Donnerstag, 9. August 2007
Kurios Teil 4
Die Suica Karte (Äquivalent zur Geldkarte) kann auch ins Handy integriert werden. Das heißt das sog. Handyticket was die Bahn anbietet ist ein Witz dagegen. Man zieht das Handy über den Sensor und automatisch wird der Betrag zur Rechnung hinzugefügt. Also keine Nummer anrufen und irgendetwas speichern. Ausserdem gibt es hier Kreditkarten mit integrierter Suica Funktion. Das heißt das nervige Wiederaufladen geschieht automatisch bzw. entfällt.
Die Autohäuser sind fast alle vollständig automatisiert. Man stellt sein Auto auf einen Aufzug und der Rest wird von Computern erledigt. So können mehr Autos auf weniger Raum untergebracht werden. Das ganze hat allerdings auch seinen Preis: 4 Euro die Stunde sind keine Seltenheit.
Anstatt einer Taubenplage gibt es eher eine Rabenplage. Die Raben sind auch im Vergleich zu den deutschen Gegenstücken wesentlich größer und haben entsprechend furchteinflößende Schnäbel. Ob die Raben wohl für die geringe Anzahl von Tauben verantwortlich sind?
Kinotickets sind zwar unverschämt teuer (rund 11 Euro ohne Rabatte), jedoch gibt es zu jedem Film preview screenings die kostenlos sind. Jedoch benötigt man für diese eine Einladung, für die aber meistens ein Registrieren auf irgendeiner Webseite genügt. (Mittwochs ist übrigens immer Rabatt Tag - alle Filme 6 Euro. Allerdings nur für Frauen -_-)
Mehr beim nächsten mal :)
Dienstag, 31. Juli 2007
Karaoke, Club und Hanabi
Die Zeit hier vergeht wie im Flug und Ereignisse die einem noch wie als wären sie gestern gewesen in Erinnerung bleiben haben sich in Wirklichkeit schon letzte Woche abgespielt. So auch diesmal, ich dachte mir, ich könnte ja mal über das Hanabi Feuerwerk schreiben, und über Karaoke am Tag davor, und als ich überlegte wann das war wurde mir klar das wir schon wieder so lange nichts in den Blog geschrieben haben. Die Zeit hier geht einfach so schnell vorrüber, das ist zwar nicht unbedingt gut für unseren Blog, aber es zeigt doch wie sehr es uns hier gefällt…
Freitag Abend hatten wir uns mit Shiho, Izumi und mit Ken zum Karaoke verabredet, wieder im Big Echo, das gehört zu einer Kette und hat das nette „All you can drink“ Angebot das wir nun schon vielfach genutzt haben. Diesmal ging es in einen etwas kleineren Raum, waren ja nur zu fünft, starteten mit ein paar Bier und begannen dann zu singen. Mit einer Sängerin zum Karaoke zu gehen ist dann auch gleich mal eine ganz andere Erfahrung, normalerweise sind ja immer ein paar Leute die ganz gut singen können dabei, aber wenn man dann jemanden hat der das richtig professionell macht dann merkt man noch mal so richtig wie schlecht eigentlich die eigene Stimme ist ;) Aber dafür macht das zuhören dann auch so richtig Spass! (Was ich damit andeuten will: Geht in den Laden und kauft Qypthone CDs! Alle die sie dahaben am besten… und bestellt noch mehr!)
Tja, wieder einmal haben Alex und ich uns daran gemacht zwei der wenigen deutschsprachigen Lieder zu singen, also 99 Luftbalons, und Moskau! Später hat mich dann Ken darauf aufmerksam gemacht das es auch noch „Amadeus“ gibt und wir beide, also ich (der den Text nicht kann) und er (der ja kein Deutsch kann) haben uns daran probiert, ist bis auf den Refrain natürlich ziemlich gescheitert. Macht ja nix, ging schließlich um den Spass. Mit „Limahl“ und „Never Ending Story“ hat er dann auch noch gleich ein Lied eines deutschen Sängers gefunden, gibt also doch so einige.
Irgendwann nach viel viel Alkohol und Singen gings dann noch in einen Club, Izumi hat uns da mal wieder kostenlos reingelotst und ich hab mit ein paar „Sehr berühmten“ DJs und Sängern gesprochen die sie mir alle vorstellte. Und wieder, früh am morgen gings dann nach Hause!
Am nächsten Tag stand dann Hanabi auf dem Programm, das ist ein großes Feuerwerk im Sommer und viele viele Leute gehen da hin. So eben auch wir. Leider habe ich Alex einwenig verpasst und so sind er und Shiho sowie ich und Izumi separat unterwegs gewesen, deshalb denke ich das er seine Erlebnisse wohl zusätzlich ergänzen wird.
Das Feuerwerk, oder vielmehr die beiden Feuerwerke, wurden beide von zwei verschiedenen Schiffen auf einem Fluss nahe des Asakusa Tempels gestartet. Das Problem daran ist die Gegend ist dicht bebaut mit relativ hohen Gebäuden, man sieht es also nur von sehr breiten und langen Straßen aus, oder eben von Brücken. Und jeder möchte es natürlich sehen, dafür gibt es aber zuwenig große breite Straßen, und zuwenig Brücken. Also müssen die Japaner das natürlich gut organisieren, und das haben sie auch, perfekt organisiert, so gut, das selbst wir deutschen anerkennend nicken können. Zu gut aber, also so das es schon wieder nervt. Die ganze Gegend war erstmal für Autos abgeriegelt, wäre auch gar nicht anders gegangen, schließlich waren die Straßen voller Menschen. Von diesen haben übrigens eine nicht gerade geringe zahl Yukata getragen, also einen sommerlichen Kimono, gerade die Frauen nutzen derartige Festivals um in den traditionellen japanischen Gewändern ausgehen zu können.
Tja, für die die sich nicht auf eine der Straßen setzen wollten hieß es dann, in Bewegung bleiben, dazu wurde man auch aufgefordert, das Feuerwerk, das knapp 1 ½ Stunden ging sollte man nicht auf der stelle stehend verbringen, man sollte rumlaufen.
Izumi und ich taten das auch, bis wir an eine der Brücken kamen, die auf den ersten Blick gesperrt schien. Dafür hatte sich davor eine beträchtliche Menschenmenge versammelt und deshalb gingen wir davon aus das man von diesem Punkt aus das Feuerwerk wohl besonders gut sehen konnte. Dann merkten wir aber, das der Grund für die Versammlung hier aber etwas anders war, die Menschenmassen wurden nämlich immer Gruppenweise über die Brücke geführt, in gemächlichen Tempo mit vielen Pausen, so das jeder, auch die viel später kamen, genug vom Feuerwerk sehen konnte. Das war eigentlich ganz in Ordnung, gestört hat dabei lediglich das die Japaner meinen, so etwas kann nur funktionieren wenn ihnen stetig jemand dazu was erzählt, erklärt warum und anweisungen gibt, regeln vorwirft usw. usf. deshalb dröhnte schon am Anfang der Brücke die Stimme eines Polizisten aus einem Lautsprecher, schlimmer wurde es dann etwas weiter, denn ein Stückchen auf der Brücke war eine weitere Sprecherin positioniert, so wurden es also zwei Redner die einen per Lautsprecher beschallten. Genau in der Mitte dann drei, und hinzu kam ein Vierter. Also Vier verschiedene Sprecher, die einen über Lautsprecher mitteilen – ich hab natürlich nichts verstanden, aber Izumi hats mir natürlich übersetzt – das man JETZT zu gehen hat und JETZT halten muss, das man bitte beim laufen nicht stehen bleiben soll um Fotos zu machen weil das alle aufhällt und es sowieso schöner ist das Feuerwerk in echt zu betrachten usw. usf.
