Montag, 23. Juli 2007

22.07.2007 - Little Edo, Kawagoe

Diesmal ging es nach Kawagoe. Obwohl noch Tokyo Präfektur liegt dieses 30 Minuten mit dem Expresszug vom Stadtzentrum entfernt. Kawagoe wird auch "Little Edo" genannt, da einige Häuser hier über 400 Jahre alt sind und Teile des alten Kaiserpalastes aus Edo hierher transportiert wurden. Diese sind die letzten Überbleibsel des alten Palastes, der irgendwann in einem Feuer zerstört wurde. Am Bahnhof angekommen gingen wir zunächst zur Information, wo mir der Mitarbeiter eine Infobroschüre mit deutschen Übersetzungen in die Hand drückte. Das war zwar kein perfektes Deutsch, aber man konnte es verstehen ^^ und es war doch überraschend, dass es Infobroschüren in Deutsch gab. Insgesamt gibt es in Kawagoe 3 interessante Touristengegenden. 1. Einen großen Buddhistentempel, der ursprünglich um 1200 gebaut wurde, und der unter anderem einen großen Statuengarten mit über 560 verschiedenen Mönchstatuen.

2. Die Überreste vom Kaiserpalast mit der original Rüstung von Ieyasu Tokugawa


(Die Gärten waren übrigens ziemlich cool)

und 3. Die Einkaufsstraße mit den Häusern aus der Edo Zeit.

Diese Klapperten wir dann nacheinander ab, zu den Orten kamen wir über die örtliche Busverbindung, für die ein Tagesticket 300 Yen (1,80 €) kostete. Bei der 2. Station unterlief mir beim Vorzeigen des Tickets ein kleines Missgeschick: Ich steckte es in den Reißwolf statt in die Kontrolliermaschine -_- Der Busfahrer war aber sehr freundlich und sagte allen anderen Busfahrern bescheid, dass wenn ein Blonder Ausländer mit Japanerin und ohne Ticket mitfährt und aussteigen will, es schon in Ordnung ginge :) In Shinjuku wollten wir dann noch etwas essen, kamen aber leider genau zur Abendessenszeit an, sodass sich vor allen Restaurants teils abnormale Schlangen gebildet hatten. Nach längerer Suche fanden wir dann noch in ein Okonomiyaki Restaurant (Okonomiyaki werden oft als Japanische Pizza bezeichnet, aber das ist Quark. Eigentlich sind es Pfannkuchen mit irgendwelchem Mischmasch drin.) Komischerweise muss man sich die Okonomiyaki immer selber auf einer Platte zubereiten. Da aber anscheinend keiner von uns beiden in der Lage war die Okonomiyaki zu machen, fragte Shiho einen Angestellten, ob er uns die Okonomiyaki zubereiten könnte. Das klappte dann auch und war sehr lecker :) Dannach machte ich mich auf nach Asagaya, denn Christoph machte mich schon darauf aufmerksam, das wir mit unserer Arbeit etwas hinterherhinken.

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