Die ursprüngliche Tagesplanung für den Freitag war: nicht so lange schlafen, dann ein paar Sachen von einem Guesthouse ins andere transportieren und schließlich abends weg gehen, Shibuya oder Shinjuku, eins von beiden eben. Aber unsere beiden Harry Potter Tage haben uns da einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht und vermieden das wir diesem Plan folgen konnten. Tja, der Regen hatte zwar auch was damit zu tun, aber viel gravierender war die Tatsache das wir einfach nicht aus dem Bett kamen. Und selbst nach dem aufstehen wollte die Trägheit nicht so einfach weichen. Also, was solls, sind wir eben daheim geblieben. Dem Manager des Hauses, Sakano-San hat das auch ganz gut gepasst, denn ihm hat es Gelegenheit gegeben eine Mini-Abschiedsfeier zu veranstalten, ein paar Drinks geholt, sich zusammen hingesetzt und geredet. Zwei der Deutschen, sowie ein Franzose und eine Koreanerin die gerade erst angekommen sind haben sich noch zu uns gesellt und so wurde es ein lustiger Abend. Das war Michael dann auch Anlass genug seinen guten Itanlienischen Wein auszupacken und ihn gemeinsam zu trinken. Später sind die beiden Deutschen zusmamen mit Michael nocheinmal weg gegangen, nach Shinjuku und Shimbashi und haben wieder ein paar Bar-Empfehlungen mitgebracht. Das werden wir dann wohl demnächst mal austesten…
Montag, 2. Juli 2007
Freitag, 29. Juni 2007
27.06 - 28.06.2007 - Roppongi 3, oder: Wie kommt man durch Billigwein zur Harry Potter Premierenshow? - Alexander
Nach langem hin und her ließen wir uns irgendwann dann doch eine Bar empfehlen, wo angeblich etwas los sei. Da es aber keine Eintrittskosten gab und wir auch sonst nix bezahlen mussten wagten wir uns hinein. Am Eingang wurden wir von diversen Promotern zu einer Japanerin weitergeleitet, die uns dann mit dem Aufzug in den 5. Stock brachte. Aber natürlich war die Bar vollkommen leer. Wir bestellten uns einen Drink und zogen weiter. (Anm. Christoph: Ich komme nicht umhin anzumerken das ich das schon die ganze Zeit sagte "Nein, das ist bestimmt nix, lassen wir das lieber" aber weil die ganzen Promoter ja so nett und vertrauenerregend aussahen haben die anderen beiden sich drauf eingelassen. Bestimmt hat Alex insgeheim gehofft er landet doch in nem Strip Club!)
Der Ausgang erfolgte bezeichnenderweise über eine Feuerleiter.
Unten angekommen warteten jedoch einige Leute scheinbar auf etwas und so setzten wir uns dazu (wir hatten ohnehin nichts besseres zu tun, unsere erste Bahn fuhr um halb 6 oder so). Dann erfuhren wir, das hier an diesem Ort morgen die Harry Potter 5 Weltpremiere stattfinden würde. O_O. Und das sie für Karten der Side-Show zur Premiere anstanden.
26.06.2007 - Akihabara 4: Handy 2 und Maid Cafe! - Christoph
Also hab ich mich wieder auf gemacht und bin zum Soft Bank laden gefahren, hab dort das selbe Prodzedere mitgemacht das Alex zuvor machen musste, Reisepass kopieren, adresse von Guesthouse angeben usw. usf. und wurde schließlich gebeten in 1 1/2 Stunden wieder zu kommen. Um die Zeit schön tot zu schlagen entschloss ich mich also einwenig durch den Stadtteil zu laufen, mich umzusehen und dann wieder umzukehren. Irgendwann bin ich dann bei einer Straßenmusikerin gelandet, sie stand an einem Platz, hatte ihr Keyboard vor sich und hat gesungen, und das sogar bemerkenswert gut. Aus Köln kenne ich nur eine Art von Straßenmusikern, nämlich eben die die denken sie könnten Singen, es in Wirklichkeit aber ganz und garnicht können und deshalb einzig und allein auf der Straße auftretten. Eben dort wo ihnen die Menschen Geld zuwerfen um sie zum aufhören zu ermuntern. Aber sie konnte Singen... und die anderen 2 Sänger die sich dann ebenfalls auf dem Platz aufgestellt haben auch. Dumm war nur, das eben jeder der 3 seinen Gesang über einen kleinen Verstärker verbreitete und sie nur gut 5 Meter von einander entfernt standen, so wurde man irgendwann von allen Seiten beschallt. Letztendlich hab ich mir dann auch eine CD gekauft, und ne Unterschrift (mit Datum) bekommen, in weißer vorraussicht das diese irgendwann, in 10-20 Jahren sicherlich mal was wert sein wird ;) .... ...oder eben nicht...
