Samstag, 16. Juni 2007
15.06.2007 - Ein ruhiger Tag im Yoshida House - Christoph
So ein ruhiger Abend im Yoshida House ist aber auch ganz witzig, es gibt da einen Aufenthaltsraum mit Fernseher, einem Community PC und Sofas, zudem ist die Küche auch gleich da. Zu den verschiedensten Zeiten tauchen also da die verschiedensten Gäste auf, man wechselt ein paar Worte, oder eben nicht, dann bleiben sie eine Weile oder verschwinden schnell wieder. Zum Beispiel meine Nachbarin, die ich wegen unkenntniss ihres Namens, ihrem seltsamen Verhalten und ihren zwei Katzen einfach die Katzenfrau nenne. Sie hat sich dieses unglaubliche Pluspunkte Level bei mir verdient weil sie mich als wir uns am ersten Tag das erste mal sahen gleich mit dem Hinweis darauf das ich abends doch bitte in meinem Zimmer keinen krach machen solle, begrüsst hat. Erst danach stellte sie sich vor. Naja, sie taucht abends immer mal kurz im Gemeinschaftsraum auf, macht sich etwas zu essen, und verschwindet dann mit dem essen wieder auf ihr Zimmer, zu einer kommunikation kommt es dabei sehr selten. Sie lebt schon 10 Jahre in Japan, ist Sprachlehrerin und scheint sich hier in diesem Haus wohl zu fühlen. Mit den anderen ist es dagegen schon oft wesentlich leichter. Gerade mit den Deutschen hier kommt man oft gut ins Gespräch und gestern haben wir uns längere Zeit mit einer Brasilianerin unterhalten.
Weiterhin ist da natürlich noch das tolle TV Programm, wir empfangen nicht nur rein Japanische sender, sondern auch internationale, die sind dann englisch mit japanischen Untertitel. Wobei ich natürlich den Untertiteln recht wenig Beachtung schenke ;) Dem mangelnden Synchronisationsaufwand zufolge sind dann hier eben auch so sender wie FOX International vertretten und andere derartige Programme. Und bei diesen Amerikanischen Sendern läuft Abends/Nachts so manch ein Schrott, dagegen ist Deutschland sucht den Superstar ja fast schon Bildungsfernsehn ;) ...Zum Beispiel gibt es da "outback Jack" das ist quasi der Bachelor, im outback. Also ein Psyeudo Crocodile Dundee, ein unwegsames Gelände, und eine Gruppe Outdoor-Barbies ;) ...Ganz toll ist auch "Hot or Not" eine Sendung in der entschieden wird ob die Teilnehmer Hot sind, oder eben nicht... mit in der Jury ist Lorenzo Lamas, der Renegade, falls den noch wer kennt ;)
Das ist "Unterschichten-Fernsehn" vom feinsten ;) Was man nicht so alles guckt wenn man keine Lust mehr hat sein Gehirn zu benutzen!
...Aber keine Sorge... das machen wir nicht jeden tag ;)
14.06.2007 - Shibuya 5 - Alexander
Donnerstag, 14. Juni 2007
13.06.2007 - Akiharaba 2, Handy und die Telefonzelle - Christoph
Hunger, Hunger, Hunger war dann auch unser nächster Gedanken, diesmal gings Soba essen, wieder gab es einen Automaten zum bestellen. Der Laden wirkte zwar etwas heruntergekommen, geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut! Wieder zurück hatten wir noch etwas Zeit, die wir dann in dem Kaufhaus verbrachten in dem sich auch die Soft Bank Filiale befindet. Ein Elektronikkaufhaus... mit nur.... ...9 Stockwerken ... Neun... Elektronik...
Wollte dann erstmal zu den Spielekonsolen, mal sehen wieviel hier eigentlich so eine Playstation 3 kostet... Zwischen 260 und 380 Euro war das Ergebniss.
Im selben Stock fanden wir dann auch noch Figuren aus allen möglichen halbwegs bekannten Serien und Filmen die es so gibt, von einer kleinen Ecke mit ein paar Gozilla Figuren, zu einer Schrankseite voller Powerranger, Dragonball etc. Figuren und unmengen an Figuren, in allen größen und Preisklassen zu den Gundam Anime Serien. Unmengen. Dann natürlich noch Figuren einzelner Charaktere.
Schließlich, nachdem wir noch einmal vertröstet wurden, haben wir das Handy nach 2,5h (Die Zeit umzubekommen viel uns nicht schwer!!) bekommen und ganz wie es sich hier in Tokyo gehört hat Alex auch gleich in der U-Bahn damit begonnen damit zu rumzuspielen. Man könnte also sagen er hat sich dieser Kultureigenheit bereitwillig angepasst ;)
(Anm 3. Leider hat das Handy keine Software für Strichcode lesen eingebaut, dabei haben das wohl die Meisten hier :( Hätte vielleicht noch was rumsuchen sollen. Naja jedenfalls hat das Ding mich 30€ gekostet. Sieht ziemlich geil aus das Teil.)
