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Montag, 2. Juli 2007

29.06.2007 - Der letzte Tag im Yoshida House - Christoph

Die ursprüngliche Tagesplanung für den Freitag war: nicht so lange schlafen, dann ein paar Sachen von einem Guesthouse ins andere transportieren und schließlich abends weg gehen, Shibuya oder Shinjuku, eins von beiden eben. Aber unsere beiden Harry Potter Tage haben uns da einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht und vermieden das wir diesem Plan folgen konnten. Tja, der Regen hatte zwar auch was damit zu tun, aber viel gravierender war die Tatsache das wir einfach nicht aus dem Bett kamen. Und selbst nach dem aufstehen wollte die Trägheit nicht so einfach weichen. Also, was solls, sind wir eben daheim geblieben. Dem Manager des Hauses, Sakano-San hat das auch ganz gut gepasst, denn ihm hat es Gelegenheit gegeben eine Mini-Abschiedsfeier zu veranstalten, ein paar Drinks geholt, sich zusammen hingesetzt und geredet. Zwei der Deutschen, sowie ein Franzose und eine Koreanerin die gerade erst angekommen sind haben sich noch zu uns gesellt und so wurde es ein lustiger Abend. Das war Michael dann auch Anlass genug seinen guten Itanlienischen Wein auszupacken und ihn gemeinsam zu trinken. Später sind die beiden Deutschen zusmamen mit Michael nocheinmal weg gegangen, nach Shinjuku und Shimbashi und haben wieder ein paar Bar-Empfehlungen mitgebracht. Das werden wir dann wohl demnächst mal austesten…

Freitag, 29. Juni 2007

27.06 - 28.06.2007 - Roppongi 3, oder: Wie kommt man durch Billigwein zur Harry Potter Premierenshow? - Alexander

Mann, Mann das war ein Tag. Wobei eigentlich waren es eher 2, denn unsere "Reise" begann am 27. mit dem ursprünglichen Plan in Roppongi abends wegzugehen. (Anm. Christoph: "Reise" ist gut, total verrücktes Abenteuer trifft es aber irgendwie besser) Wir dachten, Roppongi hätte eine 2. Chance verdient, nachdem unser erster Besuch dort eher enttäuschend verlief und Roppongi eigentlich schon in dem Ruf steht, ein gutes Abendsweggehziel zu sein. Um etwa 22 Uhr kamen wir dann in Roppongi an, woraufhin wir auch gleich an der Roppongi-Kreuzung von irgendwelchen schwarzen Bar-Promotern angelabert wurden.

Auf dem Weg von der Kreuzung zur Citi-Bank (ca. 30 Meter) dann noch 4x. Und auf dem Weg die Straße runter dann noch unzählige Male. Man verliert richtig die Lust daran irgendwo stehen zu bleiben und zu schauen, ob es in dem nebenliegendem Gebäude eventuell ein paar nette Bars geben könnte, wenn von der Seite dauernd auf einen eingeredet wird. (Anm. Christoph: Irgendwann hab ich dann den bösen, genervten Deutschen gespielt und nur noch in entsprechendem Tonfall geantwortet, das hat dann irgendwie sogar funktioniert)

Nach langem hin und her ließen wir uns irgendwann dann doch eine Bar empfehlen, wo angeblich etwas los sei. Da es aber keine Eintrittskosten gab und wir auch sonst nix bezahlen mussten wagten wir uns hinein. Am Eingang wurden wir von diversen Promotern zu einer Japanerin weitergeleitet, die uns dann mit dem Aufzug in den 5. Stock brachte. Aber natürlich war die Bar vollkommen leer. Wir bestellten uns einen Drink und zogen weiter. (Anm. Christoph: Ich komme nicht umhin anzumerken das ich das schon die ganze Zeit sagte "Nein, das ist bestimmt nix, lassen wir das lieber" aber weil die ganzen Promoter ja so nett und vertrauenerregend aussahen haben die anderen beiden sich drauf eingelassen. Bestimmt hat Alex insgeheim gehofft er landet doch in nem Strip Club!)
Der Ausgang erfolgte bezeichnenderweise über eine Feuerleiter.


Der war fertig, muss ja sehr bequem gewesen sein:

Ziellos liefen wir eine Weile durch die Gegend und wurden weiterhin andauernd von den Promotern angesprochen sodass wir uns letztendlich in einer etwas abseits von dem ganzen Ärger gelegenen Amerikanischen Bar mit Dart und Billiard niederließen. Dort war es zwar auch relativ leer, aber man konnte Dart und Billiard spielen. Die Bar machte ausserdem einen deutlich besseren Eindruck, da auf Großbildschirmen lustige Werbespots liefen und der Wirt uns auch einen "Kamikaze" Shot spendierte. (Anm. Christoph: Und der Typ war auch angetrunken genug um richtig lustig zu sein ;)) Die Dart Automaten machten zunächst einen sehr guten Eindruck; man konnte von 1501 herunter werfen. Doch nach einer Weile fanden wir heraus das ein Zeitlimit das Spiel automatisch beendete. Gegen halb 4 dann machten wir uns wieder auf den Weg um den Abend mit etwas Billigem Wein aus dem Convenience Store beim Roppongi Hills Komplex ausklingen zu lassen. Als wir dort ankamen machten wir einige hervorragende Fotos vom Tokyo Tower und der Anlage, während wir durch die Labyrinthartigen Gänge nach unten liefen.