Das Feuerwerk selber war natürlich klasse, wir waren ziemlich am Anfang auf der Brücke, und da die beiden Feuerwerke etwas versetzt starteten sahen wir eben nur dieses, kurz vor Ende aber, als wir gerade fast über die Brücke waren startete das andere auf der anderen Seite. Und hier wieder, die geniale Japanische Organisation. Natürlich strömten, nein rannten einige die aus unserer Gruppe bereits über die Brücke waren und ein stückchen weiter voraus waren sofort wieder zurück um das Feuerwerk sehen zu können. Doch da das natürlich den ganzen Verkehr aufhalten würde sprangen japanische Polizisten sofort mit Absperrbändern dazwischen um so weiteren Verzögerungen entgegenzuwirken. Und die Sprecherin erklärte auch gleich wie man noch mehr vom Feuerwerk sehen könne, nämlich über eine andere Brücke.
Tja, und das taten wir dann auch später wieder, nachdem wir etwas gegessen uns unterhalten und rumgesessen hatten gingen wir noch mal auf eine der Brücken, und das auch ziemlich genau so das wir den Showdown der beiden Feuerwerke auf dieser erleben konnten. Das war natürlich schon spektakulär, die haben es nämlich noch mal so richtig krachen lassen. Dann ungefähr auf der Mitte der Brücke war alles aus, damit die Leute dann aber auch brav weiter laufen und nicht einfach umkehren und alles durcheinander bringen hörten wir diesmal aus dem Lautsprecher „Das Feuerwerk ist zuende, es gibt kein zurück mehr!“ Was für schöne abschließende Worte…
Freitag, 27. Juli 2007
Foto Nachlieferung 2
Foto Nachlieferung
Das ist der Wassergraben und der 2. Ring Mauer vom Kaiserpalast. Es gibt einen Äußeren und einen Inneren Graben und mehrere Ringe 6-15 Meter hoher Mauern die den Palast "schützen".
Mittwoch, 25. Juli 2007
20.7.2007 - La Fabrique - Christoph
Freitag Abend waren wurden wir ja von Izumi in den Club „La Fabrique“ eingeladen, da ihr Band Leader Takeshi dort bei einer Veranstaltung als DJ auftrat hatte sie die Möglichkeit uns auf die Gästeliste zu setzen und so umgingen wir mal schön die 3000 Yen Eintritt. Da wir schon ziemlich früh in den Club gekommen sind hatten wir noch genug Zeit uns mit Izumi zu unterhalten und ein bisschen was zu trinken. Dann startete langsam das Programm, mal ein DJ, mal eine Sängerin und Alex und ich unterhielten uns mit allerhand verschiedenen Leuten. Ein paar Japanern, dann einer Gruppe aus Amsterdam usw. Natürlich hatten wir auch wieder ein Auge auf ein paar Mädels geworfen, denn unmittelbar neben uns standen zwei Japanerinen, die wie in so einigen Büchern beschrieben, tatsächlich einfach am Rand des Clubs standen und so ziemlich gar nichts taten. Weder Tanzen, noch trinken, da fühlt man sich ja schon fast dazu verpflichtet abhilfe zu schaffen, und so kamen wir dann auch mit ihnen ins Gespräch. Beide leben im Nobelviertel Ginza und auch diese beiden Mädels besuchen eine dieser seltsamen „Nurse Schools“ mit denen ich so gar nichts anfangen kann. Denn den Beruf den sie lernen wollen sie eigentlich gar nicht, wahrscheinlich geht es nur darum einwenig mehr Zeit zu vertrödeln und zu hoffen das mal etwas passiert. Und beide waren auch in unserem Alter, nicht 27, nicht 30, nicht 36… Auch eine nette Abwechslung. Wieder tauschten wir Nummern aus und wollten uns bei ihnen melden.
Aber irgendwie endete der Abend dann doch einwenig anders, noch einmal sprachen wir mit Izumi, die ja auch in Asagaya wohnt und beschlossen mit ihr zusammen die nächste Bahn zu nehmen. Wir warteten also kurz vor dem Club auf sie, und gingen dann mit ihr und Ken (dem anderen Bandmitglied) noch mal frühstücken. Einwenig Ramen am morgen, natürlich haben die beiden, schon merklich betrunken, nicht damit aufhören können und auch noch zwei große Flaschen Bier für uns vier bestellt (und das nach einer Nacht die von Alkoholischen Getränken nur so wimmelte ;)) und irgendwann sind wir dann zum Bahnhof geschlendert.
In Asagaya angekommen unterbreitete Izumi dann den Vorschlag noch etwas zu unternehmen, Alex war aber irgendwie zu müde und so schloss nur ich mich ihr an. Wir gingen noch in eine kleine Bar in Asagaya (um 6 Uhr früh hatten nurnoch 2 Bars geöffnet) und dann noch zum Karaoke. Irgendwann war der Tag dann aber merklich zu lange geworden und es ging wieder nach Hause.
Montag, 23. Juli 2007
22.07.2007 - Little Edo, Kawagoe

2. Die Überreste vom Kaiserpalast mit der original Rüstung von Ieyasu Tokugawa
(Die Gärten waren übrigens ziemlich cool)
und 3. Die Einkaufsstraße mit den Häusern aus der Edo Zeit.
Diese Klapperten wir dann nacheinander ab, zu den Orten kamen wir über die örtliche Busverbindung, für die ein Tagesticket 300 Yen (1,80 €) kostete. Bei der 2. Station unterlief mir beim Vorzeigen des Tickets ein kleines Missgeschick: Ich steckte es in den Reißwolf statt in die Kontrolliermaschine -_- Der Busfahrer war aber sehr freundlich und sagte allen anderen Busfahrern bescheid, dass wenn ein Blonder Ausländer mit Japanerin und ohne Ticket mitfährt und aussteigen will, es schon in Ordnung ginge :) In Shinjuku wollten wir dann noch etwas essen, kamen aber leider genau zur Abendessenszeit an, sodass sich vor allen Restaurants teils abnormale Schlangen gebildet hatten. Nach längerer Suche fanden wir dann noch in ein Okonomiyaki Restaurant (Okonomiyaki werden oft als Japanische Pizza bezeichnet, aber das ist Quark. Eigentlich sind es Pfannkuchen mit irgendwelchem Mischmasch drin.) Komischerweise muss man sich die Okonomiyaki immer selber auf einer Platte zubereiten. Da aber anscheinend keiner von uns beiden in der Lage war die Okonomiyaki zu machen, fragte Shiho einen Angestellten, ob er uns die Okonomiyaki zubereiten könnte. Das klappte dann auch und war sehr lecker :) Dannach machte ich mich auf nach Asagaya, denn Christoph machte mich schon darauf aufmerksam, das wir mit unserer Arbeit etwas hinterherhinken.
Freitag, 20. Juli 2007
Mal wieder ein Wochenebericht :D
Nachdem wir gestern die Die kaiserlichen Gärten besuchten, welche zweifellos eines Kaisers würdig waren (Wenn auch ihre Pracht nicht ganz an die Gärten von Versailles herranreichte; Fotos werden noch nachgeliefert), hatten wir uns für heute Abend mal wieder mit Izumi verabredet. Diesmal hatte sie sogar noch einen weiteren Kollegen ihrer Band, Ken, dabei. Mit diesem konnte man sich ebenfalls sehr nett unterhalten, so erfuhr ich beispielsweise, dass er auf der berühmten Waseda (Nr. 2 Universität in Japan nach der Tokyo Daigaku) Universität Law studiert hatte, er sich aber eigentlich nichts aus einem Job in der Staatsverwaltung (Ein erfolgreicher Abschluss bei der Universität bedeutet Job-Garantie) macht, weshalb er neben seinem halb-professionellen Band-Dasein auch noch in der Finanzabteilung einer Firma arbeitet. Zudem lud Izumi uns nochmals in den Club "La Fabrique" ein, bei dem am Freitag anscheinend ein ihr bekannter DJ auftreten wird, weshalb sie uns dort auf die Gästeliste mit draufschreiben kann. Da willigten wir natürlich gleich ein und freuten uns schon auf Freitag. Christoph unterhielt sich derweil mit einer doch recht gutaussehenden Japanerin, die ich etwa auf 28 geschätzt hätte, er mir aber später erzählte, das sie schon 36 war.