Naja, weiter gings, wieder zum Soft Bank Shop und wie schon bei Alex, wurde ich nochmal vertröstet, nochmal warten, nochmal durch die Gegend laufen, sich irgendwann dann mit den beiden anderen Treffen, zusammen Zeit totschlagen und wieder zurück, Handy nehmen, Handy aktivieren, glücklich sein... das ganze Programm eben...
Gemeinsam ging es dann weiter, diesmal wollten wir unbedingt in eines dieser ominösen Maid Cafes die es hier in Akiharaba ja gibt und für die überall die netten Mädels Flyer verteilen. Für alle die davon nocht nichts gehört haben, das sind Cafes in denen junge Japanerinen Kostüme im Stil von Dienstmädchen tragen und man eben von denen überaus freundlich bedient wird. Alles ganz im "gottchen ist die aber niedlich"-Stil. Da wir die einzigen Ausländer waren, neben 3 Japanern haben wir auch dann die ganze Aufmerksamkeit der Maids bekommen, 3-4 standen ständig bei uns rum und haben uns ausgefragt und irgendwie war das alles doch richtig lustig. Für das gemeinsame Foto mussten wir dann allerdings Geld bezahlen, macht aber nix, einmal muss einfach sein. Tja, und dann hat der Laden auch schon geschlossen und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen sind wir dann wieder nach Hause. ...Was wir nicht alles auf uns nehmen um hier in diesem Blog nette Berichte schreiben zu können! ;)
Mittwoch, 27. Juni 2007
24.06.2007 - Arbeit, Arbeit, Arbeit - Christoph
Nichts! Richtig! Und da wir in den kommenden Tagen eh viel zu viele lustige kleine Dinge erlebt haben, und es viel zu viel zum lesen nun gibt halte ich den Beitrag lieber kurz ;) mit dem Kommentar "Es war ein anstrengender Tag"
Montag, 25. Juni 2007
23.06.2007 - Shibuya 7 - Durchmachen die 3. - Alexander
Normalerweise bekommt man immer kaltes Wasser oder Grünen Tee in einem Japanischen Restaurant, hier mussten wir uns dies jedoch selber nehmen. Dazu kam aus einem Kran heißes Wasser und in einer Box lagen Teebeutel. Mit denen wäre mir dann auch beinahe ein kleines Missgeschick passiert, als ich die Box mit Ingwer fälschlicherweise für den Mülleimer für die benutzten Teebeutel gehalten habe (Der Unterschied war natürlich kaum zu erkennen). Michael konnte mich aber gerade noch davon abhalten.
