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Montag, 11. Juni 2007

10.6.2007 - Unwetter, Pachinko und Computer Crashs - Alexander

Der Tag fing gut an; um etwa 8-9 Uhr wurde ich und sicherlich jede andere Hausbewohner auch, durch einen über alle maßen lauten Knall geweckt. Dann folgte noch einer. Und noch einer, und so weiter. Das lauteste Gewitter, das ich bisher erlebt habe. Zweifellos hat der Blitz immer vor der Haustüre eingeschlagen, anders ist der Lärmpegel nicht zu erklären. Gegossen hat es auch noch wie gestern.




Irgendwann raffte ich mich dann auf um ein wenig zu arbeiten. Wir hatten am Vortag 2 Projekte geschickt bekommen, die wir in den nächsten 2 Wochen fertig stellen müssen.


Mein Arbeitsplatz:




Gegen Abend dann, wollte ich endlich mal die berühmten japanischen Pachinko Automaten austesten. An buchstäblich jeder Ecke gibt es eine Pachinko Spielhölle. In Japan ist jedes Glückspiel um Geld verboten, daher gewinnt man beim Pachinko kleine Kügelchen, die man wiederum gegen Sachpreise eintauschen kann, die man wiederrum wieder gegen Geld eintauschen kann (so hebelt man ein Gesetz aus). Die Kügelchen, mit denen man gleichzeitig am Automaten spielt sind aus Metall und recht klein. Mithilfe eines Drehrades kann man bestimmen, wie schnell die Kugeln in den Automaten geschossen werden sollen. Diese durchlaufen dann eine Art Labyrinth und wenn die Kugel in ein bestimmtes Loch gerät gewinnt man.


In den Pachinko Gebäuden ist es jedoch immer so laut wie in einer Disco. Im Hintergrund läuft schnelle Techno Musik und die Geräusche der Automaten sind penetrant laut. Sogar das Personal kann nur mit Ohrstöpseln und Mikrofon miteinander kommunizieren. Dennoch lassen sich die Japaner scheinbar nicht durch diese Atmosphäre abschrecken. Im Gegenteil, die Pachinko-Halle war gut gefüllt.



Ich setzte mich nichtsdestotrotz an einen Automaten und warf 1000 yen (ca. 6 euro) ein und bekam einen Haufen Kugeln. Ich drehte an dem Rad und die Kugeln begannen in dem Automaten zu verschwinden, durchliefen ihn und fielen Fast alle in das Nietenloch. Nach jedem Durchlauf hatte ich etwa 90% weniger Kugeln als zuvor. Irgendwie habe ich das Spiel nicht verstanden... So schnell war ich noch nie mein Geld los geworden. Ich schätze ich werde mich in Zukunft von den Dingern besser fernhalten :D


Nach diesem frustrierendem Erlebnis kehrten wir zum Yoshida House zurück.
Auf dem Weg gingen wir noch in Richtung hiesiger Supermarkt, wo wir wieder einige Kuriositäten fanden. Wie etwa das Restaurant "BLDY" BLDY?? was soll das denn sein?!




Im Supermarkt gab es "deutsches" Müsli, das ich noch nie zuvor gesehen habe und völlig überteuert war. Vermutlich extra für den japanischen Markt gemacht.


Wieder im Yoshida House angekommen, setzten wir uns wieder an die Computer. Kurze Zeit später kam dann Christoph zu mir und meinte sein Computer wäre kaputt gegangen. Einfach so kam ein Bluescreen und nach dem Reboot fuhr der Computer nicht mehr hoch. Nach dem Durchforsten unzähliger Internetseiten kamen wir zu dem Schluss, dass ein Aus- und wieder Einbauen des Rams eine Lösung sein könnte. In der Tat fuhr der Computer wieder hoch, jedoch nur um beim Laden des Windowsbildschirmes wieder neuzustarten. Nun arbeiten wir daran, das Betriebssystem wieder neu Aufzuspielen (Gut, dass ich meine Windows CD im Laufwerk vergessen hatte). Der Ausfall eines Computers ist quasi ein Supergau in bezug auf unsere Arbeit, denn an dem Community PC hier kann man nichtmal anständig surfen. 2 ghz aber 224 mb Ram und Windows XP, was für eine Kombination.