Dienstag, 12. Juni 2007

11.06.2007 - Der Computer und Fast Food - Christoph

Der kaputte Laptop hat uns netter weiße noch den ganzen Rest des Tages aufgehalten, haben versucht das Ding irgendwie wieder auf die Reihe zu bekommen, aber oh wunder, es hat nicht funktionert :) ist ja auch klar, wann soll denn das Ding sonst kaputt gehen wenn nicht irgendwo am anderen Ende der Welt... Aber naja, irgendwann haben wir es dann aufgegeben, die Sache auf sich beruhen lassen und uns mit unserem Schicksal abgefunden. Und nur meiner genialen Behrrschung ist es zu verdanken, das mein Laptop jetzt nicht mit Wucht an die Wand geflogen ist ;)

Später sind wir dann noch was essen gegangen, haben uns mal umgeschaut was es hier noch so gibt und, sind dann auch auf etwas ganz interessantes gestoßen! Ein japanisches Fastfood Restaurant! Ich konnte meinen Geldbeutel förmlich jubeln hören, 320 Yen (2 Euro) für einen wahnsinns Teller Curry, das war auch ohne wartezeit serviert und schmeckte richtig gut! Und nachdem es in Japan ja eh immer ein Glas Wasser dazu gibt musste ich noch nichtmal noch was für ein Getränk ausgeben! Juhu! Und sogar das essen bestellen dort war eine lustige erfahrung, denn statt direkt an die Theke zu gehen geht man an einen Automaten, drückt dort auf das Essen das man haben will (sind in kleinen bildchen abgebildet) und bekommt dann ein stückchen Papier. Das gibt man dann an die Theke und schon bekommt man auch gleich sein Essen. Einfach traumhaft!
Dummerweise hatten wir uns aber an die Ausgabetheke für das essen zum mitnehmen gestellt, woraufhin der angestellte fragte ob wir es mitnehmen oder vor Ort essen möchten. Diesen Satz hatten wir allerdings nicht verstanden - und wieder half uns eine nette Japanerin aus der Patsche!

Man sieht also, dank des kaputten Laptops und der damit einhergehenden Zeitverschwendung war unsere ganze Tagesplanung natürlich ziemlich durcheinander geraten und so haben wir letztendlich auch nicht sonderlich viel unternommen. Aber das holen wir natürlich nach... Wie die Geschichte also weiter geht, und wie ich es doch noch geschafft habe dieses Posting, trotz eines kaputten Laptops zu schreiben erfahrt ihr dann in unserem nächsten Beitrag ;)

Montag, 11. Juni 2007

Mehr Kurioses aus Japan

Fernsehen: Die Hälfte der Kanäle ist in Englisch und teilweise mit Untertiteln (Und das in einem Land, in dem kaum jemand zugibt Englisch zu sprechen) Es gibt einen Shogi (Japanisches Schach) Kanal auf dem rund um die Uhr Schachduelle übertragen, diskutiert und ausgewertet werden O_o neue Animes kommen meistens erst nach 0 Uhr, teilweise erst nach 2.
Es gibt noch mehr Werbung als in Deutschland...

Taschentücher und Klopapier: Einlagig?! Das kann man glatt durchniesen und ist für keine seiner gedachten Aufgaben wirklich geeignet.

Waschmaschinen: Die Dinger waschen nur in kalt...unglaublich.

Mülltrennung: Brennbarer Müll, nicht brennbarer Müll (mit anderen Worten: Müllverbrennung und Müllkippe). Receycling gibts anscheinend eher nicht ^^ Dafür wird trotzdem alles doppelt und dreifach verpackt.

