Montag, 22. Dezember 2008

Die "Jahresvergessensfeier" und Bosch Weihnachtsfeier

Ende des Jahres kommen Japaner scheinbar richtig in Feierlaune. Wir hatten diesen Monat eine Weihnachtsfeier, eine Jahresendfeier (Übersetzung der Zeichen bedeutet "Jahresvergessensfeier"), Abschiedsfeier und Willkommensfeier. Aus unserer Abteilung hat sich leider ein deutscher verabschiedet, und wir sind nur noch zu zweit.

Aber zunächst war da einmal die Jahresendfeier (Bounenkai= Vergessen, Jahr, Feier). Bei einer solchen Feier muss für Japaner natürlich viel zu Essen im Spiel sein und vor allem Bier.
Zu der Fete war dann auch unsere ganze Abteilung eingeladen, immerhin etwa 40 Leute.


*komisch guck die 2.*

Der 2. Anlauf ^^

Das Essen war zwar nicht so mein Ding (zuviele Seeinsekten)
Dafür gab es reichlich zu Trinken wie man sehen kann *prost*.
Offenbar ist es bei so einer Feier sitte sich mit seinen Kollegen auszutauschen, d.h. auch öfters mal den Platz zu wechseln damit man mal mit jedem gesprochen hat. Das haben wir allerdings leider erst relativ spät herausgefunden.
Interessanterweise ist es anscheinend üblich einen comedy part einzubauen. So versuchten einige Kollegen ihre Manager und sogar den General Manager nachzuäffen und trugen so zur allgemeinen Erheiterung bei. Die Manager selbst schien dies (scheinbar) wenig zu stören.




Nach der Feier ging die illustre Runde dann getrennte Wege.
Seltsamerweise gibt es für solche Feiern immer eine strickte Zeitbegrenzung.
Diese ging von 6-9. Keine Minute länger.

Meine 6000Y hatte ich am Abend aber trotzdem wieder rausgeholt. Irgendwann fragte ich ob es denn auch etwas anderes ausser Bier gibt. Kurz dannach brachte man uns eine 2001er Rotwein Flasche woraufhin ich ersteinmal ein paar böse Blicke vom General Manager erntete, bis ich ihm auch ein paar Gläser reichte. Nachdem ein offensichtlich bereits betrunkener Japaner den Korken mit dem öffner kaputt machte, meinte der GM dann da müsse man wohl oder übel noch eine neue Flasche holen - verkorkter Wein? kommt nicht in Frage.
Dann nahmen sie die Flasche wieder mit und irgendwie haben sie den Korken dann aber noch halbwegs anständig herausbekommen. Eine zweite Flasche mussten sie dann aber trotzdem noch holen hehe.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Bergsteigen und Sonnenuntergang auf dem Takao-san

Am Samstag schloss ich mich Joachim und Vinzent zum Bergsteigen in Takao an. Letztes Jahr bin ich schon einmal mit Christoph den Takao-san hochgelaufen, allerdings waren wir so spät dran, dass wir nicht mehr bis ganz nach oben konnten und die Sonne war auch schon untergegangen.
Diesmal sollte also nichts schiefgehen und wir sind extra früh um halb 11 morgens aufgebrochen.
Nach einigen Erledigungen in Tokyo sind wir dann mit der Chuo-Line bis Takao. Um 2 Uhr begannen wir also mit dem Aufstieg. Die Route 1, 3,8 Kilometer lang, führte uns an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Route 1 ist der lila Weg. Für eine grössereAnsicht aufs Bild klicken.


Und trotz dass der Berg "nur" 600 Meter hoch ist, geht es doch ziemlich steil bergauf. Nachdem wir unten noch ein gutes Tempo vorgelegt hatten wurden wir immer langsamer und waren bald ausser Atem.

Dafür bot sich dann auf halber Strecke bereits eine hervorragende Aussicht über die Provinz Tokyo. Von der Stadt selbst war allerdings nichts zu sehen. Zwar war das Wetter mit rund 16° C so gut wie es ende Dezember nur sein konnte, aber das minderte vermutlich die Klarheit der Luft.
Relativ weit oben gibt es auch eine relativ grosse Tempelanlage. Nachdem man durch das Tor gelangt ist, folgen zahllose Laternen auf beiden Seiten.


Hat man den ersten Tempel erreicht, geht es nocheinmal ca. 30 m nach oben über Treppen zu einem zweiten Tempel. Und auch dannach geht es nocheinmal weiter zu einem dritten Tempel.
Erst dannach gelangt man in die Nähe des Gipfels.


Alex der Erleuchtete :)



Die Treppen zum ersten Tempel.


So, so. Was hat der Nikolaus dem Buddha denn da alles gebracht :)


Nur noch 800 Meter bis zum Gipfel!


Dem Licht entgegen - Der Gipfel ist nahe. Die Sonne machte die Szenerie wirklich zum Schauspiel.


Es hatte sich auch Nebel über die Berge in der näheren Umgebung gelegt.
Unten im Hintergrund ist Mt. Fuji zu sehen.

Mit der Zeit wurde dann absehbar, dass die Sonne genau hinter dem Fuji-san untergehen würde. Eine atemberaubendes Szenerie.

Offenbar waren wir nicht die Einzigen die deswegen gekommen waren.



Hier schön sichtbar die Schneedecke des höchsten Berges in Japan.
Nachdem das Schauspiel vorrüber war, sind wir schnell wieder zur Bahn gestürmt. Leider hatte das Restaurant das auf dem Berg lag und All-you-can-eat und All-you-can-drink für 3000Y angeboten zu, weswegen wir einen Ausflug zu einem meiner lieblings Sushi Restaurants in Asagaya machten. Bei rund 80 cent pro Teller kann man Sushi essen bis man platzt und trotzdem haben wir nur 9-10€ für das Essen bezahlt.


Da waren wir schon ziemlich satt.

Dannach ging es noch in den örtlichen Sake-shop, in dem man auch Weizenbier kaufen kann!!!
Damit habe ich mich natürlich ersteinmal eingedeckt. So ging dann dieser ziemlich lange Tag zuende nachdem wir ersteinmal ziemlich geschafft waren.
Viele weitere Bilder von dem Tag gibt es in der Gallerie rechts zu sehen.