Am Samstag hatten Michael und Sarah mit Aiko (Einer Bewohnerin des Guest Hauses) vereinbart nach Asakusa, wo einer der großen Buddhistentempel steht. Da wir dort ohnehin hinwollten schlossen wir uns einfach an. Leider war das Wetter miserabel und für Morgen hatte sich ein Taifun angekündigt. Also schauten wir uns alles an; vor allem Michael und Sarah machten unmengen von Fotos (werden auch nachgeliefert ^^) und auf dem Rückweg gingen wir die schier endlose Shopping Straße des Tempels (Unzählige Andenken und Ramschläden) entlang. Abends verschlimmerte sich dann der Regen und da Aiko meinte, das Morgen früh eventuell keine Züge fahren, sollte der Taifun wirklich kommen blieben wir lieber in Asagaya.
Also gingen wir wieder alle zusammen zum Karaoke. Das war wieder ein Riesenspaß. Dieses mal waren noch einige leute mehr aus dem Guest House dabei. Z.B. der Engländer Chris, der Holländer Emile, Aiko, Sarah, Michael, Ich und Christoph. Letzterer ließ sich gegen Ende auch dazu herab mitzusingen (nach 2 Stunden "All you can drink") Hehe. Insgesamt haben wir bisher 3 deutsche Titel in den japanischen Karaokelisten entdeckt: 99 Luftballongs, Moskau und Dschingis Khan.
Sonntag hatte ich dann ein Date :> Das war nice, wir waren in einer Bar im 45. Stock des Tokyo Metropolitan Government Office in der es Live-Piano Musik und (fast) unschlagbare Aussicht gab. Die Bar selbst war im Römisch Antikem Stil gehalten. In dem Zusammenhang fällt mir wieder die tolle Kölner Regierung ein, die sich von der UNESCO erpressen lies und so der Bau von einigen Hochhäusern auf der Deutzer Rheinseite verhindert wurde. Das wär ja schon schade, wenn es so etwas auch mal in Köln gäbe. Christoph ließ sich von 2 Japanerinnen zum Trinken einladen und spielte damit sozusagen Host (Vielleicht erzählt er ja noch was darüber). (Anm.: Christoph: Ja, vielleicht tue ich das ;) Eigentlich hatte ich ja beschlossen am Sonntag zuhause zu bleiben, 5 Tage in Folge trinken gehen war dann doch ein bisschen zuviel. Und vor allem auch teuer! Naja, trotzdem wollte ich mich bei der Japanerin vom Freitag mal melden, die 36 Jährige (die mal wieder gaaarnicht so aussah!!) und prompt wurde ich auch schon gefragt ob ich mich ihr und ihrer Freundin am abend nicht anschließen möchte. Zuerst habe ich zwar abgelehnt, aber nachdem sowohl sie als auch ihre Freundin mir mehrere Nachrichten schrieben hab ich mich dann doch dafür entschieden. Also, ab nach Kichijoyi - mein neuer Lieblingsstadtteil! - dort mit ihr Treffen, und dann wurde ich doch tatsächlich eingeladen und die beiden haben mir mehrere Drinks ausgegeben. Tja, das war doch echt nett ;)) (Anm. Alex: 5 Tage...tsts alter Suffkopf)
Da wir die letzten Tage so viel ausgegeben hatten, beschlossen wir Montag und Dienstag und Mittwoch zuhause zu bleiben. Ich ging nur 2x Mit Michael abends Gundam spielen. Dabei entdeckten wir einen Spieler mit einer Karte auf der über 4000 Abschüsse und über 250.000 Punkte vermerkt waren. Der musste bereits tausende Euros bzw. Hunderttausende Yen in das Spiel gesteckt haben. (Anm. Christoph: Tja, ganz zuhause geblieben sind wir eigentlich nicht, also ich nicht, zumindest nicht am Montag... als Emile mich nämlich fragte ob ich nicht mit nach Kichijoyi wolle habe ich mich im angeschlossen. Hatte die Gegend nämlich sofort angepriesen und Emile wollte das dann natürlich auch mal sehen. Leider sind Montags hier die meisten läden zu, aber ein paar nette kleine Stehkneipen auf der Straße haben wir dann doch gefunden. In Kichijoyi ist ein großer Park, mit einem See und soweit ich gehört habe sogar einem kleinen Zoo, dazu tümmeln sich dort sehr viele junge Leute, laufen durch die Straßen, sitzen einfach an der Straße, holen sich getränke aus den Convinent stores oder aus den unzähligen kleinen Stehbars. Dort haben wir auch wieder ein paar nette Japaner kennengelernt und uns bis der letzte Zug kam mal wieder blendend unterhalten. Dienstag und Mittwoch blieb ich aber dann auch fast gänzlich zuhause!)
Donnerstag verabschiedeten sich dann Michael und Sarah nach Kyoto; vergaßen jedoch die Adresse ihres Guest Houses mitzunehmen, weshalb sie um 10 Uhr morgens des nächsten Tages den armen Christoph aus dem Bett klingelten (Mein Handy war auf Lautlos hihi).
("Anm." Christoph: Das schöne daran ist die Tatsache das ich Donnerstag wieder mit Emile in Kichijoyi war, und es dabei ein kleinwenig später wurde... so 5-6 Uhr ungefähr. Ich mich also, nach rund 4 Stunden schlaf und reichlich alkoholkonsum daran machte dem Michael aus dem Internet die Adresse des Guesthouses rauszusuchen! ...Aber immer der reihe nach! Alex hatte am Abend wieder ein Date mit seiner Japanerin, das war kurzfristig ausgemacht, weil die Pfeife nämlich als er sich damals ihre Nummer geben lies ziemlich betrunken war, und sich in folge dessen einen falschen Namen ins Handy einspeicherte. Irgendwie ist es ihr bis dahin aber entgangen das er sie falsch angesprochen hat, jetzt hat sies aber bemerkt und das musste er natürlich versuchen auszubügeln (Anm. Alex: Hehe ja, die war recht sauer ^^)... Tja, Alex unterwegs, Michael und Sarah unterwegs, da wollte der gute Christoph natürlich nicht alleine dableiben, nicht nachdem er die letzten drei Tage auch soviel gearbeitet hatte... also... bin ich mal schön mit Emile nach Kichijoyi (Ich schreibe diesen Namen hier so oft, damit ich ihn mir endlich mal merke...oder heißt es Kichijoji oder vielleicht doch Kichijochi O_o) ...um 21 Uhr sind wir hin, und es war im vergleich zu Montag schonmal merklich mehr los. Erst haben wir uns einfach hingesetzt und etwas getrunken, nach einer weile setzte sich dann eine Japanerin mit einer Gitarre zu uns und begann dort zu singen. Sie erzählte uns das sie Gesangstunden nimmt, und immer den rest des Tages dann hier und im Park versucht ihre CDs zu verkaufen, einwenig aufzutretten, zu üben eben. So hatten wir also auch bald unsere eigene Livemusik! Etwas später ist sie dann leider gegangen, schien ja schon sehr müde zu sein nachdem sie den ganzen Tag am singen war!
Dann haben wir uns mal in "Nampa" probiert, der Ausdruck steht für eine hier in Japan übliche Art des Flirtens, man spricht einfach ein paar Mädels an und fragt sie ob sie mit einem irgendwo hingehen, Bar, Karaoke etc. (Anm. Alex: Laut Wikipedia ist es das Ziel des Ganzen ist es mindestens eine echte Telefonnr. oder Mailadresse zu kriegen ;) )Naja, das haben wir dann mal probiert, am Anfang hat es nicht so ganz funktioniert, der Trick dabei ist nämlich das man, sobald sie halbwegs interesse zeigen erst ein Stückchen mitläuft, wenn sie dann stehen bleibt, interesse, ansonsten eben nicht. Wir sind am Anfang stehen geblieben und haben gehofft das die Mädels das eben auch tun, war aber natürlich nicht so. Also bin ich dann mal ein Stückchen mitgelaufen, und es hat tatsächlich funktiniert. Hallo, sprecht ihr Englisch - nein - ach, ein bisschen bestimmt - ja, ein bisschen - das reicht doch - kennt ihr hier ne nette bar? - Ja - habt ihr Lust mit uns dahin zu gehen? - Wir haben leider kein Geld - Macht nichts, wir laden euch ein...
