Donnerstag, 5. Juli 2007

4.7.2007 - Sarah, Qypthone und Tekken

Eigentlich ist heute wieder Alex mit Blog schreiben dran, diesmal mussten wir uns aber darum streiten wer dran kommt. Aber nachdem Alex schon Harry Potter bekommen hat, und der coole Abend diesmal durch mich verursacht wurde bekam ich dennoch die Chance diesmal derjenige sein zu dürfen der schreibt ;)

Begonnen hat eigentlich wie immer alles ganz harmlos. Heute wollten wir Sarah abholen, Michaels Freundin die uns für drei Wochen mit ihrer Gegenwart beehrt! Tja, das nicht ins Bett gehen wollen der letzten Nacht machte das aufstehen zwar wieder zu einer großen Herausforderung, irgendwie haben wir es dann aber dennoch geschafft mehr oder weniger Pünktlich am Treffpunkt zu sein. Naja, leider aber am falschen. „Ueno Station“ war ausgemacht, nur während wir den Bahnhof der einen Bahnlinie im Sinn hatten kam Sarah mit dem Zug einer anderen Bahnlinie an, und da wir sie natürlich nicht darüber aufgeklärt hatten das sie den Bahnhof wechseln mussten wurde uns erst durch ein kurzes Telefonat bewusst das wir falsch waren.


Glücklicherweise war das ganze nur ein paar hundert Meter entfernt und so konnten wir den Fehler recht schnell beheben, fanden sie auch gleich und machten uns auf nach was zu essen zu suchen… denn „HUNGER!!!!“ war so ziemlich der einzige Gedanke der uns zu diesem Zeitpunkt noch durch den Kopf schoss. Nach langem suchen fanden wir auch ein recht günstiges Restaurant und füllten unseren Magen wieder etwas auf. Anschließend ging es dann wieder ins Guesthouse zurück wo wir erst mal ein bisschen Arbeiteten, redeten und uns ausruhen ehe es gegen Abend dann noch mal nach Shinjuku ging. Diesmal nicht mit dem Gedanken dort trinken zu gehen, sondern direkt in eine der Spielhallen wo die großen 3D Gundam Spiele auf uns warteten die uns am Sonntag schon so faszinierten. (Anm. Alex: 3D Gundam Spiele!! Das ist der Wahnsinn. Man setzt sich in ein großes Cockpit rein, das ein abgeschlossener Bereich ist. Also wie eine Kugel. Drinnen gibt es dann einen 180° Monitor der den ganzen vorderen Bereich in alle Richtungen einnimmt und gewölbt ist. Dadurch bekommt man das Gefühl in einem Gundam zu sitzen schon ziemlich nahe. Der Roboter wird dann mithilfe 2er Joysticks gesteuert, also wie in der Originalserie, und dazu nimmt man noch 2 Pedalen zur Hilfe. Das ganze macht auch riesigen Spaß, und man kann sich neue Gundams freispielen, bessere Waffen etc. Die Runden werden dann draußen auf Monitoren übertragen, sodass auch Zuschauer sehen können, was man gerade macht) Dort haben wir etwas gespielt, ein paar Autorennen gefahren (unter anderem Mario Kart), Alex hat bei einem Spiel eine Figur von Luna Maria aus Gundam Seed Destiny gewonnen und uns wieder mit den Leuten dort unterhalten.

Faszinierend wie viel Geld und Zeit so manch ein Japaner in die Geräte dort zu stecken scheint, einer der anwesenden erzählte uns von seiner Karriere dort, seid November letzten Jahres spielt er schon, war jetzt eine Woche in Amerika und hat es kaum ausgehalten ohne die Automaten. Stimmt schon, so eine Spielhalle in Tokyo ist wirklich Wahnsinn. Die Automaten und Spiele usw. sind wirklich alle ziemlich lustig und jedes ist darauf ausgelegt süchtig zu machen ;)

Unterwegs konnten wir es uns dann auch mal nicht entgehen lassen einen Döner zu probieren, der Döner laden dort reizte uns einfach zu sehr. Der Angestellte dort sprach uns gleich auf Englisch an woher wir kommen und als wir sagten aus Deutschland nickte er verstehend. Jeder Japaner den er bisher gefragt hatte woher er Dönner kenne habe Deutschland geantwortet und ihm war bekannt wie sehr die Deutschen dieses Gericht mögen ;) Er selbst stammte allerdings aus Usbekistan und finanziert sich mit der Arbeit in der Dönerbude nur sein Studium in Tokyo. Auch wenn der Döner etwas ungewohnt war, wenig salat, sehr viel fleisch (Rind und Hühnchen gemixt) und ein sehr dünnes brot schmeckte er doch trotzdem wirklich gut. So sättigend wie die die wir in Deutschland bekommen war er zwar nicht, aber beim nächsten mal werden wir uns wohl wieder einen holen (Anm. Alex: Ja war einfach ganz anders. Aber die Idee mit dem Rind ist genial, wieso gibt es das bei uns nicht?).