Nach dem leckeren Sushi-Mahl war es zeit uns in unsere fast schon Stammkneipe zu begeben. Dort war es jedoch sehr voll und wir mussten uns zunächst an die Ecke stellen. Natürlich bestellten wir uns wieder die großen Bierkrüge, aber leider hatte mich die Bedienung wohl nicht richtig verstanden, als ich 3 davon bestellte und sie mich daraufhin komisch anguckte. Zur Zeit der Bestellung war Michael auf Toilette und so brachte sie zunächst nur 2 Krüge. Nachdem wir mit den Krügen angestoßen hatten, wurden uns wieder von allen Seiten ungläubige Blicke zugeworfen. So lernten wir dann auch Anthony und Tomomi kennen, die neben uns standen und sich daraufhin mit uns an einen gerade freigewordenen Tisch begaben. Es stellte sich heraus, das Anthony aus der Schweiz kam, aber leider trotzdem kein Deutsch konnte, weil er von der Französischen Seite stammt. Mit den beiden haben wir uns dann ganz gut Unterhalten und Christoph bestach Mich und Py doch Durchzumachen, indem er uns Bier spendierte. Um 2 Uhr machte der Laden allerdings zu und Totomi und Anthony wollten noch in einen Club. Ich und Py hatten allerdings weniger lust darauf kamen aber trotzdem mit. Vor dem Eingang diskutierte ich noch eine Weile ob ich da jetzt wirklich reingehen möchte, lies mich dann aber letztlich doch überreden. 1500 Yen Eintritt sind für Tokyoter Verhältnisse sogar noch relativ günstig und es gab auch ein Freigetränk. Der Club war recht klein und auch nicht mehr sonderlich voll, zudem war die Musik gerade noch so, das man sich unterhalten konnte. Das gefiel mir schonmal und so setzte ich mich an die Bar und unterhielt mich erstmal mit 2 netten Japanerinnen. Allerdings stellte sich heraus das sie schon Ende 20 sind. Das Alter von Japanern ist allgemein so schwer einzuschätzen. Übrigens, alle Japanerinnen die ich gefragt habe, wie alt sie Mich einschätzen würden haben mich auf 25 geschätzt. So alt also schon :/. Also nächstes mal sag ich einfach ich bin 25 ^^. Irgendwann verschwanden dann Tomomi und Anthony (wo die wohl hingegangen sind...). So um 4 machten wir uns dann auch mal auf den Weg, allerdings wollten Christoph und Michael mit ein paar anderen Leuten noch frühstücken gehen, und ich wollte nach hause. Also verabschiedete ich mich und ging in Richtung Bahnhof. Auf der Shibuya Kreuzung waren dann noch 4 Japanerinnen, die in mich anstarrten und über mich zu Reden schienen. Also habe ich sie gleich mal darauf angesprochen und mich noch mit ihnen unterhalten, während ich auf die erste Bahn wartete. Eri, eine von ihnen, musste in die Gleiche Richtung fahren und fragte ob es OK sei, wenn sie mit mir Englisch sprechen könnte. Schließlich hat sie mich dann noch in das japanische Gegenstück zu Studivz, Mixi.jp, eingeladen und dann machte ich mich auf den Nachhauseweg. Vieleicht erzählt Christoph ja noch ,was ihm während des Frühstücks so alles passiert ist :)
(Anm Christoph: Na, viel ist da nicht passiert, wir, also Michael und ich sind zusammen mit einem Norweger in ein kleines billig Restaurant gegangen, haben schön billig was gegessen und sind dann weiter. An der Shibuya Kreuzung trafen wir dann noch einen betrunkenen Briten, der mit seinen Erzählungen (das gequassel eines betrunkenen...) eine Gruppe Japanischer Jugendlicher unterhalten hat. Die haben sich kaputt gelacht, und wir dann auch. Irgendwann sind wir dann auch Heim...)
