Dienstag, 13. Januar 2009

Silvesterfeier mit Kollegen 2008

So bevor ich jetzt langsam mal ins Bett gehe schonmal eine Vorschau auf meinen Bericht zu Silvester. Es war jedenfalls echt lustig. Mit 2 Kollegen haben wir gekocht, vieel getrunken und sind um Mitternacht zum örtlichen Schrein. Daraufhin dann noch 2 Stunden Karaoke.


Unsere Vorräte hehe. 9 Flaschen Bier, 1 Flasche Sekt, 1 Flasche Sake und 1 Flasche Shouchu.


Hallo Chefkoch!


Heartland - In every spirit & every season, everywhere BEER


Leicht angetrunken gehts zum Schrein.


Neujahrsfeuer.


Und ab zum Karaoke...

Montag, 22. Dezember 2008

Die "Jahresvergessensfeier" und Bosch Weihnachtsfeier

Ende des Jahres kommen Japaner scheinbar richtig in Feierlaune. Wir hatten diesen Monat eine Weihnachtsfeier, eine Jahresendfeier (Übersetzung der Zeichen bedeutet "Jahresvergessensfeier"), Abschiedsfeier und Willkommensfeier. Aus unserer Abteilung hat sich leider ein deutscher verabschiedet, und wir sind nur noch zu zweit.

Aber zunächst war da einmal die Jahresendfeier (Bounenkai= Vergessen, Jahr, Feier). Bei einer solchen Feier muss für Japaner natürlich viel zu Essen im Spiel sein und vor allem Bier.
Zu der Fete war dann auch unsere ganze Abteilung eingeladen, immerhin etwa 40 Leute.


*komisch guck die 2.*

Der 2. Anlauf ^^

Das Essen war zwar nicht so mein Ding (zuviele Seeinsekten)
Dafür gab es reichlich zu Trinken wie man sehen kann *prost*.
Offenbar ist es bei so einer Feier sitte sich mit seinen Kollegen auszutauschen, d.h. auch öfters mal den Platz zu wechseln damit man mal mit jedem gesprochen hat. Das haben wir allerdings leider erst relativ spät herausgefunden.
Interessanterweise ist es anscheinend üblich einen comedy part einzubauen. So versuchten einige Kollegen ihre Manager und sogar den General Manager nachzuäffen und trugen so zur allgemeinen Erheiterung bei. Die Manager selbst schien dies (scheinbar) wenig zu stören.




Nach der Feier ging die illustre Runde dann getrennte Wege.
Seltsamerweise gibt es für solche Feiern immer eine strickte Zeitbegrenzung.
Diese ging von 6-9. Keine Minute länger.

Meine 6000Y hatte ich am Abend aber trotzdem wieder rausgeholt. Irgendwann fragte ich ob es denn auch etwas anderes ausser Bier gibt. Kurz dannach brachte man uns eine 2001er Rotwein Flasche woraufhin ich ersteinmal ein paar böse Blicke vom General Manager erntete, bis ich ihm auch ein paar Gläser reichte. Nachdem ein offensichtlich bereits betrunkener Japaner den Korken mit dem öffner kaputt machte, meinte der GM dann da müsse man wohl oder übel noch eine neue Flasche holen - verkorkter Wein? kommt nicht in Frage.
Dann nahmen sie die Flasche wieder mit und irgendwie haben sie den Korken dann aber noch halbwegs anständig herausbekommen. Eine zweite Flasche mussten sie dann aber trotzdem noch holen hehe.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Bergsteigen und Sonnenuntergang auf dem Takao-san

Am Samstag schloss ich mich Joachim und Vinzent zum Bergsteigen in Takao an. Letztes Jahr bin ich schon einmal mit Christoph den Takao-san hochgelaufen, allerdings waren wir so spät dran, dass wir nicht mehr bis ganz nach oben konnten und die Sonne war auch schon untergegangen.
Diesmal sollte also nichts schiefgehen und wir sind extra früh um halb 11 morgens aufgebrochen.
Nach einigen Erledigungen in Tokyo sind wir dann mit der Chuo-Line bis Takao. Um 2 Uhr begannen wir also mit dem Aufstieg. Die Route 1, 3,8 Kilometer lang, führte uns an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Route 1 ist der lila Weg. Für eine grössereAnsicht aufs Bild klicken.