Mittwoch, 13. Juni 2007
12.6.2007 - Electric City, O-Toro!!, Handykauf - Alexander
Dort angekommen fanden wir in jeder Straße und Seitengasse läden mit allerlei Zeugs. Die neuen Notebooks waren nur unwesentlich günstiger als bei uns, aber dafür gibt es noch spezielle Läden, die nur gebrauchte verkaufen. Ohne Garantie allerdings. Nach einigem hin und herschauen, fanden wir ein uraltes (aber kleines) Celeron 500 Notebook für nur 7000 Yen (ca. 43 Euro) und kauften es. Dort ließ ich mir auch mal von einem Schuhputzer die Schuhe machen. Das war mal dringend Nötig...Dafür sehen sie jetzt auch wie neu aus. 20 Minuten hat er etwa gebraucht um beide Schuhe eingehend zu behandeln und es hat etwa 4,50 euro gekostet.
Ich besorgte mir auch einen USB hub, eine Maus für den Laptop eund ein Headset zum Telefonieren. Dannach machten wir uns auf die Suche nach dem Tiger House Guesthouse. Aber wir fanden es einfach nicht. Meine mitgebrachte Skizze war zu ungenau und auch keiner der Passanten oder selbst die Polizei kannte dieses Haus nicht. Waren wir womöglich völlig falsch?
Nach einiger Zeit brachen wir dann unverrichteter Dinge wieder auf und wollten endlich etwas essen. (Anm. Christoph: Also ich scheue mich ja mitlerweile schon ein bisschen davor das wir jemanden um Hilfe fragen, denn langsam machen sich auch so einwenig die "Nachteile" der japanischen Hilfsbereitschaft bemerkbar ;) Man bekommt sie nicht mehr los!!! *g* Sie versuchen wirklich alles in ihrer unmittelbaren Macht stehende zu tun um zu helfen, wenn sie es nicht wissen fragen sie die Nachbarn, die dann auch mit bei der Sache sind, Karten werden aus dem Hausgeholt und durchgeschaut. Und nachdem es keiner wusste hat man uns dann noch zur nächsten "Police Box" gebracht wo uns der dortige Polizist noch einwenig versucht hat zu helfen. Ich finde diese Hilfsbereitschaft jedesmal aufs neue Beeindruckend!!)
Dannach machten wir uns zu Soft Bank, einem Handyanbieter auf, denn ich wollte ein Prepaid Handy kaufen. Dort angekommen zeigte man mir ein äußerst schön designtes Handy für 4800 Yen (ca. 30 Euro), das ich dann bekommen würde. Beim Kauf stellte sich allerdings heraus, das ich meinen Pass hätte mitnehmen müssen -_-
Also beschlossen wir morgen nochmal herzukommen um dann das Tiger Guesthouse zu finden und das Handy zu kaufen...
Dienstag, 12. Juni 2007
11.06.2007 - Der Computer und Fast Food - Christoph
Später sind wir dann noch was essen gegangen, haben uns mal umgeschaut was es hier noch so gibt und, sind dann auch auf etwas ganz interessantes gestoßen! Ein japanisches Fastfood Restaurant! Ich konnte meinen Geldbeutel förmlich jubeln hören, 320 Yen (2 Euro) für einen wahnsinns Teller Curry, das war auch ohne wartezeit serviert und schmeckte richtig gut! Und nachdem es in Japan ja eh immer ein Glas Wasser dazu gibt musste ich noch nichtmal noch was für ein Getränk ausgeben! Juhu! Und sogar das essen bestellen dort war eine lustige erfahrung, denn statt direkt an die Theke zu gehen geht man an einen Automaten, drückt dort auf das Essen das man haben will (sind in kleinen bildchen abgebildet) und bekommt dann ein stückchen Papier. Das gibt man dann an die Theke und schon bekommt man auch gleich sein Essen. Einfach traumhaft!
Dummerweise hatten wir uns aber an die Ausgabetheke für das essen zum mitnehmen gestellt, woraufhin der angestellte fragte ob wir es mitnehmen oder vor Ort essen möchten. Diesen Satz hatten wir allerdings nicht verstanden - und wieder half uns eine nette Japanerin aus der Patsche!
Man sieht also, dank des kaputten Laptops und der damit einhergehenden Zeitverschwendung war unsere ganze Tagesplanung natürlich ziemlich durcheinander geraten und so haben wir letztendlich auch nicht sonderlich viel unternommen. Aber das holen wir natürlich nach... Wie die Geschichte also weiter geht, und wie ich es doch noch geschafft habe dieses Posting, trotz eines kaputten Laptops zu schreiben erfahrt ihr dann in unserem nächsten Beitrag ;)
Montag, 11. Juni 2007
Mehr Kurioses aus Japan
Es gibt noch mehr Werbung als in Deutschland...