Unten angekommen warteten jedoch einige Leute scheinbar auf etwas und so setzten wir uns dazu (wir hatten ohnehin nichts besseres zu tun, unsere erste Bahn fuhr um halb 6 oder so). Dann erfuhren wir, das hier an diesem Ort morgen die Harry Potter 5 Weltpremiere stattfinden würde. O_O. Und das sie für Karten der Side-Show zur Premiere anstanden.




Gegen halb 10 fing dann auch das bunte Treiben um den Platz herum an und ein Wachmann verteilte Tickets an uns.




(Anm. Christoph: Aber die Zeit bis dahin verging auch im Flug, wir haben uns nett unterhalten und viele neue Leute kennengelernt, ein paar Nummern ausgetauscht usw. usf. Außerdem liefen überall diese Kostümierten Mädels rum, ganze Gruppen davon, verkleidet in allen wichtigen Rollen des Films, da haben wir natürlich gleich ein paar Fotos gemacht) Deren Nummern fingen allerdings bei 285 an und 3 nette Damen besaßen scheinbar zuviele Tickets, weshalb sie uns ihre überschüssigen Tickets mit den Nummern 14,15 und 16 anboten. (Anm. Christoph: 15, 16, 17 ...jaja Alex, der Wein ;)) Da konnten wir schlecht nein sagen und weil die Veranstaltung erst um 4 Uhr begann, begaben wir uns auf den Heimweg um im neuen Gasthaus einzuchecken. Denn dort war heute die Miete fällig. Als wir dort irgendwann Mittags ankamen waren wir todmüde (kein Wunder, wir hatten ewig nicht mehr geschlafen) und hatten noch 1 1/2 std. Zeit, bis wir uns wieder aufmachen mussten. Da ich keinerlei Klamotten dabei hatte legte ich mich einfach auf das Bett und leerte ein paar Dinge in meiner Tasche aus. Unter anderem auch das Ticket für die Show, was ich aber nicht bemerkte. Ich schlief absolut miserabel, wachte dauernd auf und letztlich kam mir die 90 Minütige Pause wie eine ganze Nacht vor. Komischerweise war ich auch ebenso wach, wie nach einer ganzen Nacht schlechten Schlafs, trotz das es nur 90 Minuten waren. (Anm. Christoph: Ich hatte in der Zeit eine ganze Odysse zurück gelegt, denn nachdem ein anderer Bewohner des Guesthouses am Vortag seine Kreditkarten verloren hatte dachte ich ich lasse die meinen heute auch besser zuhause. Tja, das hieß dann ich musste sie holen, erst nach Oizumi, dort Kreditkarte und Geld holen, dann zum anderen Guesthouse. Dabei hab ich dann auch eine andere Linie ausprobiert und wusste die genaue Station nicht, und der gute Alex hatte sein Handy auch nicht aufgeladen. War eine verdammt chaotische Tour, habs aber dann doch geschafft. War dort, war wach und hatte nicht geschlafen. Musste warten bis Alex aufgestanden ist, bis die beiden ausgetrödelt hatten und so ist der Anfang des nächsten Satzes wieder mal, nur auf Alex zurück zu führen ;) ) Leider mussten wir uns ziemlich beeilen um noch pünktlich zu erscheinen und dort angekommen musste ich feststellen, dass ich mein Ticket im Gasthaus liegen gelassen hatte -___- (<-- so sah ungefähr mein Gesicht aus) . Ohne das kam ich aber natürlich nicht herein. Glücklicherweise hatte Christoph noch sein Ticket mit der Nr. 286, mit dem ich mich dann ganz hinten anstellen konnte. Neidvoll blickte ich während meiner über einstündigen Wartezeit in der ewig langen Schlange auf meine Freunde, die es sich in der ersten Reihe neben dem Roten Teppich gemütlich machten.