Tja und nach dieser wirklich kurzen Konveration gings dann auch gleich in ne Bar, eine Billiardbar etwas um die Ecke das war so um 23 Uhr, um 1 Uhr haben wir bemerkt das wir den ersten Zug verpasst haben, um 3 Uhr gings dann wieder aus der Bar raus, nach vielen Runden Billard. Saori und ich haben leider ständig verloren, leider hat der Alkohol in meinem Blut (Und wohl auch die komplette inkompetenz meinerseits ;)) dafür gesorgt das ich die Kugel entweder über den Tisch fliegen habe lassen, oder nichtmal richtig getroffen habe. Saori hatte ebenfalls kein Glück, aber das machte ja auch nichts, spassig war es trotzdem. Irgendwie ging das mit der Rechnung allerdings etwas nach hinten los, Emile und ich hatten beide so rund 40 Euro dabei, normalerweise ist das ja mehr als genug, nur scheinen die in der Bar pro halbe Stunde Billiard abzurechnen, und wir hatten garnicht bemerkt das es schon 4 Stunden waren, so endeten wir mit einer 80 Euro Rechnung und hatten gerade noch genug Geld übrig um am morgen das Bahnticket zu bezahlen!
Die beiden waren die ersten 20 Jährigen (bzw. unter 28 jährigen ;)) die wir kennengelernt haben, sie besuchen eine Nurseschool und mussten eigentlich um 7 Uhr früh dahin. Nachdem wir aber noch bis halb 5 an der Straße saßen sah es damit wohl düster aus ;) Tja, irgendwann trennten wir uns dann schweren Herzens... auf nach Hause, ab ins Bett, und 4 Stunden später der Anruf aus Kyoto! ;)) (Anm. Alex: Harhar)
Donnerstag, 19. Juli 2007
12.07.2007 – Kaiserpalast und Restaurant – Christoph
Heute stand erstmal früh aufstehen auf dem Programm, wir wollten nämlich noch mal in den Kaiserpalast. Erstens weil Michael und Sarah diesen noch gar nicht gesehen haben, und zweitens weil wir beim letzten mal zu spät da waren und nicht in die Gärten konnten. Für alle die noch nie in Tokyo waren: Der Kaiserpalast ist größtenteils absolut unzugänglich, man kann zwar außen herumgehen und sich die imposante Befestigungsmauer und einige der Wachtürme vom weiten anschauen, doch hinein kommt man nicht. Einzig ein Teil der Östlichen Gärten ist für Touristen zugänglich. Aber auch davon nur ein Teil, und der ist auch durch einen Graben und weitere Befestigungsmauern vom Rest des Kaiserpalastes getrennt.
Irgendwie hatte ich ein paar Tage zuvor bemerkt das die Bahnlinie hier beim Guesthouse auch direkt zum Tokyo Hauptbahnhof fährt, und so war die Reise dorthin recht schnell. Anders als beim letzten mal kamen wir also nicht mit der U-Bahn sondern mit der Bahn und erreichten so auch mal den eigentlichen Tokyo Hauptbahnhof. Die Fassade des Bahnhofsgebäudes ist noch immer das alte Gebäude im westlichen Stil, auch wenn innen wohl kaum mehr etwas an das einstige Aussehen erinnert wirkt es doch von außen, in mitten der ganzen Hochhäuser wirklich Eindrucksvoll.
Auf dem kurzen Weg zum Kaiserpalast hat es noch ganz schön geregnet, doch als wir die Gärten betraten hat es glücklicherweise recht schnell aufgehört. So konnten wir den Anblick der sich uns dort bot auch gleich viel mehr genießen. Schon die ersten Befestigungsanlagen waren einfach rießig, und die Gärten dahinter wirklich schön. Zwar waren wir nicht wirklich zur richtigen Jahreszeit dort, doch der See und die kleinen, geschlungenen und mit Natursteinen befestigten Wege und die kleinen Brücken aus großen Steinplatten die als weg über einen kleinen Bach führten waren wirklich Sehenswert. Eine echt schöne Atmosphäre dort! Im Park gibt es auch ein kleines Museum, eine Ausstellung mit einer kleinen Sammlung alter Vasen usw. Allerdings nicht unbedingt Ausländerfreundlich, neben den meisten Stücken waren zwei Tafeln angebracht, auf der einen Stand um was es sich handelt, ganz nach dem Motto „Eine Vase aus der Meiji Zeit, nach Stil XY“ in Japanisch und Englisch, auf der anderen, eine wesentlich ausführlichere Beschreibung, allerdings nur in Japanisch.
Anschließend ging es kurz in ein Ramen Restaurant und dann wieder nach Hause, denn am Abend hatten wir mit Aiko, einer japanischen Mitbewohnerin, ausgemacht in ein japanisches Restaurant zu gehen.
Wir mussten zwar erst einwenig auf Aiko warten, denn leider musste sie mal wieder etwas länger Arbeiten und kam deshalb etwas später, dann gings aber gleich los. Unser Holländischer Mitbewohner schloss sich uns ebenso an und auf gings zum Restaurant. Es lag direkt in einer dieser Einkaufspassagen von denen es hier um die Bahnhöfe so einige gibt und wirkte auf den ersten Blick eher unscheinbar, hatte innen aber eine angenehme Atmosphäre, viel Holz und die typischen Papierwände. Wir bestellten alle ein Menü, mit… na was wohl, „All You Can drink“ denn die Tatsache das dies angeboten wurde forderte uns geradezu dazu auf es auch zu nutzen. Ja, und so tranken wir, dann auch soviel wir konnten. Das Menü war zudem ebenfalls sehr lecker, gebackener Fisch, einwenig Fleisch und noch mehr Fisch, dazu etwas Fleisch, Salat und… Fisch…
Irgendwann, nach langen Unterhaltungen gings dann auch wieder nach Hause..
Freitag, 13. Juli 2007
Shibuya, Kino und Shinjuku, was diese Woche so alles passiert ist - Christoph
Irgendwie wird es langsam immer schwieriger täglich einen Beitrag zu schreiben, die letzten beiden Wochen haben uns da einwenig aus dem Rhythmus gebracht. Arbeit, Kneipe und Sightseeing, alles so im Wechsel das der Tag eigentlich vollkommen ausgelastet ist. Deshalb gibt’s diesmal auch einfach eine Wochenzusammenfassung.
Am Samstag hatten wir uns für Abends verabredet, Alex mit Sahi, der Japanerin die wir bei Harry Potter kennen lernten und ich bin zusammen mit Michael und Sarah mit Tomomi und einer ihrer Freundinnen weggegangen. Aber ich setze wohl besser etwas früher an.
