Irgendwie sind wir in den letzten Tagen recht schreibfaul geworden, daher folgt nun mal wieder ein Wochenbericht. Ab jetzt werden wir dann aber wieder häufiger schreiben :)
Nachdem wir gestern die Die kaiserlichen Gärten besuchten, welche zweifellos eines Kaisers würdig waren (Wenn auch ihre Pracht nicht ganz an die Gärten von Versailles herranreichte; Fotos werden noch nachgeliefert), hatten wir uns für heute Abend mal wieder mit Izumi verabredet. Diesmal hatte sie sogar noch einen weiteren Kollegen ihrer Band, Ken, dabei. Mit diesem konnte man sich ebenfalls sehr nett unterhalten, so erfuhr ich beispielsweise, dass er auf der berühmten Waseda (Nr. 2 Universität in Japan nach der Tokyo Daigaku) Universität Law studiert hatte, er sich aber eigentlich nichts aus einem Job in der Staatsverwaltung (Ein erfolgreicher Abschluss bei der Universität bedeutet Job-Garantie) macht, weshalb er neben seinem halb-professionellen Band-Dasein auch noch in der Finanzabteilung einer Firma arbeitet. Zudem lud Izumi uns nochmals in den Club "La Fabrique" ein, bei dem am Freitag anscheinend ein ihr bekannter DJ auftreten wird, weshalb sie uns dort auf die Gästeliste mit draufschreiben kann. Da willigten wir natürlich gleich ein und freuten uns schon auf Freitag. Christoph unterhielt sich derweil mit einer doch recht gutaussehenden Japanerin, die ich etwa auf 28 geschätzt hätte, er mir aber später erzählte, das sie schon 36 war.
Am Samstag hatten Michael und Sarah mit Aiko (Einer Bewohnerin des Guest Hauses) vereinbart nach Asakusa, wo einer der großen Buddhistentempel steht. Da wir dort ohnehin hinwollten schlossen wir uns einfach an. Leider war das Wetter miserabel und für Morgen hatte sich ein Taifun angekündigt. Also schauten wir uns alles an; vor allem Michael und Sarah machten unmengen von Fotos (werden auch nachgeliefert ^^) und auf dem Rückweg gingen wir die schier endlose Shopping Straße des Tempels (Unzählige Andenken und Ramschläden) entlang. Abends verschlimmerte sich dann der Regen und da Aiko meinte, das Morgen früh eventuell keine Züge fahren, sollte der Taifun wirklich kommen blieben wir lieber in Asagaya.
Also gingen wir wieder alle zusammen zum Karaoke. Das war wieder ein Riesenspaß. Dieses mal waren noch einige leute mehr aus dem Guest House dabei. Z.B. der Engländer Chris, der Holländer Emile, Aiko, Sarah, Michael, Ich und Christoph. Letzterer ließ sich gegen Ende auch dazu herab mitzusingen (nach 2 Stunden "All you can drink") Hehe. Insgesamt haben wir bisher 3 deutsche Titel in den japanischen Karaokelisten entdeckt: 99 Luftballongs, Moskau und Dschingis Khan.