22.06.2007 - Regen, Arbeit und Hostessen - Christoph
An diesem Tag wollte uns die Regenzeit mal beweisen das es sie tatsächlich gibt, das sie nicht nur ein hirngespinst der Japaner ist, eine einfache Gruselgeschichte die dazu dient Urlauber fernzuhalten, nein, die Regenzeit ist tatsächlich vorhanden. Und so war der Himmel den ganzen Tag über stark bewölkt und es regnete immer wieder, mal leicht, mal wieder etwas heftiger so das es uns letztendlich nicht sonderlich schwer viel im Guesthouse zu bleiben. Arbeit gabs ja genug und langweilig wird es hier ja auch nie. Zur Zeit sind glaube ich rund 15 Leute hier, allein 8 davon sind Deutsch, und die meisten aus unterschiedlichen Gründen in diesem Land. Da Alex ja sein Lager im Aufenthaltsraum aufgeschlagen hat, ein Raum an den auch Küche und Bad angegliedert sind haben wir fast immer irgendwie Gesellschaft. Hin und wieder kommt ein Bewohner, redet mit uns, schaut fern, setzt sich an den Computer oder, im Falle der Katzenfrau von nebenan – kocht für die Katzen. Gerade die Unterhaltungen sind immer wieder sehr interessant, vor allem da einige der Bewohner hier ja schon eine ganze Zeit in diesem Haus wohnen, sich in Japan aufhalten und teilweise ähnliche, teilweise ganz andere Erfahrungen gemacht haben als wir. Und, nicht alle fühlen sich hier in Japan wirklich wohl, während ein paar hier unbedingt bleiben wollen steht für andere fest „Ich will weg von hier.“ Überall scheint diese Mischung aus Begeisterung und dem großen dicken Fragezeichen das über den Köpfen schwebt wenn man so manch eine Eigenheit dieses Volkes betrachtet.
Eine der Bewohnerinen, sie ist Brasilianerin, will wieder weg von hier, ihre Großeltern sind Japaner, stammen aus einer Zeit in der sich viele Japaner in Brasilien niederließen und so hat sie auch das Asiatische äußere geerbt. Das stellt sie vor manch ein Hindernis, man erwartet von ihr das sie fließend Japanisch spricht. Auch die Zurückhaltung der Japaner ist für sie als Brasilianerin oft frustrierend, während es in ihrem Heimatland üblich ist einfach Leute in der Bahn anzusprechen herrscht hier absolutes Schweigen. Kaum Unterhaltungen, selbst wenn man mit seinen Freunden unterwegs ist versinkt man oft ganz automatisch in dieses all umfassende Schweigen. Dazu lieferte sie auch einen treffenden Kommentar „Wenn dich in Brasilien jemand einfach Anspricht, dann ist das normal. Wenn das jemand in Japan tut, dann ist er irgendwie verrückt.“
Mit ihr und ein paar anderen Bewohnern des Hauses führten wir auch ein Gespräch über „Hostessen“, ein Thema das uns zwei Abende lang verfolgte. Eine Japanische Eigenheit die uns einfach völlig abwegig erscheint. Hostessen bzw. männlich Hosts sind Personen die für ihre Gesellschaft (und eigentlich nur für ihre Gesellschaft) also ein angenehmes Gespräch und dergleichen, eben einen lustigen Abend bezahlt werden. Gute Hostessen verdienen mitunter mal locker 900.000 Yen im Monat, das sind rund 5500-6000 Euro, dafür das man redet und dabei kostenlos trinkt ist das eigentlich ein ganz guter Verdienst. Gut, 30.000 – 100.000 davon gehen an die Yakuza, aber das ist wohl auch noch zu verkraften. Am ersten Abend waren wir angesichts dieses Brauches noch völlig ratlos, man stelle sich doch einmal eine Situation vor in der man, mit Freunden am Tisch sitzt und dann erzählt „Ich habe gestern eine Frau dafür bezahlt das sie mit mir redet!“ Das klingt schon ziemlich abwegig. Am Zweiten Abend erfuhren wir allerdings von jemanden der sich schon genauer über dieses Geschäft informiert hat warum das so läuft, die Japaner arbeiten einfach soviel das sie gar keine Zeit mehr dazu finden sich jemanden für eine nette Gesellschaft zu suchen. Also beschleunigt man die Sache in dem man einfach dafür zahlt! …Vielleicht sollten wir uns wohl auch mal eine Stelle als Host suchen… Klingt sehr ertragreich… :)