Ursprünglich wollten wir dann nach Hause gehen, stiegen in die Bahn, fuhren nach Asagaya unterhielten uns, doch als wir austiegen änderte sich die Planung irgendwie. Eine Japanerin sprach mich an ob ich aus Deutschland komme, sie habe unser Gespräch gehört und versucht zu verstehen, sie mag Deutschland sehr und ist auch recht oft dort. Denn sie ist in einer Band „Qypthone“ und tritt dort hin und wieder auf, auch das Label für das sie Arbeitet ist in Deutschland. Ihre Band war auch in dem Film "The Fast and the Furious Tokyo Drift" zu hören, mit dem Lied "Mission Banana Muffins".

Tja, irgendwie fand ich die Tatsache das sie mich einfach so ansprach wirklich nett und habe mich weiter mit ihr unterhalten und so kam es dann das sie uns fragte ob wir noch auf einen Drink mit in eine Bar kommen wollen. Natürlich willigten wir ein und folgten ihr in eine recht nette kleine Bar um die Ecke. Das war so gegen Elf Uhr. Dort stellte sie uns auch einige ihrer Freunde vor, einer davon, Eric aus Californien meinte auf die Frage was er hier tue er sei ein „voice actor.“

Natürlich musste ich mich da genauer erkundigen und es stellte sich heraus das er in diversten Spielen und Filmen usw. diverse Stimmen spricht. Unter anderem ist er die Stimme von Paul aus Tekken und derjenige der „ROUND ONE“ etc. in selbigem Spiel spricht. In allen Teilen, und tatsächlich kam mir seine Stimme ziemlich bekannt vor ;) (Anm. Alex: Ja echt nit schlecht, ne Sängerin und ein Voice Actor, mal schauen wen wir noch so Treffen :) hab auch mal nachgeschaut bei imdb.com http://imdb.com/name/nm1169116/ ; Eric hat auc noch in Soul Calibur und vielen anderen Spielen mitgewirkt.

Izumi, die Sängerin spendierte uns im laufe des Abends auch noch einen Sekt und ein Glas Tequilla und so wurde es mit zunehmender Stunde immer lustiger.

Und wir vereinbarten auch gleich ein erneutes Treffen, tauschten Nummern und E-Mail adressen aus und hoffen nun das auch alles klar gehen wird ;)


Irgendwann gegen drei verabschiedeten wir uns (theoretisch schließt die Bar um 2 Uhr ;)) und es ging auf nach Hause, ab ins Bett… Alex versuchte auf dem Weg dorthin im Kombini noch Hausschuhe zu kaufen, aber ob dieser Plan geglückt ist oder nicht konnte mein benebeltes Gehirn leider nicht mehr wahrnehmen (Anm. Alex: Ja ist er...ich hab die ganze Zeit versucht denen auf Japanisch zu erklären, das ich Schuhe fürs Haus will, bis irgendwer meinte: ah "Slippers" und mir so dinger gebracht hat auf denen "Slippers" steht...-_-). …Was es sich allerdings merken konnte war das: Tokyo ist so verrückt das man es einfach lieben muss! ;)