Sonntag hatte ich dann ein Date :> Das war nice, wir waren in einer Bar im 45. Stock des Tokyo Metropolitan Government Office in der es Live-Piano Musik und (fast) unschlagbare Aussicht gab. Die Bar selbst war im Römisch Antikem Stil gehalten. In dem Zusammenhang fällt mir wieder die tolle Kölner Regierung ein, die sich von der UNESCO erpressen lies und so der Bau von einigen Hochhäusern auf der Deutzer Rheinseite verhindert wurde. Das wär ja schon schade, wenn es so etwas auch mal in Köln gäbe. Christoph ließ sich von 2 Japanerinnen zum Trinken einladen und spielte damit sozusagen Host (Vielleicht erzählt er ja noch was darüber). (Anm.: Christoph: Ja, vielleicht tue ich das ;) Eigentlich hatte ich ja beschlossen am Sonntag zuhause zu bleiben, 5 Tage in Folge trinken gehen war dann doch ein bisschen zuviel. Und vor allem auch teuer! Naja, trotzdem wollte ich mich bei der Japanerin vom Freitag mal melden, die 36 Jährige (die mal wieder gaaarnicht so aussah!!) und prompt wurde ich auch schon gefragt ob ich mich ihr und ihrer Freundin am abend nicht anschließen möchte. Zuerst habe ich zwar abgelehnt, aber nachdem sowohl sie als auch ihre Freundin mir mehrere Nachrichten schrieben hab ich mich dann doch dafür entschieden. Also, ab nach Kichijoyi - mein neuer Lieblingsstadtteil! - dort mit ihr Treffen, und dann wurde ich doch tatsächlich eingeladen und die beiden haben mir mehrere Drinks ausgegeben. Tja, das war doch echt nett ;)) (Anm. Alex: 5 Tage...tsts alter Suffkopf)
Da wir die letzten Tage so viel ausgegeben hatten, beschlossen wir Montag und Dienstag und Mittwoch zuhause zu bleiben. Ich ging nur 2x Mit Michael abends Gundam spielen. Dabei entdeckten wir einen Spieler mit einer Karte auf der über 4000 Abschüsse und über 250.000 Punkte vermerkt waren. Der musste bereits tausende Euros bzw. Hunderttausende Yen in das Spiel gesteckt haben. (Anm. Christoph: Tja, ganz zuhause geblieben sind wir eigentlich nicht, also ich nicht, zumindest nicht am Montag... als Emile mich nämlich fragte ob ich nicht mit nach Kichijoyi wolle habe ich mich im angeschlossen. Hatte die Gegend nämlich sofort angepriesen und Emile wollte das dann natürlich auch mal sehen. Leider sind Montags hier die meisten läden zu, aber ein paar nette kleine Stehkneipen auf der Straße haben wir dann doch gefunden. In Kichijoyi ist ein großer Park, mit einem See und soweit ich gehört habe sogar einem kleinen Zoo, dazu tümmeln sich dort sehr viele junge Leute, laufen durch die Straßen, sitzen einfach an der Straße, holen sich getränke aus den Convinent stores oder aus den unzähligen kleinen Stehbars. Dort haben wir auch wieder ein paar nette Japaner kennengelernt und uns bis der letzte Zug kam mal wieder blendend unterhalten. Dienstag und Mittwoch blieb ich aber dann auch fast gänzlich zuhause!)
Donnerstag verabschiedeten sich dann Michael und Sarah nach Kyoto; vergaßen jedoch die Adresse ihres Guest Houses mitzunehmen, weshalb sie um 10 Uhr morgens des nächsten Tages den armen Christoph aus dem Bett klingelten (Mein Handy war auf Lautlos hihi).
("Anm." Christoph: Das schöne daran ist die Tatsache das ich Donnerstag wieder mit Emile in Kichijoyi war, und es dabei ein kleinwenig später wurde... so 5-6 Uhr ungefähr. Ich mich also, nach rund 4 Stunden schlaf und reichlich alkoholkonsum daran machte dem Michael aus dem Internet die Adresse des Guesthouses rauszusuchen! ...Aber immer der reihe nach! Alex hatte am Abend wieder ein Date mit seiner Japanerin, das war kurzfristig ausgemacht, weil die Pfeife nämlich als er sich damals ihre Nummer geben lies ziemlich betrunken war, und sich in folge dessen einen falschen Namen ins Handy einspeicherte. Irgendwie ist es ihr bis dahin aber entgangen das er sie falsch angesprochen hat, jetzt hat sies aber bemerkt und das musste er natürlich versuchen auszubügeln (Anm. Alex: Hehe ja, die war recht sauer ^^)... Tja, Alex unterwegs, Michael und Sarah unterwegs, da wollte der gute Christoph natürlich nicht alleine dableiben, nicht nachdem er die letzten drei Tage auch soviel gearbeitet hatte... also... bin ich mal schön mit Emile nach Kichijoyi (Ich schreibe diesen Namen hier so oft, damit ich ihn mir endlich mal merke...oder heißt es Kichijoji oder vielleicht doch Kichijochi O_o) ...um 21 Uhr sind wir hin, und es war im vergleich zu Montag schonmal merklich mehr los. Erst haben wir uns einfach hingesetzt und etwas getrunken, nach einer weile setzte sich dann eine Japanerin mit einer Gitarre zu uns und begann dort zu singen. Sie erzählte uns das sie Gesangstunden nimmt, und immer den rest des Tages dann hier und im Park versucht ihre CDs zu verkaufen, einwenig aufzutretten, zu üben eben. So hatten wir also auch bald unsere eigene Livemusik! Etwas später ist sie dann leider gegangen, schien ja schon sehr müde zu sein nachdem sie den ganzen Tag am singen war!