Donnerstag, 21. Juni 2007
20.06.2007 - Shibuya 6, Getting drunk in Tokyo, "You can talk to the Girl, its Okay!" - Christoph
Was sich auch als richtige Entscheidung erwies, denn es wurde mit zunehmender Stunde immer lustiger, wir lernten ein paar neue Leute kennen und erlebten auch allerhand erinnernswerter Kleinigkeiten. So hatten Alex und Michael irgendwann beschlossen, sich als typisch Deutsch zu präsentieren und je einen Bier-Pitcher bestellt (1,5 l Inhalt) den sie dann vor sich stellten und tranken. Tatsächlich lockte das im Laufe des Abends erst einen älteren, dann einen jüngeren Japaner an, wobei ersterer, der ziemlich gut deutsch sprach, sich zu uns gesellte weil er die Krüge sah und dabei an Deutschland dachte. Wie man die Tatsache sehen soll, dass wir in einem Land in dem Ausländer normalerweise erst als Amerikaner gesehen werden, anhand der Größe des Bierkruges als Deutscher erkannt wird ist natürlich fraglich, aber auf alle Fälle lustig. Und so war auch das Gespräch das wir mit ihm führten, irgendwann versabschiedete er sich und ein anderer gesellte sich zu uns. Wir trafen eine Japanerin mit dem denkenswerten T-Shirt aufdruck "I Shop, therefore I am" und einen Engländer, ein dem aussehen nach typischer Computer Typ der sein T-Shirt mit den Worten "No, I can not fix your PC!" bedruckt hatte. Nach einem kurzen Gespräch über den Sinn des Satzes und einem kleinen Gespräch über Computer antwortete er allerdings auf die Frage ob er irgendwas mit IT macht mit einem lachen und einem "no, i am an english teacher!" und verschwand.
Die Wirkung die Europäer anscheind auf Japanerinnen haben bestätigte sich auch anhand zahlreicher zugeworfener lächeln, und bevor Alex mich hier, wie bereits von ihm angedroht, mit einer fiesen Anmerkung versieht merke ich meine Erlebnis zum Thema Frauen hier gleich mal selber an. An der kleinen Bar gegenüber von uns Stand eine Ausländerin mit einem Typen, sie sind zusammen angekommen und haben sich die meiste Zeit des Abends unterhalten. Trotzdem wurden meine Blicke in ihre Richtung immer wieder mit einem lächeln beantwortet, und als der Typ kurz zum Telefonieren verschwand wurde dieses lächeln sogar noch eindringlicher. Und nach einer Weile tippte mich dann ihr Begleiter, der eigentlich die ganze Zeit während der unterhaltung der beiden mit dem RÜcken zu mir gestanden hatte, von hinten an und meinte "You can talk to the Girl! Its ok! Just go there!" und verschwand wieder.... Natürlich habe ich mal wieder zu lange gezögert, bald gesellte sich einer ihrer Bekannten zu ihr, und irgendwann verschwand sie dann auch wieder, beim rausgehen merkte ihr Begleiter allerdings im Vorbeigehen an das sie öfter herkommen. Und die Moral von der Geschicht, Lieber Christoph zöger nicht! *G* (Anm Alex: Ja, das hab ich auch gestern schon gesagt, aber neeein der Herr Günther hat ja auf eine schriftliche Einladung gewartet)
Gegen Zwei Uhr haben wir dann beschlossen noch in die Oil Bar zu gehen, jene kleine Bar in der wir ja schon zuvor waren und fleißig Origami Mülleimer falteten. Natürlich erkannte man uns da wieder und wieder wurde es eine lustige Nacht dort. Einen Teil des Abends verbrachten wir damit mit der Besitzerin der Bar zu diskutieren das ihr Alter unmöglich 47 sein kann, das dies einfach nicht geht und sie viel jünger aussieht. Also Leute, wenn ihr das hier lest, Scrollt runter zu dem Beitrag in dem die Fotos sind mit der Bar und sagt mir ob ihr das glauben würdet! Meine Beiden gesprächspartner waren diesmal auch wieder sehr lustig, ein japanisches Pärchen, 26 und 27, er konnte Englisch und ein kleines bisschen Deutsch und sie sprach nur sehr zurückhaltend Englisch, so entwickelte sich ein ziemlich witziges Gespräch das durch die Sprachhindernisse und Sprachkentnisse noch lustiger wurde.
