Freitag, 13. Juli 2007

Shibuya, Kino und Shinjuku, was diese Woche so alles passiert ist - Christoph

Irgendwie wird es langsam immer schwieriger täglich einen Beitrag zu schreiben, die letzten beiden Wochen haben uns da einwenig aus dem Rhythmus gebracht. Arbeit, Kneipe und Sightseeing, alles so im Wechsel das der Tag eigentlich vollkommen ausgelastet ist. Deshalb gibt’s diesmal auch einfach eine Wochenzusammenfassung.

Am Samstag hatten wir uns für Abends verabredet, Alex mit Sahi, der Japanerin die wir bei Harry Potter kennen lernten und ich bin zusammen mit Michael und Sarah mit Tomomi und einer ihrer Freundinnen weggegangen. Aber ich setze wohl besser etwas früher an.

Denn am Vortrag in der Kneipe hatte Alex dem Holländer der ebenfalls im Guesthouse wohnt versprochen ihm bei der Anmeldung eines Prepaid telefons zu helfen, das kann man wenn man unter 20 (er ist 19) nämlich nur anmelden wenn jemand über 20 irgendwie dafür „bürgt“ also ein spezielles Formular ausfüllt. Zwar hatten die Verkäufer erst einwenig miteinander diskutiert ob die Unterschrift seines Vaters, die der Holländer vor ihren Augen einfach fälschte genügte, doch dann bestanden sie letztendlich trotzdem darauf das er noch jemand anderen hinzuzog. Und so half ihm Alex aus, was sich, dank des erheblichen Alkoholgenusses am Vortag allerdings etwas in die Länge zog (Wir waren in einem English Pub, der zu einer Kette gehört „Hub“ die sind hier nahezu überall vertreten). So war Alex am ende ganz schön unter Zeitdruck, und es war tatsächlich das erste mal das ich gesehen habe das er sich richtig beeilte um noch rechtzeitig zu einem Termin zu gelangen (normalerweise ist ihm das ja egal ;)). Ich bin zur gleichen Zeit weg, musste mich ja erst mit Michael und Sarah treffen und mein Treffpunkt war auch einwenig weiter entfernt. Aber wie das Leben so spielt war das natürlich nicht die einzige kleine Verzögerung die wir hatten. Der letzte Schnellzug war schon gefahren und so mussten wir den Bummelzug nehmen, sind da dann auch noch in den Falschen gestiegen und mussten somit einige Zeit länger fahren. So kam Alex dann auch gut 20 Minuten zu spät. Aber mehr dazu kann er ja dann hier selber erzählen (Anm. Alex: 30 Minuten! ich hab mich nur beeilt als ich dann wusste das ich ziemlich zu spät komme. eine kurze Verspätung hatte ich in meiner Zeitplanung schon einkalkuliert :).

Ich habe mich dann mit Sarah und Michael in Roppongi am Hard Rock Cafe getroffen und eine halbe Stunde später kamen Tomomi und ihre Freundin dazu, wir sind einwenig rumgeirrt, haben im Subway was gegessen und waren dann in einer kleinen Bar. Tomomis Freundin war nach einer langen Nacht und 10 Stunden Arbeit allerdings so erschöpft das sie noch während des ersten Bieres eingeschlafen ist. So ging sie dann etwas später nach Hause, und wir wieder nach Shibuya ins Tasu Ichi. Tja und plötzlich tauchte auch wieder der Norweger auf, hatte zwei Schweizer dabei, einer aus seiner Firma, die andere die Exfreundin eines Kollegen. Und von dieser hörte ich eine wirklich interessante Schluss-mach-Story.

Ihr mitlerweile Ex-Freund hatte nämlich ein Praktikum hier in Tokyo bekommen, und weil man die Chance ja nicht immer hat, hatten sie beschlossen das sie ihn besuchen würde. Das natürlich nicht auf dem einfachen Wege, sie wollte ja etwas sehen, also ging es ab in die Transsibierische Eisenbahn, und sie unternahm zahlreiche Stops in Russland, der Mongolei und China, fuhr dann mit dem Schiff von Shanghai nach Osaka und schließlich nach Tokyo. War dabei gut einen Monat unterwegs und relativ bald nachdem sie hier ankam merkten die Beiden das ihre Beziehung nichtmehr funktionierte und trennten sich. Also, einmal um die halbe Welt um sich zu trennen, das ist auch recht nett.

Michael und Sarah verabschiedeten sich mit dem letzten Zug, Alex gesellte sich später noch zu uns und so ging es dann noch in einen weiteren Club, bis früh morgens. Auf dem Heimweg wurden wir dann wie immer von Betrunkenen Japanerinen angequatscht, und haben auch selber einige angesprochen. Die ein oder andere konnte sogar ein bisschen Deutsch, wollte nach Deutschland oder plante sogar schon dafür. Irgendwie scheint Deutschland also relativ beliebt zu sein.

(Anm. Alex: Der Club war eigentlich cool, nich zu teuer und da waren ein paar Kochstudentinnen, die allen Kekse und Sushi spendiert haben. Uns also als willige Testesser benutzten.)

Dann heim, ab ins bett, schlafen…

Sonntag und Montag war wieder relativ ruhig, das Wochenende war teuer gewesen, also lieber langsam angehen, außerdem: Arbeiten! Ging nur zwischendurch mal in ein kleines günstiges Sushi Restaurant.

Den Dienstag hat ja Alex schon ausführlich geschildert, zu erwähnen wäre nur, das ich bereits früh ins Kino bin, also zweimal an einem Tag, den Tomomi hatte mir am abend noch ein paar Mal eine Nachricht geschrieben, sie fängt erst um 15 Uhr das arbeiten an, und wollte doch den einen Film sehen. Also sind wir dann zusammen ins Kino, ein recht neues in einem großen Einkaufszentrum, das wirklich sehr komfortabel war. Man saß da in Sesseln und jeder hatte seine eigene Armlehne (nicht so wie normal wo es nur eine dünne armlehne für zwei plätze gibt ;)). Wenn man mehr bezahlte gab es sogar eine kleine Lounge, mit großem Sofa und einem Tisch davor, wenn man wollte konnte man den Film dort also auch in Wohnzimmermanier genießen.

Am Mittwoch wollten wir ja ursprünglich ins Disneyland, nur hatte uns der Regen ja einen Strich durch die Rechnung gemacht und so blieben wir tagsüber erstmal zuhause und sind dann abend noch ein bisschen nach Shinjuku gegangen. Alex und Michael wollten ja wieder Gundam Spielen! Ich hab mein Geld in die lustigen Greifautomaten Investiert, und bin schließlich zu dem Schluss gekommen das ich das in zukunft lieber lasse. Funktioniert nicht richtig ;) Spass macht es aber trotzdem!

Tja, und damit hab ich die Zeit ja schon fast wieder eingeholt. Fehlt nur noch der Donnerstag, nachdem der aber wieder einen eigenen Bericht wert ist, hör ich hier erstmal auf ;)

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