(Anm. Christoph: Für uns war das natürlich ziemlich lustig, wir hatten also 16 und 17 und als wir ankamen hatten sich schon gut 300 Leute aufgereiht, das hieß dann also sich von den Veranstaltern bis nach vorne durchlotsen zu lassen, das ticket sichtbar hinzuhalten und von jedem dort einen neidvollen Blick zu bekommen ;)) Als ich schließlich dort ankam konnte ich mich jedoch irgendwie durchkämpfen und Christoph tauschte sogar mit mir den Platz (scheinbar hat er nichts für Harry Potter übrig O_o ). (Anm. Christoph: Stimmt garnicht, es gibt nur Leute die mehr für ihn übrig haben. So war ich ursprünglich direkt in der ersten Reihe, habe dann aber eine 8 Jährige vorgelassen (Die Freut sich da sicherlich mehr) und nachdem der gute Alex kam hab ich ihn dann hingelassen, schließlich, haben wir es in diesem Fall nur seinem nächtlichen Gequassel mit den drei Frauen zu verdanken gehabt das wir die Tickets bekamen ;) Und ich wollte mich auch einfach lieber Unterhalten) Michael stand auch in der ersten Reihe, ebenso ein kleines Mädchen mit ihrem Vater, wobei beide in Kostümen gekleidet waren. Links von Michael wiederrum standen 2 Japanerinnen mit Schildern "You´re so Rock" und "Harry Potter I love No. 1". Soviel zu den schriftlichen Englischkenntnissen junger Japaner. Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, ob Daniel sich darüber gefreut hat, das er so ein Fels ist. Gegenüber von uns hatte sich auch ein Beeindruckendes Sammelsorium von Kameras und Fotographen aufgestellt, wobei sich einige zu uns gesellten und das kleine Mädchen in dem Harry Potter Kostüm sowie die beiden Japanerinnen mit den Schildern Fotographierten und interviewten. Mich und den Michael haben sie auch interviewt, warum wir Harry Potter mögen und ob wir extra wegen der Premiere nach Japan gekommen sind (Wir trauten uns nicht ihnen zu sagen, das das alles nur ein komischer Zufall ist :), aber wir haben so einen Unsinn geredet, das ich nicht glaube, das irgendwas davon tatsächlich gesendet wurde. Wie dem auch sei, die ersten Gäste waren 2 berühmte Japanische Schauspielerinnen, die ich allerdings nicht kannte (Falls irgendjemand eine der anderen gezeigten Damen kennt, auch bitte schreiben, damit wir wissen was so für Berühmtheiten da waren :).



Wenn sie jemand kennt bitte einen Kommentar schreiben ^^ Da bekamen wir jedoch schonmal einen Vorgeschmack, was uns in Bezug auf Kreischerei und Fotographie erwarten sollte. Denn Daniel "Harry Potter" Radcliffe's Ankunft kündigte sich bereits durch lautes Schreien aus den Hinteren Reihen an, sodass alle noch rechtzeitig ihre Kamera zücken konnten. Ich hatte währenddessen meinen Platz in der ersten Reihe mit einem weiteren kleineren Mädchen getauscht (Der hatte das ganze sicherlich viel mehr bedeutet als mir; oder wie Christoph schon meinte als er Fotos für kleinere Japanerinnen machte:"Jeden Monat eine gute Tat"). Fotos konnte ich allerdings trotzdem ganz gute machen, da ich einfach alle Japaner mit meiner Größe überragte. Dabei ließ "er" (Oder Daniel-sama, wie er von den Japaner(innen) liebevoll genannt wird) zunächst leichte Zweifel aufkommen, ob er denn tatsächlich den Rummel mitmachen, und Autogramme auf der anderen Seite des roten Teppichs geben würde, da er ausschließlich fernab der Fans interviews gab und nicht ein einziges Mal herüberkam.


