Begonnen hat eigentlich wie immer alles ganz harmlos. Heute wollten wir Sarah abholen, Michaels Freundin die uns für drei Wochen mit ihrer Gegenwart beehrt! Tja, das nicht ins Bett gehen wollen der letzten Nacht machte das aufstehen zwar wieder zu einer großen Herausforderung, irgendwie haben wir es dann aber dennoch geschafft mehr oder weniger Pünktlich am Treffpunkt zu sein. Naja, leider aber am falschen. „Ueno Station“ war ausgemacht, nur während wir den Bahnhof der einen Bahnlinie im Sinn hatten kam Sarah mit dem Zug einer anderen Bahnlinie an, und da wir sie natürlich nicht darüber aufgeklärt hatten das sie den Bahnhof wechseln mussten wurde uns erst durch ein kurzes Telefonat bewusst das wir falsch waren.
Glücklicherweise war das ganze nur ein paar hundert Meter entfernt und so konnten wir den Fehler recht schnell beheben, fanden sie auch gleich und machten uns auf nach was zu essen zu suchen… denn „HUNGER!!!!“ war so ziemlich der einzige Gedanke der uns zu diesem Zeitpunkt noch durch den Kopf schoss. Nach langem suchen fanden wir auch ein recht günstiges Restaurant und füllten unseren Magen wieder etwas auf.
Anschließend ging es dann wieder ins Guesthouse zurück wo wir erst mal ein bisschen Arbeiteten, redeten und uns ausruhen ehe es gegen Abend dann noch mal nach Shinjuku ging. Diesmal nicht mit dem Gedanken dort trinken zu gehen, sondern direkt in eine der Spielhallen wo die großen 3D Gundam Spiele auf uns warteten die uns am Sonntag schon so faszinierten. (Anm. Alex: 3D Gundam Spiele!! Das ist der Wahnsinn. Man setzt sich in ein großes Cockpit rein, das ein abgeschlossener Bereich ist. Also wie eine Kugel. Drinnen gibt es dann einen 180° Monitor der den ganzen vorderen Bereich in alle Richtungen einnimmt und gewölbt ist. Dadurch bekommt man das Gefühl in einem Gundam zu sitzen schon ziemlich nahe. Der Roboter wird dann mithilfe 2er Joysticks gesteuert, also wie in der Originalserie, und dazu nimmt man noch 2 Pedalen zur Hilfe. Das ganze macht auch riesigen Spaß, und man kann sich neue Gundams freispielen, bessere Waffen etc. Die Runden werden dann draußen auf Monitoren übertragen, sodass auch Zuschauer sehen können, was man gerade macht) Dort haben wir etwas gespielt, ein paar Autorennen gefahren (unter anderem Mario Kart), Alex hat bei einem Spiel eine Figur von Luna Maria aus Gundam Seed Destiny gewonnen und uns wieder mit den Leuten dort unterhalten.
Unterwegs konnten wir es uns dann auch mal nicht entgehen lassen einen Döner zu probieren, der Döner laden dort reizte uns einfach zu sehr. Der Angestellte dort sprach uns gleich auf Englisch an woher wir kommen und als wir sagten aus Deutschland nickte er verstehend. Jeder Japaner den er bisher gefragt hatte woher er Dönner kenne habe Deutschland geantwortet und ihm war bekannt wie sehr die Deutschen dieses Gericht mögen ;) Er selbst stammte allerdings aus Usbekistan und finanziert sich mit der Arbeit in der Dönerbude nur sein Studium in Tokyo. Auch wenn der Döner etwas ungewohnt war, wenig salat, sehr viel fleisch (Rind und Hühnchen gemixt) und ein sehr dünnes brot schmeckte er doch trotzdem wirklich gut. So sättigend wie die die wir in Deutschland bekommen war er zwar nicht, aber beim nächsten mal werden wir uns wohl wieder einen holen (Anm. Alex: Ja war einfach ganz anders. Aber die Idee mit dem Rind ist genial, wieso gibt es das bei uns nicht?).
Ursprünglich wollten wir dann nach Hause gehen, stiegen in die Bahn, fuhren nach Asagaya unterhielten uns, doch als wir austiegen änderte sich die Planung irgendwie. Eine Japanerin sprach mich an ob ich aus Deutschland komme, sie habe unser Gespräch gehört und versucht zu verstehen, sie mag Deutschland sehr und ist auch recht oft dort. Denn sie ist in einer Band „Qypthone“ und tritt dort hin und wieder auf, auch das Label für das sie Arbeitet ist in Deutschland. Ihre Band war auch in dem Film "The Fast and the Furious Tokyo Drift" zu hören, mit dem Lied "Mission Banana Muffins".
Tja, irgendwie fand ich die Tatsache das sie mich einfach so ansprach wirklich nett und habe mich weiter mit ihr unterhalten und so kam es dann das sie uns fragte ob wir noch auf einen Drink mit in eine Bar kommen wollen. Natürlich willigten wir ein und folgten ihr in eine recht nette kleine Bar um die Ecke. Das war so gegen Elf Uhr. Dort stellte sie uns auch einige ihrer Freunde vor, einer davon, Eric aus Californien meinte auf die Frage was er hier tue er sei ein „voice actor.“
Natürlich musste ich mich da genauer erkundigen und es stellte sich heraus das er in diversten Spielen und Filmen usw. diverse Stimmen spricht. Unter anderem ist er die Stimme von Paul aus Tekken und derjenige der „ROUND ONE“ etc. in selbigem Spiel spricht. In allen Teilen, und tatsächlich kam mir seine Stimme ziemlich bekannt vor ;) (Anm. Alex: Ja echt nit schlecht, ne Sängerin und ein Voice Actor, mal schauen wen wir noch so Treffen :) hab auch mal nachgeschaut bei imdb.com http://imdb.com/name/nm1169116/ ; Eric hat auc noch in Soul Calibur und vielen anderen Spielen mitgewirkt.
Izumi, die Sängerin spendierte uns im laufe des Abends auch noch einen Sekt und ein Glas Tequilla und so wurde es mit zunehmender Stunde immer lustiger.
Und wir vereinbarten auch gleich ein erneutes Treffen, tauschten Nummern und E-Mail adressen aus und hoffen nun das auch alles klar gehen wird ;)
Irgendwann gegen drei verabschiedeten wir uns (theoretisch schließt die Bar um 2 Uhr ;)) und es ging auf nach Hause, ab ins Bett… Alex versuchte auf dem Weg dorthin im Kombini noch Hausschuhe zu kaufen, aber ob dieser Plan geglückt ist oder nicht konnte mein benebeltes Gehirn leider nicht mehr wahrnehmen (Anm. Alex: Ja ist er...ich hab die ganze Zeit versucht denen auf Japanisch zu erklären, das ich Schuhe fürs Haus will, bis irgendwer meinte: ah "Slippers" und mir so dinger gebracht hat auf denen "Slippers" steht...-_-). …Was es sich allerdings merken konnte war das: Tokyo ist so verrückt das man es einfach lieben muss! ;)

2 Kommentare:
Ja, das sieht man, dass es lustiger wurde. Besonder bei Alex. XD
hehe. naja, war bestenfalls angetrunken, ganz im gegensatz zu izumi, die hatte indeutig zuviel intus.
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