Denn am Vortrag in der Kneipe hatte Alex dem Holländer der ebenfalls im Guesthouse wohnt versprochen ihm bei der Anmeldung eines Prepaid telefons zu helfen, das kann man wenn man unter 20 (er ist 19) nämlich nur anmelden wenn jemand über 20 irgendwie dafür „bürgt“ also ein spezielles Formular ausfüllt. Zwar hatten die Verkäufer erst einwenig miteinander diskutiert ob die Unterschrift seines Vaters, die der Holländer vor ihren Augen einfach fälschte genügte, doch dann bestanden sie letztendlich trotzdem darauf das er noch jemand anderen hinzuzog. Und so half ihm Alex aus, was sich, dank des erheblichen Alkoholgenusses am Vortag allerdings etwas in die Länge zog (Wir waren in einem English Pub, der zu einer Kette gehört „Hub“ die sind hier nahezu überall vertreten). So war Alex am ende ganz schön unter Zeitdruck, und es war tatsächlich das erste mal das ich gesehen habe das er sich richtig beeilte um noch rechtzeitig zu einem Termin zu gelangen (normalerweise ist ihm das ja egal ;)). Ich bin zur gleichen Zeit weg, musste mich ja erst mit Michael und Sarah treffen und mein Treffpunkt war auch einwenig weiter entfernt. Aber wie das Leben so spielt war das natürlich nicht die einzige kleine Verzögerung die wir hatten. Der letzte Schnellzug war schon gefahren und so mussten wir den Bummelzug nehmen, sind da dann auch noch in den Falschen gestiegen und mussten somit einige Zeit länger fahren. So kam Alex dann auch gut 20 Minuten zu spät. Aber mehr dazu kann er ja dann hier selber erzählen (Anm. Alex: 30 Minuten! ich hab mich nur beeilt als ich dann wusste das ich ziemlich zu spät komme. eine kurze Verspätung hatte ich in meiner Zeitplanung schon einkalkuliert :).
Ich habe mich dann mit Sarah und Michael in Roppongi am Hard Rock Cafe getroffen und eine halbe Stunde später kamen Tomomi und ihre Freundin dazu, wir sind einwenig rumgeirrt, haben im Subway was gegessen und waren dann in einer kleinen Bar. Tomomis Freundin war nach einer langen Nacht und 10 Stunden Arbeit allerdings so erschöpft das sie noch während des ersten Bieres eingeschlafen ist. So ging sie dann etwas später nach Hause, und wir wieder nach Shibuya ins Tasu Ichi. Tja und plötzlich tauchte auch wieder der Norweger auf, hatte zwei Schweizer dabei, einer aus seiner Firma, die andere die Exfreundin eines Kollegen. Und von dieser hörte ich eine wirklich interessante Schluss-mach-Story.
Ihr mitlerweile Ex-Freund hatte nämlich ein Praktikum hier in Tokyo bekommen, und weil man die Chance ja nicht immer hat, hatten sie beschlossen das sie ihn besuchen würde. Das natürlich nicht auf dem einfachen Wege, sie wollte ja etwas sehen, also ging es ab in die Transsibierische Eisenbahn, und sie unternahm zahlreiche Stops in Russland, der Mongolei und China, fuhr dann mit dem Schiff von Shanghai nach Osaka und schließlich nach Tokyo. War dabei gut einen Monat unterwegs und relativ bald nachdem sie hier ankam merkten die Beiden das ihre Beziehung nichtmehr funktionierte und trennten sich. Also, einmal um die halbe Welt um sich zu trennen, das ist auch recht nett.
Michael und Sarah verabschiedeten sich mit dem letzten Zug, Alex gesellte sich später noch zu uns und so ging es dann noch in einen weiteren Club, bis früh morgens. Auf dem Heimweg wurden wir dann wie immer von Betrunkenen Japanerinen angequatscht, und haben auch selber einige angesprochen. Die ein oder andere konnte sogar ein bisschen Deutsch, wollte nach Deutschland oder plante sogar schon dafür. Irgendwie scheint Deutschland also relativ beliebt zu sein.
(Anm. Alex: Der Club war eigentlich cool, nich zu teuer und da waren ein paar Kochstudentinnen, die allen Kekse und Sushi spendiert haben. Uns also als willige Testesser benutzten.)
Dann heim, ab ins bett, schlafen…
Sonntag und Montag war wieder relativ ruhig, das Wochenende war teuer gewesen, also lieber langsam angehen, außerdem: Arbeiten! Ging nur zwischendurch mal in ein kleines günstiges Sushi Restaurant.
Den Dienstag hat ja Alex schon ausführlich geschildert, zu erwähnen wäre nur, das ich bereits früh ins Kino bin, also zweimal an einem Tag, den Tomomi hatte mir am abend noch ein paar Mal eine Nachricht geschrieben, sie fängt erst um 15 Uhr das arbeiten an, und wollte doch den einen Film sehen. Also sind wir dann zusammen ins Kino, ein recht neues in einem großen Einkaufszentrum, das wirklich sehr komfortabel war. Man saß da in Sesseln und jeder hatte seine eigene Armlehne (nicht so wie normal wo es nur eine dünne armlehne für zwei plätze gibt ;)). Wenn man mehr bezahlte gab es sogar eine kleine Lounge, mit großem Sofa und einem Tisch davor, wenn man wollte konnte man den Film dort also auch in Wohnzimmermanier genießen.
Am Mittwoch wollten wir ja ursprünglich ins Disneyland, nur hatte uns der Regen ja einen Strich durch die Rechnung gemacht und so blieben wir tagsüber erstmal zuhause und sind dann abend noch ein bisschen nach Shinjuku gegangen. Alex und Michael wollten ja wieder Gundam Spielen! Ich hab mein Geld in die lustigen Greifautomaten Investiert, und bin schließlich zu dem Schluss gekommen das ich das in zukunft lieber lasse. Funktioniert nicht richtig ;) Spass macht es aber trotzdem!
Tja, und damit hab ich die Zeit ja schon fast wieder eingeholt. Fehlt nur noch der Donnerstag, nachdem der aber wieder einen eigenen Bericht wert ist, hör ich hier erstmal auf ;)
Mittwoch, 11. Juli 2007
10.7.2007 - Wie lange braucht man bei strömenden Regen zu Fuß von Roppongi nach Shibuya?

Die Bar ist eigentlich optimal für die zahlreichen Angestellten in Roppongi Hills gelegen und wir fühlten uns tatsächlich leicht "underdressed" als wir dort hineingingen. Überhaupt macht die Bar einen recht edlen Eindruck, weshalb wir das erste mal nicht hinein gingen, weil wir dachten es wäre zu teuer. Der Holländer meinte aber das Bier würde nur 500 Yen (2,80 €) die Flasche kosten, also unterer Durchschnitt. Wir bestellten uns auch ein paar Pommes für 500 Yen. Das waren die leckersten Pommes die ich je gegessen hab. Total crisp und sehr dünn. Das fand Christoph auch und so war der Teller (eigentlich eine sehr große Portion) in Rekordzeit leer. Ketchup und Mayo gab es übrigens kostenlos dazu (Kostenlos, da könnten sich einige Läden in Deutschland mal ne Scheibe abschneiden).

Nach dem Bier fragte ich, ob sie denn auch Jägermeister da hätten (Da ich dieses schon in einigen anderen Bars gefunden hatte, und auf der Tehke hunderte verschiedene Alkoholica herumstanden). Tatsächlich wurde diese Frage bejaht und auf die Frage ob ich es als "Shot" also im Pinnchen oder mit Eis möchte, sagte ich mit Eis. Denn normalerweise wissen die Japaner nicht, dass der Jägermeister (oder Jegamaistaa wie die Japaner sagen) im Eisfach liegen muss, und ich musste schoneinmal einen warmen Jägermeister trinken. Die hier wussten jedoch schon bescheid, zu meiner Überraschung. Also alles in allem eine sehr gute Bar, hier werden wir wieder herkommen. Dann gingen wir ins Kino und dort sieht es eigentlich eher aus wie in einem Raumschiff. Dazu stellten zwei komisch aussehnde Comicfiguren die Regeln des Kinos vor (Der Linke sieht aus wie eine Mischung aus Bison aus Street Fighter und Hitler, während der rechte eine verzwergte Version von Batmans Gehilfen Robin darstellen könnte).
Der Film war dann jedenfalls erste Sahne. Bruce Willis wie man ihn kennt :)Dannach überlegten wir ob wir noch in eine Bar sollten, oder nach hause Fahren. Schließlich entschieden wir uns dazu, mal den Sagenumwobenen Club "Yellow" zu suchen, der auch irgendwo in Roppongi liegt. Das ganze in strömenden Regen der nach und nach zu sintflutartigem Regen wurde. Irgendwann kamen wir an einer Bar vorbei die "Monsun" hieß. Das war ein ziemlich passender Begriff für den Regen hier.