Doch als er die Journalisten alle befriedigt hatte, kam er dann doch noch einmal ganz an den Anfang des Teppichs zurück und nahm sich Zeit alle ihm hingehaltenen Blätter/Fotos/Gegenstände zu unterschreiben. Das dauerte selbstverständlich ewig, trotzdem täuschte er keine Müdigkeit vor und wechselte teilweise sogar ein paar Worte mit den Fans. Z.B. mit dem kleinen Mädchen in dem Harry Potter Kostüm. Das andere kleine Mädchen, erhielt auch sein Autogramm und war zu Tränen gerührt. Jaja, jeden Monat eine gute Tat :). (Anm. Christoph: ALso, bis zu diesem Tag war mir der gute Daniel Radcliffe eigentlich ziemlich egal, eigentlich kannte ich noch nichtmal wirklich seinen Namen. Aber das fand ich schon wirklich klasse, er hat sich tatsächlich Mühe gegeben sich um seine Fans zu kümmern, geduldig Autogramme gegeben, wirklich beeindruckend - gerade das die beiden kleinen Japanerinen die wir vorgelassen haben und die in der Menge wirklich untergingen was bekommen haben hat mich wirklich gefreut. Die Mutter der einen ist fast vor freude in die Luft gegangen als wir ihr Platz schufen und als ich mich dann noch bereit erklärte für sie Fotos zu machen (bin ja ein bisschen größer) war sie in heller freude..., hab dann auch noch für ein paar andere immer wieder Handy Fotos machen müssen, und die haben sich darüber tierisch gefreut ... Daniel auf dem Handy ;)) Leider erhielten wir daher kein Autogramm, dabei fängt Harry's Karriere ja gerade erst an und so ein Autogramm in jungen Jahren wäre sicher mal wertvoll geworden :) Während Daniel aber fleißig Interviews gab, tauchten noch einige weitere Stars auf, wie z.b. die "Cold Case" Darstellerin, die ich auch nur erkannte weil der Host es anmerkte, oder eine berühmte Filmkritikerin. Nachdem alle verschwunden waren, bekamen wir noch einige Harry Potter 5 Trailer zu sehen, welche alle sehr vielversprechend waren (ich kann es kaum erwarten -_- hätte ich das mit der Premiere nur vorher gewusst, man konnte sich anscheinend für die Karten bewerben). Und wir glaubten die Show würde sich langsam dem Ende zuneigen, doch aufeinmal tauchte Rauch aus der Mitte der Bühne auf und Daniel Radcliffe kam mit dem Producer des Films per Aufzug durch den Boden der Bühne. Da war das Gekreische wieder groß. Und ein Meer von Handykameras und Blitzlichtern ergoss sich über den Platz. Beide hielten dann noch eine kurze Ansprache auf Japanisch (allerdings mit Zettelchen), welche die Fans ebenfalls in Ekstase versetzte (80% oder mehr weibliche Fans waren anwesend würde ich schätzen. Die Tatsache das Hermine Darstellerin Emma Watson nicht kommen würde, hatte sich wohl herumgesprochen :). Als sie dann auf englisch weiterredeten, kam ein Übersetzer zum Zuge und hier zeigte sich einmal wieder, wie es um die englisch Kentnisse der Japaner steht. Keine Reaktion, nachdem Daniel fertig war mit sprechen, aber sobald die Übersetzerin fertig war...Ihr wisst schon :). Mit einem Lumus Maxima (oder so) entzündete er dann auch ein furioses Lichtspektakel; etwa 20-30 Lichtscheinwerfer leuchteten eine riesige Säule in den Himmel und es wurde Rauch in die Luft geblasen. Dann verschwand Daniel wieder so schnell, wie er gekommen war (wieder mit jeder Menge Rauch und Feuer) und die Veranstaltung war zuende. Die ganzen Harry Potter Filmschilder durften dann mitgenommen werden. Wir hätten zwar auch eines ergattern können (sahen wirklich nett aus, Platten in etwa Postergröße), aber das hätte nicht in den Koffer gepasst :(.


Das war also unser Durchmachmarathon. Von der Kneipe durch Zufall zur Harry Potter Premiere. Nicht schlecht, nicht schlecht. Ich bin gespannt was noch so auf uns zukommt. (Anm. Christoph: Nach über 30 Stunden wach sein, wurde die Heimfahrt dann natürlich wieder wirklich anstrengend, kein Wunder das ich da regelrecht ins bett fiel ;))


Hier ist die komplette Fotogalerie des Tages der Premiere:


(Anm. Christoph: Wir haben auch noch eine Japanerin kennengelernt die mit ihrer Spiegelreflex Kamera in der ersten Reihe stand, sie will uns noch ein paar gute Fotos zusenden, also wenn jemand interesse daran hat mehr zu sehen kann er sich gerne bei uns melden (christoph.guenther@cbs-edu.de) und wir sagen dann bescheid wenn die neuen Fotos da sind ;) ...oder ihr guckt einfach täglich hier rein ;))

26.06.2007 - Akihabara 4: Handy 2 und Maid Cafe! - Christoph

Nach reichlichen Überlegungen hatte ich mich nun dazu entschlossen ebenfalls ein Mobil Telefon zu kaufen. Wenn wir unterwegs sind ist das ja dann doch ein bisschen besser, man findet sich wieder falls man sich verliert und vor allem kann ich dann auch selber Nummern einspeichern und muss das nicht immer Alex machen lassen ;) Deshalb ging es heute wieder nach Akihabara, da Alex erst viel später aufgestanden ist als ich und Michael sogar noch schlief hatte ich mich entschlossen alleine loszugehen, um 17 oder 18 Uhr wollten wir uns dann wieder treffen und den Rest des Abends gemeinsam was unternehmen.