Pfand: Gibts nicht...Kein Wunder bei der Mülltrennung ^^

10.6.2007 - Unwetter, Pachinko und Computer Crashs - Alexander

Der Tag fing gut an; um etwa 8-9 Uhr wurde ich und sicherlich jede andere Hausbewohner auch, durch einen über alle maßen lauten Knall geweckt. Dann folgte noch einer. Und noch einer, und so weiter. Das lauteste Gewitter, das ich bisher erlebt habe. Zweifellos hat der Blitz immer vor der Haustüre eingeschlagen, anders ist der Lärmpegel nicht zu erklären. Gegossen hat es auch noch wie gestern.




Irgendwann raffte ich mich dann auf um ein wenig zu arbeiten. Wir hatten am Vortag 2 Projekte geschickt bekommen, die wir in den nächsten 2 Wochen fertig stellen müssen.


Mein Arbeitsplatz:




Gegen Abend dann, wollte ich endlich mal die berühmten japanischen Pachinko Automaten austesten. An buchstäblich jeder Ecke gibt es eine Pachinko Spielhölle. In Japan ist jedes Glückspiel um Geld verboten, daher gewinnt man beim Pachinko kleine Kügelchen, die man wiederum gegen Sachpreise eintauschen kann, die man wiederrum wieder gegen Geld eintauschen kann (so hebelt man ein Gesetz aus). Die Kügelchen, mit denen man gleichzeitig am Automaten spielt sind aus Metall und recht klein. Mithilfe eines Drehrades kann man bestimmen, wie schnell die Kugeln in den Automaten geschossen werden sollen. Diese durchlaufen dann eine Art Labyrinth und wenn die Kugel in ein bestimmtes Loch gerät gewinnt man.


In den Pachinko Gebäuden ist es jedoch immer so laut wie in einer Disco. Im Hintergrund läuft schnelle Techno Musik und die Geräusche der Automaten sind penetrant laut. Sogar das Personal kann nur mit Ohrstöpseln und Mikrofon miteinander kommunizieren. Dennoch lassen sich die Japaner scheinbar nicht durch diese Atmosphäre abschrecken. Im Gegenteil, die Pachinko-Halle war gut gefüllt.



Ich setzte mich nichtsdestotrotz an einen Automaten und warf 1000 yen (ca. 6 euro) ein und bekam einen Haufen Kugeln. Ich drehte an dem Rad und die Kugeln begannen in dem Automaten zu verschwinden, durchliefen ihn und fielen Fast alle in das Nietenloch. Nach jedem Durchlauf hatte ich etwa 90% weniger Kugeln als zuvor. Irgendwie habe ich das Spiel nicht verstanden... So schnell war ich noch nie mein Geld los geworden. Ich schätze ich werde mich in Zukunft von den Dingern besser fernhalten :D


Nach diesem frustrierendem Erlebnis kehrten wir zum Yoshida House zurück.
Auf dem Weg gingen wir noch in Richtung hiesiger Supermarkt, wo wir wieder einige Kuriositäten fanden. Wie etwa das Restaurant "BLDY" BLDY?? was soll das denn sein?!




Im Supermarkt gab es "deutsches" Müsli, das ich noch nie zuvor gesehen habe und völlig überteuert war. Vermutlich extra für den japanischen Markt gemacht.


Wieder im Yoshida House angekommen, setzten wir uns wieder an die Computer. Kurze Zeit später kam dann Christoph zu mir und meinte sein Computer wäre kaputt gegangen. Einfach so kam ein Bluescreen und nach dem Reboot fuhr der Computer nicht mehr hoch. Nach dem Durchforsten unzähliger Internetseiten kamen wir zu dem Schluss, dass ein Aus- und wieder Einbauen des Rams eine Lösung sein könnte. In der Tat fuhr der Computer wieder hoch, jedoch nur um beim Laden des Windowsbildschirmes wieder neuzustarten. Nun arbeiten wir daran, das Betriebssystem wieder neu Aufzuspielen (Gut, dass ich meine Windows CD im Laufwerk vergessen hatte). Der Ausfall eines Computers ist quasi ein Supergau in bezug auf unsere Arbeit, denn an dem Community PC hier kann man nichtmal anständig surfen. 2 ghz aber 224 mb Ram und Windows XP, was für eine Kombination.