Leider fanden wir nichts und alle Bars waren wie ausgestorben. Also entschieden wir uns zu Fuß nach Shibuya zu laufen. Das wollten wir schon immer mal ausprobieren. Gut, vielleicht hätten wir uns einen besseren Tag aussuchen sollen, aber nachdem der Club Yellow irgendwo in die selbe Richtung war, entschieden wir uns dafür einfach weiterzulaufen, nachdem wir ihn nicht gefunden hatten. Der Weg von Roppongi nach Shibuya Station ist dabei total einfach zu finden. Es geht einfach geradeaus. 40 Minuten hat es insgesamt gedauert. Eigentlich noch aktzeptabel. Mit einem Fahrrad würde man die Strecke bestimmt in 10 Minuten schaffen.
Hier ist der google Map Verweis; Shibuya Station = 渋谷 Roppongi = 六本木 ca. 3 Km:
http://maps.google.co.jp/?ie=UTF8&hl=de&q=%E6%B8%8B%E8%B0%B7&f=q&ll=35.659249,139.7188&spn=0.030405,0.05785&z=14&om=1
Das nächste ungeklärte Mysterium wäre dann die Fußmarschzeit von Shinjuku (Wolkenkratzerviertel) bis zu Asagaya (Wo wir wohnen). Erste Schätzungen rangieren um 90 Minuten. Das werden wir irgendwann vielleicht nochmal ausprobieren wenn keine Züge mehr fahren und wir nach hause wollen.

Jedenfalls war auch in Shibuya wenig los, weshalb wir nach einstündigem Herumlaufen (Unsere Füße waren mittlerweile komplett durchnässt) wieder mal in der Oil Bar landeten. Dort war es wie immer sehr nett und um halb 5 machten wir uns dann mit dem ersten Zug auf nach Hause.
Montag, 9. Juli 2007
Noch mehr Kurioses
25:30 Uhr?! : Ja, in Japan hat der Tag mehr als 24 Stunden. 1 Uhr zählt beispielsweise zwar schon zum nächsten Tag, aber kann ebenso noch als 25 Uhr bezeichnet werden. 2 Uhr dann 26 Uhr etc. etc. Eigentlich gar nicht mal unpraktisch, denn so gerät man nicht durcheinander, zu welchem Tag das Ereignis denn jetzt gehört.
Suica - Das japanische Äquivalent zur Geldkarte erfreut sich ganz im Gegensatz zu der Geldkarte in Deutschland größter Beliebtheit (Wir haben auch alle eine). Alleine in Tokyo gibt es rund 16 Millionen Nutzer. Kein Wunder, denn sie funktioniert berührungslos: Einfach die Karte (Auch vom Geldbeutel aus) über den Sensor ziehen und das Geld wird automatisch abgebucht. Mit der Karte kann man die Bahntickets, Getränkeautomaten, Kiosks oder sogar teilweise in Bars bezahlen.
Um 8 Uhr morgens fangen die Bauarbeiter 20 Meter entfernt an zu arbeiten -_- Da ich schon in Köln vor der Haustüre seit Monaten eine Baustelle vor der Tür habe fühlt man sich gleich heimisch...................... ok nicht wirklich, ich hasse es. Das Kuriose dabei ist: Die arbeiten hier nur bis 12 Uhr. Also: Morgens dafür sorgen, das Alex nicht schlafen kann und Mittags, wenn aufjedenfall wach ist wieder abziehen. -___-
Kaffee aus 1 l Papierbeuteln - Ok, die Sake-Papiertüten hat man vielleicht schon gesehen in Deutschen Asienshops. Aber Kaffee?! Das ist schon grenzwertig ^^...
Donnerstag, 5. Juli 2007
4.7.2007 - Sarah, Qypthone und Tekken
Begonnen hat eigentlich wie immer alles ganz harmlos. Heute wollten wir Sarah abholen, Michaels Freundin die uns für drei Wochen mit ihrer Gegenwart beehrt! Tja, das nicht ins Bett gehen wollen der letzten Nacht machte das aufstehen zwar wieder zu einer großen Herausforderung, irgendwie haben wir es dann aber dennoch geschafft mehr oder weniger Pünktlich am Treffpunkt zu sein. Naja, leider aber am falschen. „Ueno Station“ war ausgemacht, nur während wir den Bahnhof der einen Bahnlinie im Sinn hatten kam Sarah mit dem Zug einer anderen Bahnlinie an, und da wir sie natürlich nicht darüber aufgeklärt hatten das sie den Bahnhof wechseln mussten wurde uns erst durch ein kurzes Telefonat bewusst das wir falsch waren.
Glücklicherweise war das ganze nur ein paar hundert Meter entfernt und so konnten wir den Fehler recht schnell beheben, fanden sie auch gleich und machten uns auf nach was zu essen zu suchen… denn „HUNGER!!!!“ war so ziemlich der einzige Gedanke der uns zu diesem Zeitpunkt noch durch den Kopf schoss. Nach langem suchen fanden wir auch ein recht günstiges Restaurant und füllten unseren Magen wieder etwas auf.
Anschließend ging es dann wieder ins Guesthouse zurück wo wir erst mal ein bisschen Arbeiteten, redeten und uns ausruhen ehe es gegen Abend dann noch mal nach Shinjuku ging. Diesmal nicht mit dem Gedanken dort trinken zu gehen, sondern direkt in eine der Spielhallen wo die großen 3D Gundam Spiele auf uns warteten die uns am Sonntag schon so faszinierten. (Anm. Alex: 3D Gundam Spiele!! Das ist der Wahnsinn. Man setzt sich in ein großes Cockpit rein, das ein abgeschlossener Bereich ist. Also wie eine Kugel. Drinnen gibt es dann einen 180° Monitor der den ganzen vorderen Bereich in alle Richtungen einnimmt und gewölbt ist. Dadurch bekommt man das Gefühl in einem Gundam zu sitzen schon ziemlich nahe. Der Roboter wird dann mithilfe 2er Joysticks gesteuert, also wie in der Originalserie, und dazu nimmt man noch 2 Pedalen zur Hilfe. Das ganze macht auch riesigen Spaß, und man kann sich neue Gundams freispielen, bessere Waffen etc. Die Runden werden dann draußen auf Monitoren übertragen, sodass auch Zuschauer sehen können, was man gerade macht) Dort haben wir etwas gespielt, ein paar Autorennen gefahren (unter anderem Mario Kart), Alex hat bei einem Spiel eine Figur von Luna Maria aus Gundam Seed Destiny gewonnen und uns wieder mit den Leuten dort unterhalten.
Unterwegs konnten wir es uns dann auch mal nicht entgehen lassen einen Döner zu probieren, der Döner laden dort reizte uns einfach zu sehr. Der Angestellte dort sprach uns gleich auf Englisch an woher wir kommen und als wir sagten aus Deutschland nickte er verstehend. Jeder Japaner den er bisher gefragt hatte woher er Dönner kenne habe Deutschland geantwortet und ihm war bekannt wie sehr die Deutschen dieses Gericht mögen ;) Er selbst stammte allerdings aus Usbekistan und finanziert sich mit der Arbeit in der Dönerbude nur sein Studium in Tokyo. Auch wenn der Döner etwas ungewohnt war, wenig salat, sehr viel fleisch (Rind und Hühnchen gemixt) und ein sehr dünnes brot schmeckte er doch trotzdem wirklich gut. So sättigend wie die die wir in Deutschland bekommen war er zwar nicht, aber beim nächsten mal werden wir uns wohl wieder einen holen (Anm. Alex: Ja war einfach ganz anders. Aber die Idee mit dem Rind ist genial, wieso gibt es das bei uns nicht?).