2.7.2007 - Treffen mit Doro und Julia in Sinjuku

Heute war um 3 Uhr ein Treffen mit Dorothea und Julia in Shinjuku, Treffpunkt Westausgang, geplant, jedoch erwies sich der Start bereits als schwierig. Mit etwas Verspätung gingen wir in Asagaya los und erfuhren schließlich, dass die Rapid Züge, mit denen wir lediglich 8 Minuten nach Shinjuku brauchen Sonntags nicht fahren. Also mussten wir den nächsten Local nehmen, der normalerweise aber doppelt so lange benötigt. Da wir ohnehin schon 5 Minuten zu spät waren, hätte dies in einer deutlichen Verspätung geendet. Dann viel mir auch noch auf, das wir im falschen Local saßen, der zwar in die richtige Richtung, aber nicht nach Shinjuku fuhr. Also stiegen wir nächste Station aus und stellten zu unserer Erleichterung fest, dass hier die Rapids nach Shinjuku wieder fuhren. So konnten wir doch noch fast pünktlich in Shinjuku erscheinen. Um etwa 5 nach 3 waren wir angekommen, jedoch als wir am Westausgang der JR standen, war von Julia oder Doro keine Spur. nach etwa 7-8 Minütiger Wartezeit stellten wir fest, das es ja noch viele andere Westausgänge gab. Den Westausgang des Bahnhofs, den der Metro, den der Shinjuku-Seibu Line etc. Also teilten wir uns auf und ich ging zum Westausgang des Bahnhofs, wo ich dann auch Dorothea fand. Von Julia fehlte allerdings weiter jede Spur und auch Christoph und Michael konnten sie nicht finden. Nachdem wir noch etwa 30 weitere Minuten alles abgesucht hatten, brachen wir schließlich ohne Julia auf. Später hatte sich dann herausgestellt, das sie bis halb 4 auch alles abgelaufen ist, aber am Westausgang des Bahnhofs irgendwo gewartet hatte. Also haben wir uns irgendwie total übersehen. Zunächst wanderten wir ziellos durch Kabukicho, dem Vergnügungsviertel von Shinjuku. Dort gibt es jede menge Kinos, in denen allerdings immer etwas anderes zu laufen scheint, teilweise richtig alte Klamotten. Schließlich setzen wir uns wieder in ein Café. Dort war die Aussicht auf die Menschenmassen zwar ganz nett, jedoch die Preise leicht erhöht, weshalb wir uns bald weiter aufmachten um etwas Essen zu gehen. Schließlich gingen wir in ein Chinesisches Restaurant. Dort werden jedoch ganz andere Gerichte als bei uns Serviert und es war ein richtiges Restaurant, womit leider auch die Preise einem deutschen Restaurant Konkurrenz machen konnten. Insgesamt war es trotzdem ganz nett und nachdem Doro sich verabschiedet hatte, gingen wir zurück in eine der zahlreichen Spielhallen. Unnötig zu erwähnen, das japanische Spielhallen wesentlich coolere Spiele als bei uns besitzen. Da wäre zum Beispiel ein Spiel zu einer meiner Lieblingsserien "Gundam" erwähnenswert. In der Serie geht es um große Roboter und es gibt auch schon zahlreiche Spiele für PC und Playstation, bei denen man sich mit der Steuerung der Gundams versuchen darf, jedoch verblassen alle angesichts der Möglichkeiten, die einem hier geboten werden. Bei dem einen Spiel setzt man sich in ein Originalgrößen Cockpit und hat einen gewölbten 180° Monitor nach Vorne, also Oben, Unten, Links und Rechts. Auf diesem werden dann Informationen und ein Bild des aktuellen Geschehens abgebildet. Die Bedienung erfolgt dann genau wie in der Serie mit 2 Joysticks, welche gleichzeitig für die Bedienung der Beine und des Oberkörpers und Pedalen verantwortlich sind. Das mussten ich und Michael natürlich sofort austesten. Zunächst mussten wir uns eine Karte besorgen auf der alle unsere Informationen wie Punkte, Name, Team etc. gespeichert werden. Dann konnte es auch schon losgehen. Die Cockpits sind mit den anderen Spielcentern in Japan vernetzt und so kann man ständig mit irgendjemandem spielen. Ich und Michael spielten dann zusammen in einem 4 gegen 4 mit Zeon gegen die böse Erdallianz. Das Erlebnis war schon beeindruckend, man hatte fast das Gefühl wirklich so ein Ding zu steuern. Nachdem wir unsere Karte in den Automaten steckten um unsere Punkte aufzudrucken, erfuhren wir, das wir auch eine neue Waffe für unseren Roboter freigespielt hatten. Genial, hier würden wir nochmal hin dachten wir uns. Im Unteren stockwerk gibt es noch ein weiteres Gundam Spiel, bei dem man an einem großen Bedienpult mit einer Art Rasterkarte sitzt (Wobei es immer etwa 16 pro Spielhalle davon gibt). Dann kann man irgendwie mit bestimmten kleinen Karten, wobei eine Karte z.B. für einen Roboter (Gundam) steht, die man über die Rasterkarte steuert. Das Geschehen wird dann bei jedem Spieler auf einem Monitor übertragen, sowie nochmal auf einem Riesigen Monitor ganz vorne. Es gibt eine Weltkarte und verschiedene Schauplätze und man klinkt sich in das Geschehen ein; Ziel ist es sozusagen die Welt zu erobern und natürlich sind alle Spielcenter wieder miteinander vernetzt, so dass immer etwas los ist. Das ganze sah auch sehr interessant aus, auch wenn wir es leider nicht ausgetestet haben. Mit Christoph habe ich dann noch ein Initial D 4 Rennspiel gespielt, auch mit einer Anime Serie als grundlage. Das hatte auch superviel Spaß gemacht, jedoch wurde es langsam wurde es auch Zeit wieder nach Hause abzudüsen, damit wir noch etwas Arbeiten konnten und so machten wir uns dann auf den Weg.