Und trotz dass der Berg "nur" 600 Meter hoch ist, geht es doch ziemlich steil bergauf. Nachdem wir unten noch ein gutes Tempo vorgelegt hatten wurden wir immer langsamer und waren bald ausser Atem.

Dafür bot sich dann auf halber Strecke bereits eine hervorragende Aussicht über die Provinz Tokyo. Von der Stadt selbst war allerdings nichts zu sehen. Zwar war das Wetter mit rund 16° C so gut wie es ende Dezember nur sein konnte, aber das minderte vermutlich die Klarheit der Luft.
Relativ weit oben gibt es auch eine relativ grosse Tempelanlage. Nachdem man durch das Tor gelangt ist, folgen zahllose Laternen auf beiden Seiten.


Hat man den ersten Tempel erreicht, geht es nocheinmal ca. 30 m nach oben über Treppen zu einem zweiten Tempel. Und auch dannach geht es nocheinmal weiter zu einem dritten Tempel.
Erst dannach gelangt man in die Nähe des Gipfels.


Alex der Erleuchtete :)



Die Treppen zum ersten Tempel.


So, so. Was hat der Nikolaus dem Buddha denn da alles gebracht :)


Nur noch 800 Meter bis zum Gipfel!


Dem Licht entgegen - Der Gipfel ist nahe. Die Sonne machte die Szenerie wirklich zum Schauspiel.


Es hatte sich auch Nebel über die Berge in der näheren Umgebung gelegt.
Unten im Hintergrund ist Mt. Fuji zu sehen.

Mit der Zeit wurde dann absehbar, dass die Sonne genau hinter dem Fuji-san untergehen würde. Eine atemberaubendes Szenerie.

Offenbar waren wir nicht die Einzigen die deswegen gekommen waren.



Hier schön sichtbar die Schneedecke des höchsten Berges in Japan.
Nachdem das Schauspiel vorrüber war, sind wir schnell wieder zur Bahn gestürmt. Leider hatte das Restaurant das auf dem Berg lag und All-you-can-eat und All-you-can-drink für 3000Y angeboten zu, weswegen wir einen Ausflug zu einem meiner lieblings Sushi Restaurants in Asagaya machten. Bei rund 80 cent pro Teller kann man Sushi essen bis man platzt und trotzdem haben wir nur 9-10€ für das Essen bezahlt.


Da waren wir schon ziemlich satt.

Dannach ging es noch in den örtlichen Sake-shop, in dem man auch Weizenbier kaufen kann!!!
Damit habe ich mich natürlich ersteinmal eingedeckt. So ging dann dieser ziemlich lange Tag zuende nachdem wir ersteinmal ziemlich geschafft waren.
Viele weitere Bilder von dem Tag gibt es in der Gallerie rechts zu sehen.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Der Roppongi Hills Weihnachtsmarkt

So langsam kommt in Japan Weihnachtsstimmung auf. Ja ganz recht, denn Weihnachten scheint selbst in Japan sehr verbreitet zu sein. Da das Familienfest allerdings schon belegt war (das ist hier Silvester/Neujahr), ist Weihnachten eher ein Fest für Freunde oder Pärchen. Genau anders rum wie in Deutschland quasi.
Als in einer Rundmail bei Bosch bekannt gemacht wurde, dass bei Roppongi Hills ein Weihnachtsmarkt stattfindet und man dort derzeit sogar ganz oben aufs Dach gehen kann, beschloss ich kurzerhand mit einem Mitpraktikanten, Vincent, am Wochenende einen Ausflug dorthin zu machen.
Eigentlich hofften wir noch pünktlich zum Sonnenuntergang auf dem Dach anzukommen, aufgrund der 30-minuten Warteschlange hat dies aber dann nicht mehr geklappt leider. Es wird sehr schnell und früh dunkel in Japan. Dafür ist es Tagsüber immer noch sehr Warm teilweise. Letztes Wochenende waren es z.B. noch 16°. Davon könnte sich Deutschland mal eine Scheibe abschneiden.
Da mein Kollege noch Student ist versuchten wir am Eingang auch für mich an die billigeren Studentenkarten zu kommen. Blöderweise fragte die Frau mich dann trotzdem nach meinem Ausweis und ich hatte nur einen längst abgelaufenen CBS-Ausweis dabei. Das die Frau an der Kasse den aktzeptiert hat kann eigentlich nur daran gelegen haben, dass sie keine Diskussionen heraufbeschwören wollte. Der von mir vorgezeigte CBS-Ausweis sieht nicht nur wie selber gemacht aus und sorgte selbst in Deutschland nicht selten für ein erstauntes Hingucken vom Fahrkartenkontrolleur, sondern war auch noch von 2007.
Die gesparten 500Y konnte ich auf dem völlig überteuertem Weihnachtsmarkt allerdings auch gut gebrauchen. Zunächst sind wir dann aber nach oben aufs Dach geeilt. Nach ca. 30-Minütiger Wartezeit waren wir dann endlich oben. Der Mori Tower von Roppongi Hills ist 238 Meter hoch und liegt nocheinmal 30 Meter über dem Meeresspiegel, sodass man von dort oben eine sehr passable Aussicht hat; wenn nicht sogar die Beste von ganz Tokyo. Oben an der frischen Luft lief Weihnachtsmusik und es gab weihnachtliche Lichtdeko zur Aussicht. Was ich an Tokyo so beeindruckend finde ist die schiere Größe der Stadt. So weit das Auge blicken kann nur Stadt und Wolkenkratzer.

