
Die Bar ist eigentlich optimal für die zahlreichen Angestellten in Roppongi Hills gelegen und wir fühlten uns tatsächlich leicht "underdressed" als wir dort hineingingen. Überhaupt macht die Bar einen recht edlen Eindruck, weshalb wir das erste mal nicht hinein gingen, weil wir dachten es wäre zu teuer. Der Holländer meinte aber das Bier würde nur 500 Yen (2,80 €) die Flasche kosten, also unterer Durchschnitt. Wir bestellten uns auch ein paar Pommes für 500 Yen. Das waren die leckersten Pommes die ich je gegessen hab. Total crisp und sehr dünn. Das fand Christoph auch und so war der Teller (eigentlich eine sehr große Portion) in Rekordzeit leer. Ketchup und Mayo gab es übrigens kostenlos dazu (Kostenlos, da könnten sich einige Läden in Deutschland mal ne Scheibe abschneiden).

Nach dem Bier fragte ich, ob sie denn auch Jägermeister da hätten (Da ich dieses schon in einigen anderen Bars gefunden hatte, und auf der Tehke hunderte verschiedene Alkoholica herumstanden). Tatsächlich wurde diese Frage bejaht und auf die Frage ob ich es als "Shot" also im Pinnchen oder mit Eis möchte, sagte ich mit Eis. Denn normalerweise wissen die Japaner nicht, dass der Jägermeister (oder Jegamaistaa wie die Japaner sagen) im Eisfach liegen muss, und ich musste schoneinmal einen warmen Jägermeister trinken. Die hier wussten jedoch schon bescheid, zu meiner Überraschung. Also alles in allem eine sehr gute Bar, hier werden wir wieder herkommen. Dann gingen wir ins Kino und dort sieht es eigentlich eher aus wie in einem Raumschiff. Dazu stellten zwei komisch aussehnde Comicfiguren die Regeln des Kinos vor (Der Linke sieht aus wie eine Mischung aus Bison aus Street Fighter und Hitler, während der rechte eine verzwergte Version von Batmans Gehilfen Robin darstellen könnte).
Der Film war dann jedenfalls erste Sahne. Bruce Willis wie man ihn kennt :)Dannach überlegten wir ob wir noch in eine Bar sollten, oder nach hause Fahren. Schließlich entschieden wir uns dazu, mal den Sagenumwobenen Club "Yellow" zu suchen, der auch irgendwo in Roppongi liegt. Das ganze in strömenden Regen der nach und nach zu sintflutartigem Regen wurde. Irgendwann kamen wir an einer Bar vorbei die "Monsun" hieß. Das war ein ziemlich passender Begriff für den Regen hier.

Leider fanden wir nichts und alle Bars waren wie ausgestorben. Also entschieden wir uns zu Fuß nach Shibuya zu laufen. Das wollten wir schon immer mal ausprobieren. Gut, vielleicht hätten wir uns einen besseren Tag aussuchen sollen, aber nachdem der Club Yellow irgendwo in die selbe Richtung war, entschieden wir uns dafür einfach weiterzulaufen, nachdem wir ihn nicht gefunden hatten. Der Weg von Roppongi nach Shibuya Station ist dabei total einfach zu finden. Es geht einfach geradeaus. 40 Minuten hat es insgesamt gedauert. Eigentlich noch aktzeptabel. Mit einem Fahrrad würde man die Strecke bestimmt in 10 Minuten schaffen.
Hier ist der google Map Verweis; Shibuya Station = 渋谷 Roppongi = 六本木 ca. 3 Km:
http://maps.google.co.jp/?ie=UTF8&hl=de&q=%E6%B8%8B%E8%B0%B7&f=q&ll=35.659249,139.7188&spn=0.030405,0.05785&z=14&om=1
Das nächste ungeklärte Mysterium wäre dann die Fußmarschzeit von Shinjuku (Wolkenkratzerviertel) bis zu Asagaya (Wo wir wohnen). Erste Schätzungen rangieren um 90 Minuten. Das werden wir irgendwann vielleicht nochmal ausprobieren wenn keine Züge mehr fahren und wir nach hause wollen.

Jedenfalls war auch in Shibuya wenig los, weshalb wir nach einstündigem Herumlaufen (Unsere Füße waren mittlerweile komplett durchnässt) wieder mal in der Oil Bar landeten. Dort war es wie immer sehr nett und um halb 5 machten wir uns dann mit dem ersten Zug auf nach Hause.

4 Kommentare:
Oh Mann, das hört sich aber trotz dem nicht gefundenen Ziel und dem strömenden Regen spannend an. Ich lese euren Blog seit Kurzem, weil ich durchs Studivz drauf aufmerksam geworden bin. Echt klasse. Macht ihr da eigentlich nur Urlaub oder habt ihr nen anderen "Auftrag"?
ja, wir arbeiten noch für eine deutsche firma, die im internet community bereich tätig ist. leider dürfen wir meistens nichts über unsere aktuellen projekte erzählen...
im prinzip schreiben wir aber konzepte und machen hier ein bischen marktforschung
Ach so, ich hatte mich jetzt auch schon gewundert, woher ihr das Geld nehmt, so lange Urlaub da zu machen. Na, aber so ist das doch klasse, das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Und wie lange bleibt ihr noch da?
bis anfang september ^^
leider werden wir für unsere arbeit nicht bezahlt weil das unternehmen ein startup ist :.(
wir finanzieren uns durch spenden von verwandten und aus ersparnissen :D
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