Also hab ich mich wieder auf gemacht und bin zum Soft Bank laden gefahren, hab dort das selbe Prodzedere mitgemacht das Alex zuvor machen musste, Reisepass kopieren, adresse von Guesthouse angeben usw. usf. und wurde schließlich gebeten in 1 1/2 Stunden wieder zu kommen. Um die Zeit schön tot zu schlagen entschloss ich mich also einwenig durch den Stadtteil zu laufen, mich umzusehen und dann wieder umzukehren. Irgendwann bin ich dann bei einer Straßenmusikerin gelandet, sie stand an einem Platz, hatte ihr Keyboard vor sich und hat gesungen, und das sogar bemerkenswert gut. Aus Köln kenne ich nur eine Art von Straßenmusikern, nämlich eben die die denken sie könnten Singen, es in Wirklichkeit aber ganz und garnicht können und deshalb einzig und allein auf der Straße auftretten. Eben dort wo ihnen die Menschen Geld zuwerfen um sie zum aufhören zu ermuntern. Aber sie konnte Singen... und die anderen 2 Sänger die sich dann ebenfalls auf dem Platz aufgestellt haben auch. Dumm war nur, das eben jeder der 3 seinen Gesang über einen kleinen Verstärker verbreitete und sie nur gut 5 Meter von einander entfernt standen, so wurde man irgendwann von allen Seiten beschallt. Letztendlich hab ich mir dann auch eine CD gekauft, und ne Unterschrift (mit Datum) bekommen, in weißer vorraussicht das diese irgendwann, in 10-20 Jahren sicherlich mal was wert sein wird ;) .... ...oder eben nicht...

Naja, weiter gings, wieder zum Soft Bank Shop und wie schon bei Alex, wurde ich nochmal vertröstet, nochmal warten, nochmal durch die Gegend laufen, sich irgendwann dann mit den beiden anderen Treffen, zusammen Zeit totschlagen und wieder zurück, Handy nehmen, Handy aktivieren, glücklich sein... das ganze Programm eben...

Gemeinsam ging es dann weiter, diesmal wollten wir unbedingt in eines dieser ominösen Maid Cafes die es hier in Akiharaba ja gibt und für die überall die netten Mädels Flyer verteilen. Für alle die davon nocht nichts gehört haben, das sind Cafes in denen junge Japanerinen Kostüme im Stil von Dienstmädchen tragen und man eben von denen überaus freundlich bedient wird. Alles ganz im "gottchen ist die aber niedlich"-Stil. Da wir die einzigen Ausländer waren, neben 3 Japanern haben wir auch dann die ganze Aufmerksamkeit der Maids bekommen, 3-4 standen ständig bei uns rum und haben uns ausgefragt und irgendwie war das alles doch richtig lustig. Für das gemeinsame Foto mussten wir dann allerdings Geld bezahlen, macht aber nix, einmal muss einfach sein. Tja, und dann hat der Laden auch schon geschlossen und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen sind wir dann wieder nach Hause. ...Was wir nicht alles auf uns nehmen um hier in diesem Blog nette Berichte schreiben zu können! ;)

Mittwoch, 27. Juni 2007

24.06.2007 - Arbeit, Arbeit, Arbeit - Christoph

Tja, man könnte schon fast meinen der Sonntag wäre eigentlich garnicht weiter erwähnenswert, und im Grunde hat man mit dieser Aussage wohl auch recht. Denn nachdem die letzte Nacht etwas länger gewesen war schliefen wir erstmal bis in den Nachmittag hinein. Und dann gings auch schon wieder an die Arbeit, hatten schließlich noch ein Konzept fertig zu schreiben und haben das dann auch bis spät in die Nacht hinein getan. Also, was kann man da schon erzählen?

Nichts! Richtig! Und da wir in den kommenden Tagen eh viel zu viele lustige kleine Dinge erlebt haben, und es viel zu viel zum lesen nun gibt halte ich den Beitrag lieber kurz ;) mit dem Kommentar "Es war ein anstrengender Tag"

