn das Ding sonst kaputt gehen wenn nicht irgendwo am anderen Ende der Welt... Aber naja, irgendwann haben wir es dann aufgegeben, die Sache auf sich beruhen lassen und uns mit unserem Schicksal abgefunden. Und nur meiner genialen Behrrschung ist es zu verdanken, das mein Laptop jetzt nicht mit Wucht an die Wand geflogen ist ;)

Später sind wir dann noch was essen gegangen, haben uns mal umgeschaut was es hier noch so gibt und, sind dann auch auf etwas ganz interessantes gestoßen! Ein japanisches Fastfood Restaurant! Ich konnte meinen Geldbeutel förmlich jubeln hören, 320 Yen (2 Euro) für einen wahnsinns Teller Curry, das war auch ohne wartezeit serviert und schmeckte richtig gut! Und nachdem es in Japan ja eh immer ein Glas Wasser dazu gibt musste ich noch nichtmal noch was für ein Getränk ausgeben! Juhu! Und sogar das essen bestellen dort war eine lustige erfahrung, denn statt direkt an die Theke zu gehen geht man an einen Automaten, drückt dort auf das Essen das man haben will (sind in kleinen bildchen abgebildet) und bekommt dann ein stückchen Papier. Das gibt man dann an die Theke und schon bekommt man auch gleich sein Essen. Einfach traumhaft!
Dummerweise hatten wir uns aber an die Ausgabetheke für das essen zum mitnehmen gestellt, woraufhin der angestellte fragte ob wir es mitnehmen oder vor Ort essen möchten. Diesen Satz hatten wir allerdings nicht verstanden - und wieder half uns eine nette Japanerin aus der Patsche!

Man sieht also, dank des kaputten Laptops und der damit einhergehenden Zeitverschwendung war unsere ganze Tagesplanung natürlich ziemlich durcheinander geraten und so haben wir letztendlich auch nicht sonderlich viel unternommen. Aber das holen wir natürlich nach... Wie die Geschichte also weiter geht, und wie ich es doch noch geschafft habe dieses Posting, trotz eines kaputten Laptops zu schreiben erfahrt ihr dann in unserem nächsten Beitrag ;)

Montag, 11. Juni 2007

Mehr Kurioses aus Japan

Fernsehen: Die Hälfte der Kanäle ist in Englisch und teilweise mit Untertiteln (Und das in einem Land, in dem kaum jemand zugibt Englisch zu sprechen) Es gibt einen Shogi (Japanisches Schach) Kanal auf dem rund um die Uhr Schachduelle übertragen, diskutiert und ausgewertet werden O_o neue Animes kommen meistens erst nach 0 Uhr, teilweise erst nach 2.
Es gibt noch mehr Werbung als in Deutschland...

Taschentücher und Klopapier: Einlagig?! Das kann man glatt durchniesen und ist für keine seiner gedachten Aufgaben wirklich geeignet.

Waschmaschinen: Die Dinger waschen nur in kalt...unglaublich.

Mülltrennung: Brennbarer Müll, nicht brennbarer Müll (mit anderen Worten: Müllverbrennung und Müllkippe). Receycling gibts anscheinend eher nicht ^^ Dafür wird trotzdem alles doppelt und dreifach verpackt.

Pfand: Gibts nicht...Kein Wunder bei der Mülltrennung ^^

10.6.2007 - Unwetter, Pachinko und Computer Crashs - Alexander

Der Tag fing gut an; um etwa 8-9 Uhr wurde ich und sicherlich jede andere Hausbewohner auch, durch einen über alle maßen lauten Knall geweckt. Dann folgte noch einer. Und noch einer, und so weiter. Das lauteste Gewitter, das ich bisher erlebt habe. Zweifellos hat der Blitz immer vor der Haustüre eingeschlagen, anders ist der Lärmpegel nicht zu erklären. Gegossen hat es auch noch wie gestern.




Irgendwann raffte ich mich dann auf um ein wenig zu arbeiten. Wir hatten am Vortag 2 Projekte geschickt bekommen, die wir in den nächsten 2 Wochen fertig stellen müssen.


Mein Arbeitsplatz:




Gegen Abend dann, wollte ich endlich mal die berühmten japanischen Pachinko Automaten austesten. An buchstäblich jeder Ecke gibt es eine Pachinko Spielhölle. In Japan ist jedes Glückspiel um Geld verboten, daher gewinnt man beim Pachinko kleine Kügelchen, die man wiederum gegen Sachpreise eintauschen kann, die man wiederrum wieder gegen Geld eintauschen kann (so hebelt man ein Gesetz aus). Die Kügelchen, mit denen man gleichzeitig am Automaten spielt sind aus Metall und recht klein. Mithilfe eines Drehrades kann man bestimmen, wie schnell die Kugeln in den Automaten geschossen werden sollen. Diese durchlaufen dann eine Art Labyrinth und wenn die Kugel in ein bestimmtes Loch gerät gewinnt man.


In den Pachinko Gebäuden ist es jedoch immer so laut wie in einer Disco. Im Hintergrund läuft schnelle Techno Musik und die Geräusche der Automaten sind penetrant laut. Sogar das Personal kann nur mit Ohrstöpseln und Mikrofon miteinander kommunizieren. Dennoch lassen sich die Japaner scheinbar nicht durch diese Atmosphäre abschrecken. Im Gegenteil, die Pachinko-Halle war gut gefüllt.