Montag, 2. Juli 2007

30.06.2007 - Umzug, Sushi und Karaoke - Christoph

Irgendwie scheint unsere Tagesplanung einfach nie zu funktionieren, ursprünglich wollten wir früh aufstehen (hat ja gestern schon nicht geklappt) und dann zwei mal zum neuen Guesthouse fahren um unser Gepäck nicht auf einmal durch die halbe Stadt schleppen zu müssen. Aber diesmal war es Michael der diesen Plan sabotierte, der Aufenthalt in den Bars von Shimbashi hat wohl etwas länger gedauert und so kam er den halben Tag nicht aus dem Bett. Bis dahin hatten Alexander und ich unsere Planung allerdings umgestellt, statt wie zuerst angepeilt mit der Bahn zu fahren hatten wir dann doch bei ein paar Taxi Services angerufen, und herausgefunden das die Fahrt gar nicht mal so teuer ist, also nicht wesentlich teurer als zweimal mit der Bahn. Es war also im Rahmen unseres Budgets und aufgrund der Arbeits und auch Zeitersparnis die wir dadurch hatten die auf alle Fälle bessere Wahl. So warteten wir also bis Michael aufgewacht war, packten unsere sieben Sachen und wanderten dann zusammen mit dem Manager des Hauses in Richtung Bahnhof. Dort an den Taxi ständen wollte er mit einem Taxifahrer verhandeln um noch etwas Bonus für uns rauszuschlagen. Also schleppten wir unsere schweren Koffer durch die Straßen, also, das heißt, Michael und ich schleppten unsere schweren Koffer und Rucksäcke durch die Straßen, während Sakano den Koffer von Alex schleppte. Das hatte diesen natürlich nicht im geringsten dazu verleitet uns beiden etwas abzunehmen, da schlenderte er lieber sorglos vor sich hin. (Anm. Alex: Du machst mir Spaß, etwas abnehmen, wo hätte ich das denn hinstecken sollen? Ich hatte schon Rucksack, Schwere Tasche, 2 Schuhe und 2 Anzüge dabei die nicht mehr in den Koffer gepasst haben) Erwähnenswert ist das vor allem weil in Michaels Koffer noch mal einige von Alex Sachen waren ;)

Glücklicherweise konnten wir schon auf halbem Weg ein Taxi auf der Straße anhalten und wurden dann auch direkt nach Asagaya gebracht.

Schon im Umfeld des neuen Gasthauses merkte man das wir hier etwas näher am geschehen sind, die Häuser sind größer, viel mehr Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Restaurants, einfach alles was man so braucht. Als wir ankamen hatten wir allerdings schon den halben Tag vertrödelt, kamen aber gleich ins Gespräch mit zwei Mitbewohnern hier, einem Holländer und einer Japanerin die beide vorhatten dann mal was Essen zu gehen und vielleicht noch in eine Bar. Und als das Wort „Sushi“, in Zusammenhang mit „billig“ fiel willigten wir natürlich sofort ein. Weiter gings also, ohne nennenswerte Pause (kurz duschen, umziehen), direkt zum Sushi Restaurant, das erste war allerdings schon komplett überfüllt, aber, wir sind hier ja nicht mehr außerhalb, was bedeutete, das nächste war nur 200 Meter weiter. Eines mit einem Sushi Fließband (hmmm lecker), auch hier nimmt man sich einfach das was man möchte vom Band, stapelt die Teller neben sich (Farblich unterschiedlich, je nach Preiskategorie), und am Ende wird dann abgerechnet. Und anhand der kleinen Scherze die uns so einfielen (Die wir aber nicht durchführten) fanden wir auch heraus warum so was in Europa einfach nicht wirklich umzusetzen ist. Schien nämlich gar nicht mal so unmöglich zu sein sich ein einzelnes Sushi vom Fliesband zu stibitzen, oder gar einen Teller zurück zu legen. In einem vollen Restaurant merkt dann auch keiner wer denn der Übeltäter war. Aber wir unterliesen derartige Scherze und genossen lieber das leckere Essen und hatten eine nette Unterhaltung mit unseren beiden neuen Mitbewohnern. Die Japanerin arbeitet hier in Tokyo in einer Amerikanischen Investmentfirma und scheint, bis darauf das sie am Wochenende nicht arbeiten muss, und überstunden zumindest bezahlt bekommt, typisch japanische Arbeitszeiten zu haben. In ihren Worten gesagt bedeutet das „No Life at all.“ Der Holländer ist nur zum Urlaub hier und lässt es sich auch so richtig gut gehen.