Montag, 25. Juni 2007

23.06.2007 - Shibuya 7 - Durchmachen die 3. - Alexander

Da Christoph schauen wollte, ob er seinen Fehler vom 20. wieder gutmachen kann, entschlossen wir am Abend mal wieder nach Shibuya zu fahren. In den Reiseführern steht immer, das Roppongi das Ausländer und Partyviertel wäre, aber wenn man es mit Shibuya vergleicht ist da eigentlich überhaupt nichts los. In Shibuya angekommen waren wir zunächst hungrig und suchten das nächstbeste Sushi-Restaurant auf. Dieses war dann leider sehr voll und wir mussten kurz warten, bis wir einen Platz zugewiesen bekamen. Trotz das es Sitzplätze und Bedienungen gab, war die Sushi bar noch günstiger als die in Akihabara; 120 Yen, etwa 72 Cent für 2 Nigiri Sushi (z.B. Lachs oder Thunfisch, für das man in Deutschland zahlt man für gewöhnlich das Doppelt bis Dreifache). Dort fand sich auch eines der Sushi-Fließbänder, von denen man immer mal wieder hört. Allerdings befand sich statt Sushi nur verschiedenfarbige leere Teller mit Kärtchen darauf, die dauernd im Kreis herumfuhren. Später fanden wir dann heraus, das man die Bestellungen an der Personal richten muss, und der Koch dann das Sushi auf das Band legt, damit es seinen Zielort erreichen kann. Die Farben der Teller markieren dabei einen bestimmten Preis, Holzfarben war 120 Yen, Weiß 240, Gelb 315 und Silber 525.
Normalerweise bekommt man immer kaltes Wasser oder Grünen Tee in einem Japanischen Restaurant, hier mussten wir uns dies jedoch selber nehmen. Dazu kam aus einem Kran heißes Wasser und in einer Box lagen Teebeutel. Mit denen wäre mir dann auch beinahe ein kleines Missgeschick passiert, als ich die Box mit Ingwer fälschlicherweise für den Mülleimer für die benutzten Teebeutel gehalten habe (Der Unterschied war natürlich kaum zu erkennen). Michael konnte mich aber gerade noch davon abhalten.
Nach dem leckeren Sushi-Mahl war es zeit uns in unsere fast schon Stammkneipe zu begeben. Dort war es jedoch sehr voll und wir mussten uns zunächst an die Ecke stellen. Natürlich bestellten wir uns wieder die großen Bierkrüge, aber leider hatte mich die Bedienung wohl nicht richtig verstanden, als ich 3 davon bestellte und sie mich daraufhin komisch anguckte. Zur Zeit der Bestellung war Michael auf Toilette und so brachte sie zunächst nur 2 Krüge. Nachdem wir mit den Krügen angestoßen hatten, wurden uns wieder von allen Seiten ungläubige Blicke zugeworfen. So lernten wir dann auch Anthony und Tomomi kennen, die neben uns standen und sich daraufhin mit uns an einen gerade freigewordenen Tisch begaben. Es stellte sich heraus, das Anthony aus der Schweiz kam, aber leider trotzdem kein Deutsch konnte, weil er von der Französischen Seite stammt. Mit den beiden haben wir uns dann ganz gut Unterhalten und Christoph bestach Mich und Py doch Durchzumachen, indem er uns Bier spendierte. Um 2 Uhr machte der Laden allerdings zu und Totomi und Anthony wollten noch in einen Club. Ich und Py hatten allerdings weniger lust darauf kamen aber trotzdem mit. Vor dem Eingang diskutierte ich noch eine Weile ob ich da jetzt wirklich reingehen möchte, lies mich dann aber letztlich doch überreden. 1500 Yen Eintritt sind für Tokyoter Verhältnisse sogar noch relativ günstig und es gab auch ein Freigetränk. Der Club war recht klein und auch nicht mehr sonderlich voll, zudem war die Musik gerade noch so, das man sich unterhalten konnte. Das gefiel mir schonmal und so setzte ich mich an die Bar und unterhielt mich erstmal mit 2 netten Japanerinnen. Allerdings stellte sich heraus das sie schon Ende 20 sind. Das Alter von Japanern ist allgemein so schwer einzuschätzen. Übrigens, alle Japanerinnen die ich gefragt habe, wie alt sie Mich einschätzen würden haben mich auf 25 geschätzt. So alt also schon :/. Also nächstes mal sag ich einfach ich bin 25 ^^. Irgendwann verschwanden dann Tomomi und Anthony (wo die wohl hingegangen sind...). So um 4 machten wir uns dann auch mal auf den Weg, allerdings wollten Christoph und Michael mit ein paar anderen Leuten noch frühstücken gehen, und ich wollte nach hause. Also verabschiedete ich mich und ging in Richtung Bahnhof. Auf der Shibuya Kreuzung waren dann noch 4 Japanerinnen, die in mich anstarrten und über mich zu Reden schienen. Also habe ich sie gleich mal darauf angesprochen und mich noch mit ihnen unterhalten, während ich auf die erste Bahn wartete. Eri, eine von ihnen, musste in die Gleiche Richtung fahren und fragte ob es OK sei, wenn sie mit mir Englisch sprechen könnte. Schließlich hat sie mich dann noch in das japanische Gegenstück zu Studivz, Mixi.jp, eingeladen und dann machte ich mich auf den Nachhauseweg. Vieleicht erzählt Christoph ja noch ,was ihm während des Frühstücks so alles passiert ist :)
(Anm Christoph: Na, viel ist da nicht passiert, wir, also Michael und ich sind zusammen mit einem Norweger in ein kleines billig Restaurant gegangen, haben schön billig was gegessen und sind dann weiter. An der Shibuya Kreuzung trafen wir dann noch einen betrunkenen Briten, der mit seinen Erzählungen (das gequassel eines betrunkenen...) eine Gruppe Japanischer Jugendlicher unterhalten hat. Die haben sich kaputt gelacht, und wir dann auch. Irgendwann sind wir dann auch Heim...)