Ursprünglich wollten wir dann nach Hause gehen, stiegen in die Bahn, fuhren nach Asagaya unterhielten uns, doch als wir austiegen änderte sich die Planung irgendwie. Eine Japanerin sprach mich an ob ich aus Deutschland komme, sie habe unser Gespräch gehört und versucht zu verstehen, sie mag Deutschland sehr und ist auch recht oft dort. Denn sie ist in einer Band „Qypthone“ und tritt dort hin und wieder auf, auch das Label für das sie Arbeitet ist in Deutschland. Ihre Band war auch in dem Film "The Fast and the Furious Tokyo Drift" zu hören, mit dem Lied "Mission Banana Muffins".
Tja, irgendwie fand ich die Tatsache das sie mich einfach so ansprach wirklich nett und habe mich weiter mit ihr unterhalten und so kam es dann das sie uns fragte ob wir noch auf einen Drink mit in eine Bar kommen wollen. Natürlich willigten wir ein und folgten ihr in eine recht nette kleine Bar um die Ecke. Das war so gegen Elf Uhr. Dort stellte sie uns auch einige ihrer Freunde vor, einer davon, Eric aus Californien meinte auf die Frage was er hier tue er sei ein „voice actor.“
Natürlich musste ich mich da genauer erkundigen und es stellte sich heraus das er in diversten Spielen und Filmen usw. diverse Stimmen spricht. Unter anderem ist er die Stimme von Paul aus Tekken und derjenige der „ROUND ONE“ etc. in selbigem Spiel spricht. In allen Teilen, und tatsächlich kam mir seine Stimme ziemlich bekannt vor ;) (Anm. Alex: Ja echt nit schlecht, ne Sängerin und ein Voice Actor, mal schauen wen wir noch so Treffen :) hab auch mal nachgeschaut bei imdb.com http://imdb.com/name/nm1169116/ ; Eric hat auc noch in Soul Calibur und vielen anderen Spielen mitgewirkt.
Izumi, die Sängerin spendierte uns im laufe des Abends auch noch einen Sekt und ein Glas Tequilla und so wurde es mit zunehmender Stunde immer lustiger.
Und wir vereinbarten auch gleich ein erneutes Treffen, tauschten Nummern und E-Mail adressen aus und hoffen nun das auch alles klar gehen wird ;)
Irgendwann gegen drei verabschiedeten wir uns (theoretisch schließt die Bar um 2 Uhr ;)) und es ging auf nach Hause, ab ins Bett… Alex versuchte auf dem Weg dorthin im Kombini noch Hausschuhe zu kaufen, aber ob dieser Plan geglückt ist oder nicht konnte mein benebeltes Gehirn leider nicht mehr wahrnehmen (Anm. Alex: Ja ist er...ich hab die ganze Zeit versucht denen auf Japanisch zu erklären, das ich Schuhe fürs Haus will, bis irgendwer meinte: ah "Slippers" und mir so dinger gebracht hat auf denen "Slippers" steht...-_-). …Was es sich allerdings merken konnte war das: Tokyo ist so verrückt das man es einfach lieben muss! ;)
2.7.2007 - Treffen mit Doro und Julia in Sinjuku
Montag, 2. Juli 2007
30.06.2007 - Umzug, Sushi und Karaoke - Christoph
Irgendwie scheint unsere Tagesplanung einfach nie zu funktionieren, ursprünglich wollten wir früh aufstehen (hat ja gestern schon nicht geklappt) und dann zwei mal zum neuen Guesthouse fahren um unser Gepäck nicht auf einmal durch die halbe Stadt schleppen zu müssen. Aber diesmal war es Michael der diesen Plan sabotierte, der Aufenthalt in den Bars von Shimbashi hat wohl etwas länger gedauert und so kam er den halben Tag nicht aus dem Bett. Bis dahin hatten Alexander und ich unsere Planung allerdings umgestellt, statt wie zuerst angepeilt mit der Bahn zu fahren hatten wir dann doch bei ein paar Taxi Services angerufen, und herausgefunden das die Fahrt gar nicht mal so teuer ist, also nicht wesentlich teurer als zweimal mit der Bahn. Es war also im Rahmen unseres Budgets und aufgrund der Arbeits und auch Zeitersparnis die wir dadurch hatten die auf alle Fälle bessere Wahl. So warteten wir also bis Michael aufgewacht war, packten unsere sieben Sachen und wanderten dann zusammen mit dem Manager des Hauses in Richtung Bahnhof. Dort an den Taxi ständen wollte er mit einem Taxifahrer verhandeln um noch etwas Bonus für uns rauszuschlagen. Also schleppten wir unsere schweren Koffer durch die Straßen, also, das heißt, Michael und ich schleppten unsere schweren Koffer und Rucksäcke durch die Straßen, während Sakano den Koffer von Alex schleppte. Das hatte diesen natürlich nicht im geringsten dazu verleitet uns beiden etwas abzunehmen, da schlenderte er lieber sorglos vor sich hin. (Anm. Alex: Du machst mir Spaß, etwas abnehmen, wo hätte ich das denn hinstecken sollen? Ich hatte schon Rucksack, Schwere Tasche, 2 Schuhe und 2 Anzüge dabei die nicht mehr in den Koffer gepasst haben) Erwähnenswert ist das vor allem weil in Michaels Koffer noch mal einige von Alex Sachen waren ;)
Glücklicherweise konnten wir schon auf halbem Weg ein Taxi auf der Straße anhalten und wurden dann auch direkt nach Asagaya gebracht.
Schon im Umfeld des neuen Gasthauses merkte man das wir hier etwas näher am geschehen sind, die Häuser sind größer, viel mehr Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Restaurants, einfach alles was man so braucht. Als wir ankamen hatten wir allerdings schon den halben Tag vertrödelt, kamen aber gleich ins Gespräch mit zwei Mitbewohnern hier, einem Holländer und einer Japanerin die beide vorhatten dann mal was Essen zu gehen und vielleicht noch in eine Bar. Und als das Wort „Sushi“, in Zusammenhang mit „billig“ fiel willigten wir natürlich sofort ein. Weiter gings also, ohne nennenswerte Pause (kurz duschen, umziehen), direkt zum Sushi Restaurant, das erste war allerdings schon komplett überfüllt, aber, wir sind hier ja nicht mehr außerhalb, was bedeutete, das nächste war nur 200 Meter weiter. Eines mit einem Sushi Fließband (hmmm lecker), auch hier nimmt man sich einfach das was man möchte vom Band, stapelt die Teller neben sich (Farblich unterschiedlich, je nach Preiskategorie), und am Ende wird dann abgerechnet. Und anhand der kleinen Scherze die uns so einfielen (Die wir aber nicht durchführten) fanden wir auch heraus warum so was in Europa einfach nicht wirklich umzusetzen ist. Schien nämlich gar nicht mal so unmöglich zu sein sich ein einzelnes Sushi vom Fliesband zu stibitzen, oder gar einen Teller zurück zu legen. In einem vollen Restaurant merkt dann auch keiner wer denn der Übeltäter war. Aber wir unterliesen derartige Scherze und genossen lieber das leckere Essen und hatten eine nette Unterhaltung mit unseren beiden neuen Mitbewohnern. Die Japanerin arbeitet hier in Tokyo in einer Amerikanischen Investmentfirma und scheint, bis darauf das sie am Wochenende nicht arbeiten muss, und überstunden zumindest bezahlt bekommt, typisch japanische Arbeitszeiten zu haben. In ihren Worten gesagt bedeutet das „No Life at all.“ Der Holländer ist nur zum Urlaub hier und lässt es sich auch so richtig gut gehen.
Übrigens gabs hier eine Sushi-Sorte die in Deutschland nicht auf den Tisch kommt, und das mussten wir natürlich mal probieren. Tierschützer bitte weghören… Walsushi war das. Besonders gut fand ich es allerdings nicht, kann man also gerne drauf verzichten.