Gegen fünf Uhr früh sind wir dann aufgebrochen, haben aber noch eine Stunde mit Gesprächen in Shibuya verpracht, da war einerseits noch das Pärchen das mit uns in Richtung Bahnhof lief, andereseits noch eine halb Japanerin halb Chinesin die, ebenfalls nach einer langen Nacht noch mit ihren Freunden rumstand und uns Ansprach, wir haben E-Mail Adressen und Telefonnummer getauscht und irgendwann haben wir uns dann wirklich aufgemacht. (Anm Alex: Unglaublich, gerade in dem Moment als ich ihre Nummer einspeichern wollte, war mein Handyakku leer! Dabei waren am Vortag noch 4 von 5 Strichen angezeigt -_-)
Um 7 Uhr früh waren wir dann wieder im Yoshida House, und nur wenige Minuten darauf im Tiefschlaf...
Mittwoch, 20. Juni 2007
18.06.2007 - Opera City, Tokyoter Rathaus - Alexander
Da war der Kartenpreis von 20 Euro keine Überraschung mehr. Wir saßen dann 2 Stockwerke über dem Orchester in einer der Seitlichen Sitzreihen.
Nach dem Konzert gab es so viel Applaus, dass der Dirigent noch 2 Zugaben drauflegte (Ungarische Tänze und noch irgend eins was ich nicht kannte). Sowas hab ich in der Kölner Philharmonie noch nie gesehen, ganz gleich wieviel Applaus es gab.
Dort wurden wir jedoch von einer Horde von Angestellten zum Aufzug geführt. Die Auswahlmöglichkeiten im Aufzug waren auch grandios: 1. Stock, 2. Stock, 45. Stock :) Wir entschieden uns dann für den 45. Oben bot sich ähnlich beeindruckendels Bild wie schon in der New York Bar
(jedoch kein Wunder, denn das Park Hyatt Hotel ist unmittelbar gegenüber). Stadt soweit das Auge reicht, und noch darüber hinaus.
Positiv fiel auch die Live-Musik eines Klavierspielers auf, der für eine Bar spielte, die in diesem Stockwerk lag. Diese kostet nur 500 Yen Eintritt und die Aussicht ist ähnlich gut :)
Der Rückweg verlief dann relativ unspektakulär, außer das wir nochmal in das japanische Fast-Food Restaurant gingen. Suppe, Wasser, Curry mit Reis für 2 Euro. Wer mir das in Deutschland zeigt kriegt nen Euro von mir.
Montag, 18. Juni 2007
17.06.2007 - Meiji 2, Akiharaba 3, Ginza 3: Das Treffen mit Julia - Christoph
Der See war auch ganz schön, in ihm schwammen gleich mehrere kleine Schildkröten die ohne Scheu auf den Besuchersteg zupaddelten und ihre Köpfe weit nach oben streckten um die vielen Leute dort zu betrachten. Wahrscheinlich erhofften sie sich allerdings hauptsächlich was zu essen, von mir wurden sie allerdings nur fotographiert.
Im Anschluss daran ging es dann nach Akiharaba zu dem netten Sushi Restaurant das wir die Woche zuvor dort gefunden hatten, und aßen dort ein kleinwenig. Einer der Angestellten erkannte uns dort dann auch gleich wieder, er konnte recht gut Englisch und sogar einwenig Deutsch "Dankeschön" und solche Kleinigkeiten eben, was er uns auch immer wieder stolz präsentierte. Das Sushi dort ist wirklich lecker und die Preise ja auch ganz ok, wahrscheinlich wird es uns dort also noch öfter hin verschlagen.
Nach dem Essen führte Julia uns noch nach Ginza, sie war ja schon öfter in Tokyo und machte uns darauf aufmerksam das Sonntags dort die ganze Straße für Autos gesperrt sei und nur für Fußgänger offen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind dann auch gleich dorthin gefahren und wie erwartet war es wirklich ein netter Anblick, eine rießige breite Straße, voll mit Fußgängern und ohne Autos. Nach einem kurzen Abstecher in ein Elektronik Kaufhaus ging es dann wieder nach Hause wo wir den Tag dann auch ausklingen ließen.