Übrigens gabs hier eine Sushi-Sorte die in Deutschland nicht auf den Tisch kommt, und das mussten wir natürlich mal probieren. Tierschützer bitte weghören… Walsushi war das. Besonders gut fand ich es allerdings nicht, kann man also gerne drauf verzichten.

Nach dem Sushi essen mussten wir natürlich noch etwas mit dem angebrochenen Abend anfangen. Wohin also? Richtig! Zum Karaoke! Da gab es natürlich einen Laden nur wenige Meter weiter, der schien ziemlich gut, und gehört wohl zu einer Kette, jedenfalls habe ich das Logo schon mehrmals gesehen, also konnten wir da ja gerne mal rein. Einen Karaoke Raum konnte man für 2 Stunden mieten, für diese Zeit konnte man seine Getränke dann entweder normal bestellen, oder für 1500 Yen „All you can drink“ bestellen. Natürlich entschlossen wir uns für letzteres und machten aus „all you can drink“ auch wirklich „all you can drink.“ Die Räume waren wirklich gemütlich, ein großer TFT Bildschirm hing an der Wand und die Ausstattung war ebenfalls sehr modern. Da machte das ganze dann auch richtig Spass. Natürlich hatte Aiko (die Japanerin) vorher wieder behauptet sie könne kein bisschen Singen (wie es ja bei den Japanern so üblich ist ;)) und sang uns dann alle an die Wand ;) War auf jedenfall ziemlich lustig. Nach den zwei Stunden verlängerten wir noch mal um eine, ließen dabei aber außer acht das der Laden halbstündlich und nicht stündlich abrechnet, was unsere Rechnung leider etwas in die Höhe trieb.

Ausklingen ließen wir den Abend (die nacht…) dann im Aufenthalsraum des Gasthauses, redeten noch gemütlich miteinander, brachten der Japanerin ein paar Deutsche Phrasen bei (die sie sich erstaunlich schnell merkte, wiederholte und eigenständig umformen konnte!) und gingen dann iiirrrrgeeeenndddwann mal wieder ins Bett.

29.06.2007 - Der letzte Tag im Yoshida House - Christoph

Die ursprüngliche Tagesplanung für den Freitag war: nicht so lange schlafen, dann ein paar Sachen von einem Guesthouse ins andere transportieren und schließlich abends weg gehen, Shibuya oder Shinjuku, eins von beiden eben. Aber unsere beiden Harry Potter Tage haben uns da einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht und vermieden das wir diesem Plan folgen konnten. Tja, der Regen hatte zwar auch was damit zu tun, aber viel gravierender war die Tatsache das wir einfach nicht aus dem Bett kamen. Und selbst nach dem aufstehen wollte die Trägheit nicht so einfach weichen. Also, was solls, sind wir eben daheim geblieben. Dem Manager des Hauses, Sakano-San hat das auch ganz gut gepasst, denn ihm hat es Gelegenheit gegeben eine Mini-Abschiedsfeier zu veranstalten, ein paar Drinks geholt, sich zusammen hingesetzt und geredet. Zwei der Deutschen, sowie ein Franzose und eine Koreanerin die gerade erst angekommen sind haben sich noch zu uns gesellt und so wurde es ein lustiger Abend. Das war Michael dann auch Anlass genug seinen guten Itanlienischen Wein auszupacken und ihn gemeinsam zu trinken. Später sind die beiden Deutschen zusmamen mit Michael nocheinmal weg gegangen, nach Shinjuku und Shimbashi und haben wieder ein paar Bar-Empfehlungen mitgebracht. Das werden wir dann wohl demnächst mal austesten…