Nach dem Sushi essen mussten wir natürlich noch etwas mit dem angebrochenen Abend anfangen. Wohin also? Richtig! Zum Karaoke! Da gab es natürlich einen Laden nur wenige Meter weiter, der schien ziemlich gut, und gehört wohl zu einer Kette, jedenfalls habe ich das Logo schon mehrmals gesehen, also konnten wir da ja gerne mal rein. Einen Karaoke Raum konnte man für 2 Stunden mieten, für diese Zeit konnte man seine Getränke dann entweder normal bestellen, oder für 1500 Yen „All you can drink“ bestellen. Natürlich entschlossen wir uns für letzteres und machten aus „all you can drink“ auch wirklich „all you can drink.“ Die Räume waren wirklich gemütlich, ein großer TFT Bildschirm hing an der Wand und die Ausstattung war ebenfalls sehr modern. Da machte das ganze dann auch richtig Spass. Natürlich hatte Aiko (die Japanerin) vorher wieder behauptet sie könne kein bisschen Singen (wie es ja bei den Japanern so üblich ist ;)) und sang uns dann alle an die Wand ;) War auf jedenfall ziemlich lustig. Nach den zwei Stunden verlängerten wir noch mal um eine, ließen dabei aber außer acht das der Laden halbstündlich und nicht stündlich abrechnet, was unsere Rechnung leider etwas in die Höhe trieb.
Ausklingen ließen wir den Abend (die nacht…) dann im Aufenthalsraum des Gasthauses, redeten noch gemütlich miteinander, brachten der Japanerin ein paar Deutsche Phrasen bei (die sie sich erstaunlich schnell merkte, wiederholte und eigenständig umformen konnte!) und gingen dann iiirrrrgeeeenndddwann mal wieder ins Bett.
29.06.2007 - Der letzte Tag im Yoshida House - Christoph
Die ursprüngliche Tagesplanung für den Freitag war: nicht so lange schlafen, dann ein paar Sachen von einem Guesthouse ins andere transportieren und schließlich abends weg gehen, Shibuya oder Shinjuku, eins von beiden eben. Aber unsere beiden Harry Potter Tage haben uns da einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht und vermieden das wir diesem Plan folgen konnten. Tja, der Regen hatte zwar auch was damit zu tun, aber viel gravierender war die Tatsache das wir einfach nicht aus dem Bett kamen. Und selbst nach dem aufstehen wollte die Trägheit nicht so einfach weichen. Also, was solls, sind wir eben daheim geblieben. Dem Manager des Hauses, Sakano-San hat das auch ganz gut gepasst, denn ihm hat es Gelegenheit gegeben eine Mini-Abschiedsfeier zu veranstalten, ein paar Drinks geholt, sich zusammen hingesetzt und geredet. Zwei der Deutschen, sowie ein Franzose und eine Koreanerin die gerade erst angekommen sind haben sich noch zu uns gesellt und so wurde es ein lustiger Abend. Das war Michael dann auch Anlass genug seinen guten Itanlienischen Wein auszupacken und ihn gemeinsam zu trinken. Später sind die beiden Deutschen zusmamen mit Michael nocheinmal weg gegangen, nach Shinjuku und Shimbashi und haben wieder ein paar Bar-Empfehlungen mitgebracht. Das werden wir dann wohl demnächst mal austesten…
Freitag, 29. Juni 2007
27.06 - 28.06.2007 - Roppongi 3, oder: Wie kommt man durch Billigwein zur Harry Potter Premierenshow? - Alexander
Nach langem hin und her ließen wir uns irgendwann dann doch eine Bar empfehlen, wo angeblich etwas los sei. Da es aber keine Eintrittskosten gab und wir auch sonst nix bezahlen mussten wagten wir uns hinein. Am Eingang wurden wir von diversen Promotern zu einer Japanerin weitergeleitet, die uns dann mit dem Aufzug in den 5. Stock brachte. Aber natürlich war die Bar vollkommen leer. Wir bestellten uns einen Drink und zogen weiter. (Anm. Christoph: Ich komme nicht umhin anzumerken das ich das schon die ganze Zeit sagte "Nein, das ist bestimmt nix, lassen wir das lieber" aber weil die ganzen Promoter ja so nett und vertrauenerregend aussahen haben die anderen beiden sich drauf eingelassen. Bestimmt hat Alex insgeheim gehofft er landet doch in nem Strip Club!)
Der Ausgang erfolgte bezeichnenderweise über eine Feuerleiter.
Unten angekommen warteten jedoch einige Leute scheinbar auf etwas und so setzten wir uns dazu (wir hatten ohnehin nichts besseres zu tun, unsere erste Bahn fuhr um halb 6 oder so). Dann erfuhren wir, das hier an diesem Ort morgen die Harry Potter 5 Weltpremiere stattfinden würde. O_O. Und das sie für Karten der Side-Show zur Premiere anstanden.
26.06.2007 - Akihabara 4: Handy 2 und Maid Cafe! - Christoph
Also hab ich mich wieder auf gemacht und bin zum Soft Bank laden gefahren, hab dort das selbe Prodzedere mitgemacht das Alex zuvor machen musste, Reisepass kopieren, adresse von Guesthouse angeben usw. usf. und wurde schließlich gebeten in 1 1/2 Stunden wieder zu kommen. Um die Zeit schön tot zu schlagen entschloss ich mich also einwenig durch den Stadtteil zu laufen, mich umzusehen und dann wieder umzukehren. Irgendwann bin ich dann bei einer Straßenmusikerin gelandet, sie stand an einem Platz, hatte ihr Keyboard vor sich und hat gesungen, und das sogar bemerkenswert gut. Aus Köln kenne ich nur eine Art von Straßenmusikern, nämlich eben die die denken sie könnten Singen, es in Wirklichkeit aber ganz und garnicht können und deshalb einzig und allein auf der Straße auftretten. Eben dort wo ihnen die Menschen Geld zuwerfen um sie zum aufhören zu ermuntern. Aber sie konnte Singen... und die anderen 2 Sänger die sich dann ebenfalls auf dem Platz aufgestellt haben auch. Dumm war nur, das eben jeder der 3 seinen Gesang über einen kleinen Verstärker verbreitete und sie nur gut 5 Meter von einander entfernt standen, so wurde man irgendwann von allen Seiten beschallt. Letztendlich hab ich mir dann auch eine CD gekauft, und ne Unterschrift (mit Datum) bekommen, in weißer vorraussicht das diese irgendwann, in 10-20 Jahren sicherlich mal was wert sein wird ;) .... ...oder eben nicht...
Naja, weiter gings, wieder zum Soft Bank Shop und wie schon bei Alex, wurde ich nochmal vertröstet, nochmal warten, nochmal durch die Gegend laufen, sich irgendwann dann mit den beiden anderen Treffen, zusammen Zeit totschlagen und wieder zurück, Handy nehmen, Handy aktivieren, glücklich sein... das ganze Programm eben...
Gemeinsam ging es dann weiter, diesmal wollten wir unbedingt in eines dieser ominösen Maid Cafes die es hier in Akiharaba ja gibt und für die überall die netten Mädels Flyer verteilen. Für alle die davon nocht nichts gehört haben, das sind Cafes in denen junge Japanerinen Kostüme im Stil von Dienstmädchen tragen und man eben von denen überaus freundlich bedient wird. Alles ganz im "gottchen ist die aber niedlich"-Stil. Da wir die einzigen Ausländer waren, neben 3 Japanern haben wir auch dann die ganze Aufmerksamkeit der Maids bekommen, 3-4 standen ständig bei uns rum und haben uns ausgefragt und irgendwie war das alles doch richtig lustig. Für das gemeinsame Foto mussten wir dann allerdings Geld bezahlen, macht aber nix, einmal muss einfach sein. Tja, und dann hat der Laden auch schon geschlossen und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen sind wir dann wieder nach Hause. ...Was wir nicht alles auf uns nehmen um hier in diesem Blog nette Berichte schreiben zu können! ;)