22.06.2007 - Regen, Arbeit und Hostessen - Christoph

Wie all diejenigen die unseren Blog regelmäßig aufrufen (Was übrigens alle tun sollten ;)) wohl bemerkt haben werden, war dies ein sowohl arbeitsreiches als auch erlebnisreiches Wochenende. Es ist Montag und ich sitze an meinem alten Notebook und schreibe den Beitrag für Freitag. Aufgrund der vielen Arbeiten die wir zu erledigen hatten ist an diesem Tag nicht sonderlich viel passiert, aber, wir wollen unseren Lesern, Geldgebern und potentiellen Geldgebern ja etwas zu lesen bieten, und zu erzählen gibt es hier wirklich immer was.
An diesem Tag wollte uns die Regenzeit mal beweisen das es sie tatsächlich gibt, das sie nicht nur ein hirngespinst der Japaner ist, eine einfache Gruselgeschichte die dazu dient Urlauber fernzuhalten, nein, die Regenzeit ist tatsächlich vorhanden. Und so war der Himmel den ganzen Tag über stark bewölkt und es regnete immer wieder, mal leicht, mal wieder etwas heftiger so das es uns letztendlich nicht sonderlich schwer viel im Guesthouse zu bleiben. Arbeit gabs ja genug und langweilig wird es hier ja auch nie. Zur Zeit sind glaube ich rund 15 Leute hier, allein 8 davon sind Deutsch, und die meisten aus unterschiedlichen Gründen in diesem Land. Da Alex ja sein Lager im Aufenthaltsraum aufgeschlagen hat, ein Raum an den auch Küche und Bad angegliedert sind haben wir fast immer irgendwie Gesellschaft. Hin und wieder kommt ein Bewohner, redet mit uns, schaut fern, setzt sich an den Computer oder, im Falle der Katzenfrau von nebenan – kocht für die Katzen. Gerade die Unterhaltungen sind immer wieder sehr interessant, vor allem da einige der Bewohner hier ja schon eine ganze Zeit in diesem Haus wohnen, sich in Japan aufhalten und teilweise ähnliche, teilweise ganz andere Erfahrungen gemacht haben als wir. Und, nicht alle fühlen sich hier in Japan wirklich wohl, während ein paar hier unbedingt bleiben wollen steht für andere fest „Ich will weg von hier.“ Überall scheint diese Mischung aus Begeisterung und dem großen dicken Fragezeichen das über den Köpfen schwebt wenn man so manch eine Eigenheit dieses Volkes betrachtet.
Eine der Bewohnerinen, sie ist Brasilianerin, will wieder weg von hier, ihre Großeltern sind Japaner, stammen aus einer Zeit in der sich viele Japaner in Brasilien niederließen und so hat sie auch das Asiatische äußere geerbt. Das stellt sie vor manch ein Hindernis, man erwartet von ihr das sie fließend Japanisch spricht. Auch die Zurückhaltung der Japaner ist für sie als Brasilianerin oft frustrierend, während es in ihrem Heimatland üblich ist einfach Leute in der Bahn anzusprechen herrscht hier absolutes Schweigen. Kaum Unterhaltungen, selbst wenn man mit seinen Freunden unterwegs ist versinkt man oft ganz automatisch in dieses all umfassende Schweigen. Dazu lieferte sie auch einen treffenden Kommentar „Wenn dich in Brasilien jemand einfach Anspricht, dann ist das normal. Wenn das jemand in Japan tut, dann ist er irgendwie verrückt.“
Mit ihr und ein paar anderen Bewohnern des Hauses führten wir auch ein Gespräch über „Hostessen“, ein Thema das uns zwei Abende lang verfolgte. Eine Japanische Eigenheit die uns einfach völlig abwegig erscheint. Hostessen bzw. männlich Hosts sind Personen die für ihre Gesellschaft (und eigentlich nur für ihre Gesellschaft) also ein angenehmes Gespräch und dergleichen, eben einen lustigen Abend bezahlt werden. Gute Hostessen verdienen mitunter mal locker 900.000 Yen im Monat, das sind rund 5500-6000 Euro, dafür das man redet und dabei kostenlos trinkt ist das eigentlich ein ganz guter Verdienst. Gut, 30.000 – 100.000 davon gehen an die Yakuza, aber das ist wohl auch noch zu verkraften. Am ersten Abend waren wir angesichts dieses Brauches noch völlig ratlos, man stelle sich doch einmal eine Situation vor in der man, mit Freunden am Tisch sitzt und dann erzählt „Ich habe gestern eine Frau dafür bezahlt das sie mit mir redet!“ Das klingt schon ziemlich abwegig. Am Zweiten Abend erfuhren wir allerdings von jemanden der sich schon genauer über dieses Geschäft informiert hat warum das so läuft, die Japaner arbeiten einfach soviel das sie gar keine Zeit mehr dazu finden sich jemanden für eine nette Gesellschaft zu suchen. Also beschleunigt man die Sache in dem man einfach dafür zahlt! …Vielleicht sollten wir uns wohl auch mal eine Stelle als Host suchen… Klingt sehr ertragreich… :)

Donnerstag, 21. Juni 2007

20.06.2007 - Shibuya 6, Getting drunk in Tokyo, "You can talk to the Girl, its Okay!" - Christoph