Sonntag, 10. Juni 2007

9.6.2007 - Brot und Regen - Christoph

Brrroooootttttt!!! Wir haben es gefunden! Richtiges Brot… oder naja… zumindest sowas ähnliches… Bisher wurde unsere suche nach Frühstücks und „Brotzeit“ ;) Zutaten von einem Fehlschlag nach dem anderen verfolgt. Als wir in einer Bäckerei nach Brot fragten zeigte man uns etwas, das wir mit unseren Deutschen Augen, wohl als Toast sehen würden, es ist abgepackt, hell, viereckig, in Scheiben geschnitten und weich. Wir dachten also das man uns missverstanden hatte und fragten erneut nach „Das ist doch Toast, wir suchen aber Brot.“ Das konnte die Verkäuferin nicht so ganz verstehen, denn Toast war doch etwas völlig anderes! Und um ihr Argument zu untermauern zeigte sie es uns dann auch… es war abgepackt, hell, viereckig, in Scheiben geschnitten und weich, der Aufdruck war rot und nicht blau. Klar… das wir den unterschied nicht sofort bemerkt hatten ;) In unseren Augen natürlich genau das Selbe. Aber fürs erste gaben wir uns natürlich damit zufrieden. Mit dem aufstrich war es ähnlich, Butter, war sehr sehr sehr weich und die Erdnussbutter die wir uns kauften war dann eher Erdnussmarmelade. Der Aufdruck „Natrual Taste“ wirkte angesichts des gewaltigen Zuckergehaltes (der hier übrigens per 12g angegeben ist ;)) wie blanker Hohn. Tja, und heute haben wir es endlich geschafft, an dem zweiten Bahnhof hier in der Gegend fanden wir einen Laden mit vielen vielen ausländischen Produkten. Darunter war dann auch richtige Erdnussbutter, richtiger Käse… und in der dazugehörigen Bäckerei auch Brot. Aber auch das war schon sehr sehr weich, und die Tatsache das hier im Haus kein einziges Brotmesser vorhanden war, sondern nur große gewaltige Fleischmesser, stellte uns schon wieder vor einige Schwierigkeiten. Doch letztendlich haben wir es geschafft, wir kamen zu unserem Brot, ein unglaubliches Erfolgserlebnis ;)

Auf dem Weg durch die Stadt fuhren ein Feuerwehr- sowie ein Krankenwagen an uns vorbei, beide im Einsatz, und auch das versetze uns in Staunen. Denn wer das halsbrecherische Tempo kennt mit dem derartige Fahrzeuge bei uns durch die Straßen fahren, und dann den reguläre „Wir nehmen auf niemanden Rücksicht“ Verkehr hier in Japan sieht, der würde eigentlich erwarten, das Rettungsfahrzeuge hier so schnell fahren das man sie gar nicht mehr sieht ;) Aaaber dem ist nicht so, ganz und gar nicht, und man fängt an zu hoffen, das man hier nie in einen Brand geraten wird ;)

Nach dem Kapital intensiven Vorabend viel uns die Entscheidung ob und was wir am Abend unternehmen sollten dann doch recht schwer, letztendlich wurde uns dieser Entschluss aber von „höherer Gewalt“ abgenommen. Denn es begann in Strömen zu Regnen. Das war dann wohl der Beginn der Regenzeit.

Da es heute keine Bilder gab, dachten wir uns wir laden einfach mal die beiden Shibuya Mini-Videos hoch, einmal aus der Starbucks Ansicht, und einmal live mittendrin ;) War zwar nicht zur Hauptverkehrszeit, ist aber trotzdem ganz lustig! Leider sind die Dateien ein wenig groß, kann also etwas dauern. Aber viel Spass damit!


Link: sevenload.com



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