Samstag, 16. Juni 2007
14.06.2007 - Shibuya 5 - Alexander
Donnerstag, 14. Juni 2007
13.06.2007 - Akiharaba 2, Handy und die Telefonzelle - Christoph
Hunger, Hunger, Hunger war dann auch unser nächster Gedanken, diesmal gings Soba essen, wieder gab es einen Automaten zum bestellen. Der Laden wirkte zwar etwas heruntergekommen, geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut! Wieder zurück hatten wir noch etwas Zeit, die wir dann in dem Kaufhaus verbrachten in dem sich auch die Soft Bank Filiale befindet. Ein Elektronikkaufhaus... mit nur.... ...9 Stockwerken ... Neun... Elektronik...
Wollte dann erstmal zu den Spielekonsolen, mal sehen wieviel hier eigentlich so eine Playstation 3 kostet... Zwischen 260 und 380 Euro war das Ergebniss.
Im selben Stock fanden wir dann auch noch Figuren aus allen möglichen halbwegs bekannten Serien und Filmen die es so gibt, von einer kleinen Ecke mit ein paar Gozilla Figuren, zu einer Schrankseite voller Powerranger, Dragonball etc. Figuren und unmengen an Figuren, in allen größen und Preisklassen zu den Gundam Anime Serien. Unmengen. Dann natürlich noch Figuren einzelner Charaktere.
Schließlich, nachdem wir noch einmal vertröstet wurden, haben wir das Handy nach 2,5h (Die Zeit umzubekommen viel uns nicht schwer!!) bekommen und ganz wie es sich hier in Tokyo gehört hat Alex auch gleich in der U-Bahn damit begonnen damit zu rumzuspielen. Man könnte also sagen er hat sich dieser Kultureigenheit bereitwillig angepasst ;)
(Anm 3. Leider hat das Handy keine Software für Strichcode lesen eingebaut, dabei haben das wohl die Meisten hier :( Hätte vielleicht noch was rumsuchen sollen. Naja jedenfalls hat das Ding mich 30€ gekostet. Sieht ziemlich geil aus das Teil.)
Dienstag, 12. Juni 2007
11.06.2007 - Der Computer und Fast Food - Christoph
Später sind wir dann noch was essen gegangen, haben uns mal umgeschaut was es hier noch so gibt und, sind dann auch auf etwas ganz interessantes gestoßen! Ein japanisches Fastfood Restaurant! Ich konnte meinen Geldbeutel förmlich jubeln hören, 320 Yen (2 Euro) für einen wahnsinns Teller Curry, das war auch ohne wartezeit serviert und schmeckte richtig gut! Und nachdem es in Japan ja eh immer ein Glas Wasser dazu gibt musste ich noch nichtmal noch was für ein Getränk ausgeben! Juhu! Und sogar das essen bestellen dort war eine lustige erfahrung, denn statt direkt an die Theke zu gehen geht man an einen Automaten, drückt dort auf das Essen das man haben will (sind in kleinen bildchen abgebildet) und bekommt dann ein stückchen Papier. Das gibt man dann an die Theke und schon bekommt man auch gleich sein Essen. Einfach traumhaft!
Dummerweise hatten wir uns aber an die Ausgabetheke für das essen zum mitnehmen gestellt, woraufhin der angestellte fragte ob wir es mitnehmen oder vor Ort essen möchten. Diesen Satz hatten wir allerdings nicht verstanden - und wieder half uns eine nette Japanerin aus der Patsche!