Taschentücher und Klopapier: Einlagig?! Das kann man glatt durchniesen und ist für keine seiner gedachten Aufgaben wirklich geeignet.
Waschmaschinen: Die Dinger waschen nur in kalt...unglaublich.
Mülltrennung: Brennbarer Müll, nicht brennbarer Müll (mit anderen Worten: Müllverbrennung und Müllkippe). Receycling gibts anscheinend eher nicht ^^ Dafür wird trotzdem alles doppelt und dreifach verpackt.
Pfand: Gibts nicht...Kein Wunder bei der Mülltrennung ^^
10.6.2007 - Unwetter, Pachinko und Computer Crashs - Alexander
In den Pachinko Gebäuden ist es jedoch immer so laut wie in einer Disco. Im Hintergrund läuft schnelle Techno Musik und die Geräusche der Automaten sind penetrant laut. Sogar das Personal kann nur mit Ohrstöpseln und Mikrofon miteinander kommunizieren. Dennoch lassen sich die Japaner scheinbar nicht durch diese Atmosphäre abschrecken. Im Gegenteil, die Pachinko-Halle war gut gefüllt.
Sonntag, 10. Juni 2007
9.6.2007 - Brot und Regen - Christoph
Brrroooootttttt!!! Wir haben es gefunden! Richtiges Brot… oder naja… zumindest sowas ähnliches… Bisher wurde unsere suche nach Frühstücks und „Brotzeit“ ;) Zutaten von einem Fehlschlag nach dem anderen verfolgt. Als wir in einer Bäckerei nach Brot fragten zeigte man uns etwas, das wir mit unseren Deutschen Augen, wohl als Toast sehen würden, es ist abgepackt, hell, viereckig, in Scheiben geschnitten und weich. Wir dachten also das man uns missverstanden hatte und fragten erneut nach „Das ist doch Toast, wir suchen aber Brot.“ Das konnte die Verkäuferin nicht so ganz verstehen, denn Toast war doch etwas völlig anderes! Und um ihr Argument zu untermauern zeigte sie es uns dann auch… es war abgepackt, hell, viereckig, in Scheiben geschnitten und weich, der Aufdruck war rot und nicht blau. Klar… das wir den unterschied nicht sofort bemerkt hatten ;) In unseren Augen natürlich genau das Selbe. Aber fürs erste gaben wir uns natürlich damit zufrieden. Mit dem aufstrich war es ähnlich, Butter, war sehr sehr sehr weich und die Erdnussbutter die wir uns kauften war dann eher Erdnussmarmelade. Der Aufdruck „Natrual Taste“ wirkte angesichts des gewaltigen Zuckergehaltes (der hier übrigens per 12g angegeben ist ;)) wie blanker Hohn. Tja, und heute haben wir es endlich geschafft, an dem zweiten Bahnhof hier in der Gegend fanden wir einen Laden mit vielen vielen ausländischen Produkten. Darunter war dann auch richtige Erdnussbutter, richtiger Käse… und in der dazugehörigen Bäckerei auch Brot. Aber auch das war schon sehr sehr weich, und die Tatsache das hier im Haus kein einziges Brotmesser vorhanden war, sondern nur große gewaltige Fleischmesser, stellte uns schon wieder vor einige Schwierigkeiten. Doch letztendlich haben wir es geschafft, wir kamen zu unserem Brot, ein unglaubliches Erfolgserlebnis ;)
Auf dem Weg durch die Stadt fuhren ein Feuerwehr- sowie ein Krankenwagen an uns vorbei, beide im Einsatz, und auch das versetze uns in Staunen. Denn wer das halsbrecherische Tempo kennt mit dem derartige Fahrzeuge bei uns durch die Straßen fahren, und dann den reguläre „Wir nehmen auf niemanden Rücksicht“ Verkehr hier in Japan sieht, der würde eigentlich erwarten, das Rettungsfahrzeuge hier so schnell fahren das man sie gar nicht mehr sieht ;) Aaaber dem ist nicht so, ganz und gar nicht, und man fängt an zu hoffen, das man hier nie in einen Brand geraten wird ;)
Nach dem Kapital intensiven Vorabend viel uns die Entscheidung ob und was wir am Abend unternehmen sollten dann doch recht schwer, letztendlich wurde uns dieser Entschluss aber von „höherer Gewalt“ abgenommen. Denn es begann in Strömen zu Regnen. Das war dann wohl der Beginn der Regenzeit.
Da es heute keine Bilder gab, dachten wir uns wir laden einfach mal die beiden Shibuya Mini-Videos hoch, einmal aus der Starbucks Ansicht, und einmal live mittendrin ;) War zwar nicht zur Hauptverkehrszeit, ist aber trotzdem ganz lustig! Leider sind die Dateien ein wenig groß, kann also etwas dauern. Aber viel Spass damit!
Link: sevenload.com
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