Dann haben wir uns mal in "Nampa" probiert, der Ausdruck steht für eine hier in Japan übliche Art des Flirtens, man spricht einfach ein paar Mädels an und fragt sie ob sie mit einem irgendwo hingehen, Bar, Karaoke etc. (Anm. Alex: Laut Wikipedia ist es das Ziel des Ganzen ist es mindestens eine echte Telefonnr. oder Mailadresse zu kriegen ;) )Naja, das haben wir dann mal probiert, am Anfang hat es nicht so ganz funktioniert, der Trick dabei ist nämlich das man, sobald sie halbwegs interesse zeigen erst ein Stückchen mitläuft, wenn sie dann stehen bleibt, interesse, ansonsten eben nicht. Wir sind am Anfang stehen geblieben und haben gehofft das die Mädels das eben auch tun, war aber natürlich nicht so. Also bin ich dann mal ein Stückchen mitgelaufen, und es hat tatsächlich funktiniert. Hallo, sprecht ihr Englisch - nein - ach, ein bisschen bestimmt - ja, ein bisschen - das reicht doch - kennt ihr hier ne nette bar? - Ja - habt ihr Lust mit uns dahin zu gehen? - Wir haben leider kein Geld - Macht nichts, wir laden euch ein...
Tja und nach dieser wirklich kurzen Konveration gings dann auch gleich in ne Bar, eine Billiardbar etwas um die Ecke das war so um 23 Uhr, um 1 Uhr haben wir bemerkt das wir den ersten Zug verpasst haben, um 3 Uhr gings dann wieder aus der Bar raus, nach vielen Runden Billard. Saori und ich haben leider ständig verloren, leider hat der Alkohol in meinem Blut (Und wohl auch die komplette inkompetenz meinerseits ;)) dafür gesorgt das ich die Kugel entweder über den Tisch fliegen habe lassen, oder nichtmal richtig getroffen habe. Saori hatte ebenfalls kein Glück, aber das machte ja auch nichts, spassig war es trotzdem. Irgendwie ging das mit der Rechnung allerdings etwas nach hinten los, Emile und ich hatten beide so rund 40 Euro dabei, normalerweise ist das ja mehr als genug, nur scheinen die in der Bar pro halbe Stunde Billiard abzurechnen, und wir hatten garnicht bemerkt das es schon 4 Stunden waren, so endeten wir mit einer 80 Euro Rechnung und hatten gerade noch genug Geld übrig um am morgen das Bahnticket zu bezahlen!
Die beiden waren die ersten 20 Jährigen (bzw. unter 28 jährigen ;)) die wir kennengelernt haben, sie besuchen eine Nurseschool und mussten eigentlich um 7 Uhr früh dahin. Nachdem wir aber noch bis halb 5 an der Straße saßen sah es damit wohl düster aus ;) Tja, irgendwann trennten wir uns dann schweren Herzens... auf nach Hause, ab ins Bett, und 4 Stunden später der Anruf aus Kyoto! ;)) (Anm. Alex: Harhar)

2 Kommentare:
Ihr lasst aber auch nichts aus...
Gibt es für diesen Nampa-Blödsinn nicht ein oder zwei Straßen an denen nur solche Typen rumstehen? Oder habt ihr das einfach irgendwo abgezogen?
ja also mir sind bisher 2 kreuzungen aufgefallen, wo das besonders betrieben wird. shibuya und roppongi. allerdings sehen die typen die das machen immer gleich aus (eventuell sinds auch die selben ^^): braun gefärbte, voluminöse haare und anzug.
allerdings kann man nampa überall betreiben :) ich hab gehört die mädels im starbucks warten auch immer darauf angesprochen zu werden xD
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