Man sieht also, dank des kaputten Laptops und der damit einhergehenden Zeitverschwendung war unsere ganze Tagesplanung natürlich ziemlich durcheinander geraten und so haben wir letztendlich auch nicht sonderlich viel unternommen. Aber das holen wir natürlich nach... Wie die Geschichte also weiter geht, und wie ich es doch noch geschafft habe dieses Posting, trotz eines kaputten Laptops zu schreiben erfahrt ihr dann in unserem nächsten Beitrag ;)
Dienstag, 5. Juni 2007
2.6.2007 Japan – Tokyo - Christoph
Ich weiß dabei allerdings nicht was mich nun mehr irritieren soll, dass die Ticketautomaten in Tokyo schon relativ alt sind, oder das sie trotzdem wesentlich besser, übersichtlicher und einfacher zu bedienen sind als bei uns? Letztendlich kamen wir dann auch gut am Yoshida House (unserem Guesthouse) an. Das Gebäude ist direkt hinter einem Buddhistischen Tempel und, wie wir erfuhren, eines der ältesten in der Gegend… so sieht es zwar auch aus, aber das macht nichts ;) Alles typisch Japanisch, Matten am Boden, Schiebetüren usw. Jeder von uns hat ein kleines Zimmer und Küche und Bad sind im Gemeinschaftsbereich.
Wieder im Yoshida House angekommen gings dann auch gleich ins Bett. Um 22 Uhr, nach so einem Tag ist man eben doch ganz schön müde!
1.6-2.6. 2007 Die Anreise - Alexander
Nachdem wir durch die Kontrollen bei Terminal 1 gekommen waren, mussten wir zunächst auf den Bus warten. Dieser sollte uns zum Terminal 3 bringen, von dem aus alle Virgin Atlantics Flüge ausgingen. Endlich dort angekommen, es war inzwischen 12:10 und unser Flug ging um 13:00, mussten wir von einer äußerst unfreundlichen Virgin Atlantics Mitarbeiterin erfahren, dass es für uns keine Chance mehr gebe den Flug wahrzunehmen, da Einchecken nur bis maximal eine Stunde vor dem Flug möglich sei. Wir wurden an British Airways verwiesen, das diese aufgrund der Verspätung von nun an verantwortlich dafür seien uns eine Alternative zu besorgen.
Der Mitarbeiter bei British Airways zeigte sich hilfsbereit, äußerte jedoch zurecht Beschwerden über die Vorgehensweise bei Virgin Atlantics, die es nahezu unmöglich machen würde, die vorgegebenen Zeiten einzuhalten. In der Tat frage ich mich, ob wir es selbst ohne Verspätung der British Airways überhaupt noch geschafft hätten den Flug zu erwischen.
Während wir einige Male hin und hergeschickt wurden, hatten wir von der Virgin Atlantics Mitarbeiterin das Gefühl bekommen, als wären wir die Schuldigen bei der ganzen Sache, das wir ihr jetzt so viel Ärger bereiten müssen. Vielleicht hätten wir uns ja dafür entschuldigen sollen, das wir mit Virgin fliegen. Also in dem Sinne: Entschuldigung es kommt nicht wieder vor.
In dem Zusammenhang fällt mir wieder mein Besuch im Reisebüro ein, bei dem ich gefragt wurde, ob es denn in Ordnung sei, wenn ich mit Virgin Atlantics statt British Airways fliege. Es soll wohl einige Leute geben, die nur mit British Airways fliegen, nun schwant mir auch warum.
Ohne Aufstand erklärte sich der British Airways Mitarbeiter jedoch bereit unseren Flug auf einen BA Flug umzubuchen. Wieder standen wir unter Zeitdruck, denn der Flug sollte bereits in 75 min starten; wieder auf Terminal 1 und noch mal durch zwei Sicherheitskontrollen. Zudem entpuppte sich die VIP-Fast-Lane beim Check-in, extra nur für BA Flieger, eher als Slow-Lane. Jedoch schlossen bei BA die Gates erst 20 min vor Abflug und so schafften wir es doch in letzter Minute noch den Flug nach Tokyo zu erwischen. Dieser verlief allerdings sehr angenehm. Guter Service, das Essen schmeckte sogar und jeder Sitz hatte einen eigenen Bildschirm mit Radio, TV und Spielen. Interessant ist auch: Während des gesamten Fluges blieben wir in der Tageslichtzone, obwohl wir um 14:00 starteten, und die Ankunft in Tokyo 9:30 war.