Ich setzte mich nichtsdestotrotz an einen Automaten und warf 1000 yen (ca. 6 euro) ein und bekam einen Haufen Kugeln. Ich drehte an dem Rad und die Kugeln begannen in dem Automaten zu verschwinden, durchliefen ihn und fielen Fast alle in das Nietenloch. Nach jedem Durchlauf hatte ich etwa 90% weniger Kugeln als zuvor. Irgendwie habe ich das Spiel nicht verstanden... So schnell war ich noch nie mein Geld los geworden. Ich schätze ich werde mich in Zukunft von den Dingern besser fernhalten :D


Nach diesem frustrierendem Erlebnis kehrten wir zum Yoshida House zurück.
Auf dem Weg gingen wir noch in Richtung hiesiger Supermarkt, wo wir wieder einige Kuriositäten fanden. Wie etwa das Restaurant "BLDY" BLDY?? was soll das denn sein?!




Im Supermarkt gab es "deutsches" Müsli, das ich noch nie zuvor gesehen habe und völlig überteuert war. Vermutlich extra für den japanischen Markt gemacht.


Wieder im Yoshida House angekommen, setzten wir uns wieder an die Computer. Kurze Zeit später kam dann Christoph zu mir und meinte sein Computer wäre kaputt gegangen. Einfach so kam ein Bluescreen und nach dem Reboot fuhr der Computer nicht mehr hoch. Nach dem Durchforsten unzähliger Internetseiten kamen wir zu dem Schluss, dass ein Aus- und wieder Einbauen des Rams eine Lösung sein könnte. In der Tat fuhr der Computer wieder hoch, jedoch nur um beim Laden des Windowsbildschirmes wieder neuzustarten. Nun arbeiten wir daran, das Betriebssystem wieder neu Aufzuspielen (Gut, dass ich meine Windows CD im Laufwerk vergessen hatte). Der Ausfall eines Computers ist quasi ein Supergau in bezug auf unsere Arbeit, denn an dem Community PC hier kann man nichtmal anständig surfen. 2 ghz aber 224 mb Ram und Windows XP, was für eine Kombination.

Sonntag, 10. Juni 2007

9.6.2007 - Brot und Regen - Christoph

Brrroooootttttt!!! Wir haben es gefunden! Richtiges Brot… oder naja… zumindest sowas ähnliches… Bisher wurde unsere suche nach Frühstücks und „Brotzeit“ ;) Zutaten von einem Fehlschlag nach dem anderen verfolgt. Als wir in einer Bäckerei nach Brot fragten zeigte man uns etwas, das wir mit unseren Deutschen Augen, wohl als Toast sehen würden, es ist abgepackt, hell, viereckig, in Scheiben geschnitten und weich. Wir dachten also das man uns missverstanden hatte und fragten erneut nach „Das ist doch Toast, wir suchen aber Brot.“ Das konnte die Verkäuferin nicht so ganz verstehen, denn Toast war doch etwas völlig anderes! Und um ihr Argument zu untermauern zeigte sie es uns dann auch… es war abgepackt, hell, viereckig, in Scheiben geschnitten und weich, der Aufdruck war rot und nicht blau. Klar… das wir den unterschied nicht sofort bemerkt hatten ;) In unseren Augen natürlich genau das Selbe. Aber fürs erste gaben wir uns natürlich damit zufrieden. Mit dem aufstrich war es ähnlich, Butter, war sehr sehr sehr weich und die Erdnussbutter die wir uns kauften war dann eher Erdnussmarmelade. Der Aufdruck „Natrual Taste“ wirkte angesichts des gewaltigen Zuckergehaltes (der hier übrigens per 12g angegeben ist ;)) wie blanker Hohn. Tja, und heute haben wir es endlich geschafft, an dem zweiten Bahnhof hier in der Gegend fanden wir einen Laden mit vielen vielen ausländischen Produkten. Darunter war dann auch richtige Erdnussbutter, richtiger Käse… und in der dazugehörigen Bäckerei auch Brot. Aber auch das war schon sehr sehr weich, und die Tatsache das hier im Haus kein einziges Brotmesser vorhanden war, sondern nur große gewaltige Fleischmesser, stellte uns schon wieder vor einige Schwierigkeiten. Doch letztendlich haben wir es geschafft, wir kamen zu unserem Brot, ein unglaubliches Erfolgserlebnis ;)

Auf dem Weg durch die Stadt fuhren ein Feuerwehr- sowie ein Krankenwagen an uns vorbei, beide im Einsatz, und auch das versetze uns in Staunen. Denn wer das halsbrecherische Tempo kennt mit dem derartige Fahrzeuge bei uns durch die Straßen fahren, und dann den reguläre „Wir nehmen auf niemanden Rücksicht“ Verkehr hier in Japan sieht, der würde eigentlich erwarten, das Rettungsfahrzeuge hier so schnell fahren das man sie gar nicht mehr sieht ;) Aaaber dem ist nicht so, ganz und gar nicht, und man fängt an zu hoffen, das man hier nie in einen Brand geraten wird ;)

Nach dem Kapital intensiven Vorabend viel uns die Entscheidung ob und was wir am Abend unternehmen sollten dann doch recht schwer, letztendlich wurde uns dieser Entschluss aber von „höherer Gewalt“ abgenommen. Denn es begann in Strömen zu Regnen. Das war dann wohl der Beginn der Regenzeit.

Da es heute keine Bilder gab, dachten wir uns wir laden einfach mal die beiden Shibuya Mini-Videos hoch, einmal aus der Starbucks Ansicht, und einmal live mittendrin ;) War zwar nicht zur Hauptverkehrszeit, ist aber trotzdem ganz lustig! Leider sind die Dateien ein wenig groß, kann also etwas dauern. Aber viel Spass damit!


Link: sevenload.com



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