Dank Vincent, der eine Kamera dabei hatte, kann ich euch also diese Bilder mit der fantastischen Aussicht präsentieren.

Blick auf den Tokyo Tower und Tokyo Bay

Hinten die Skyline von Shinjuku, die dunklen Flecken sind der Yoyogi und Shinjuku Park


Die Strasse von Roppongi direkt nach Shibuya. Durch die vielen Bildschirme und Leuchtreklamen ist Shibuya, wie Shinjuku auch nachts besonders Hell am leuchten.

Nachdem uns der Hunger zum Weihnachtsmarkt getrieben hatte stellten wir mit Freude fest, dass es auch einige deutsche Spezialitäten gab. Neben dem nicht ganz so deutschem "German Curry-Dog" gab es aber auch Würstchen, Brezeln und Weizenbier. Letzteres allerdings zu Preisen, die das Oktoberfest wie eine Wohltätigkeitsveranstaltung aussehen lassen:
1500Yen (ca. 12€) für eine Flasche 0,5l Franziskaner. Das dunkle gabs immerhin schon für 1200Y. Also investierte ich mein beim Eintritt gespartes Geld direkt wieder in ein Stück Heimat.

Ah Franziskaner Grill - Hier bin ich richtig.

Na dann, Prost!

*komisch guck*

Der Wunsch nach bezahlbarem Weizenbier trieb uns dann in den Supermarkt unter Roppongi Midtown. Roppongi Midtown ist mit ca. 248 m das höchste Gebäude der Stadt. Vermutlich weil es auch viele Wohnungen beinhaltet, gibt es einen herrvorragenden Supermarkt. Man könnte meinen, dass in Roppongi Midtown sehr viele deutsche Wohnen, denn in dem Supermarkt gibt es neben importiertem Schwarzbrot, Haribos, Becks, Weihenstefan Weizenbier auch noch viele andere Artikel mit deutscher Herkunft.
Zu meiner grossen Überraschung kostete ein Volvic 1,5l dort nur läppische 158Yen. In Higashimatsuyama bezahle ich mindestens 240Y, und als ich das letzte mal nachgeschaut hatte, war der Supermarkt hier nicht unter einem Super-Deluxe Wolkenkratzer.
In der Weinabteilung wurde einem dann aber schnell klar, welches Klientel in dem Supermarkt auch noch verkehrte.

´
Ich habe noch nie etwas so teures im Supermarkt gesehen.

Nachdem wir uns mit diversen Artikeln eingedeckt hatten, haben wir uns dann noch die Weihnachtsbeleuchtung im Garten angeschaut. Die war auch fantastisch. In einem grossen Rechteck waren unzählige blaue Lämpchen in gleichmäßigen Abständen aufgestellt.




Nachdem ich dann um 23 Uhr wieder in meinem Zimmer ankam, war ich doch ziemlich fertig. Aber der Tag hat sich echt gelohnt!
Tokyo zur Weihnachtszeit kann sich sehen lassen.