Der gute Alex hat sich zu sehr betrunken, deshalb liegt es wohl an mir der Nachwelt von seinen Heldentaten zu berichten! ;) (Anm. Alex: blabla ich war nur zu faul) Es ist nicht wirklich leicht sich als normalsterblicher in Tokyo zu betrinken, das liegt nicht daran das hier kein Alkohol vorhanden wäre, oder das die Getränke einen viel zu geringen Alkoholgehalt hätten, denn dem ist ganz und garnicht so. Das Problem, ist schlicht und ergreifend der Preis, viel zu hohe Preise machen es dem Geldbeutel einfach unmöglich zuviel trinken gutzuheißen und so siegt nach einiger Zeit eben die Vernunft. Doch es gibt auch Plätze an denen dies noch möglich ist. Schon zuvor hatten wir ja in Shibuya eine Bar gefunden die für 300 Yen (keine 2 Euro) Bier verkauft, und diese nahmen wir drei uns heute als Anlaufpunkt. Zuerst sind wir zwar noch einwenig in ein paar Ecken des Viertels gelaufen in denen wir noch nicht waren, haben in einem kleinen Restaurant was gegessen und haben uns schön umgeschaut, das Hauptereigniss des Tages spielte sich dann aber trotzdem in jener Bar (Tasu Ichi) ab. Tatsächlich scheint der Preis des Bieres dort mehrere nicht Japaner magisch anzuziehen, und so fanden wir ein buntes Gemisch aus Europäern, Amerikanern und eben Japanern vor, zu denen wir uns nun dazugesellten. Eigentlich hatten wir ja vor nur bis Elf zu bleiben und dann die letzte Bahn zu nehmen, letztendlich entschieden wir uns aber dafür die Nacht in Shibuya zu verbringen und am nächsten Morgen einen der züge zu nehmen.

Was sich auch als richtige Entscheidung erwies, denn es wurde mit zunehmender Stunde immer lustiger, wir lernten ein paar neue Leute kennen und erlebten auch allerhand erinnernswerter Kleinigkeiten. So hatten Alex und Michael irgendwann beschlossen, sich als typisch Deutsch zu präsentieren und je einen Bier-Pitcher bestellt (1,5 l Inhalt) den sie dann vor sich stellten und tranken. Tatsächlich lockte das im Laufe des Abends erst einen älteren, dann einen jüngeren Japaner an, wobei ersterer, der ziemlich gut deutsch sprach, sich zu uns gesellte weil er die Krüge sah und dabei an Deutschland dachte. Wie man die Tatsache sehen soll, dass wir in einem Land in dem Ausländer normalerweise erst als Amerikaner gesehen werden, anhand der Größe des Bierkruges als Deutscher erkannt wird ist natürlich fraglich, aber auf alle Fälle lustig. Und so war auch das Gespräch das wir mit ihm führten, irgendwann versabschiedete er sich und ein anderer gesellte sich zu uns. Wir trafen eine Japanerin mit dem denkenswerten T-Shirt aufdruck "I Shop, therefore I am" und einen Engländer, ein dem aussehen nach typischer Computer Typ der sein T-Shirt mit den Worten "No, I can not fix your PC!" bedruckt hatte. Nach einem kurzen Gespräch über den Sinn des Satzes und einem kleinen Gespräch über Computer antwortete er allerdings auf die Frage ob er irgendwas mit IT macht mit einem lachen und einem "no, i am an english teacher!" und verschwand.

Die Wirkung die Europäer anscheind auf Japanerinnen haben bestätigte sich auch anhand zahlreicher zugeworfener lächeln, und bevor Alex mich hier, wie bereits von ihm angedroht, mit einer fiesen Anmerkung versieht merke ich meine Erlebnis zum Thema Frauen hier gleich mal selber an. An der kleinen Bar gegenüber von uns Stand eine Ausländerin mit einem Typen, sie sind zusammen angekommen und haben sich die meiste Zeit des Abends unterhalten. Trotzdem wurden meine Blicke in ihre Richtung immer wieder mit einem lächeln beantwortet, und als der Typ kurz zum Telefonieren verschwand wurde dieses lächeln sogar noch eindringlicher. Und nach einer Weile tippte mich dann ihr Begleiter, der eigentlich die ganze Zeit während der unterhaltung der beiden mit dem RÜcken zu mir gestanden hatte, von hinten an und meinte "You can talk to the Girl! Its ok! Just go there!" und verschwand wieder.... Natürlich habe ich mal wieder zu lange gezögert, bald gesellte sich einer ihrer Bekannten zu ihr, und irgendwann verschwand sie dann auch wieder, beim rausgehen merkte ihr Begleiter allerdings im Vorbeigehen an das sie öfter herkommen. Und die Moral von der Geschicht, Lieber Christoph zöger nicht! *G* (Anm Alex: Ja, das hab ich auch gestern schon gesagt, aber neeein der Herr Günther hat ja auf eine schriftliche Einladung gewartet)

Gegen Zwei Uhr haben wir dann beschlossen noch in die Oil Bar zu gehen, jene kleine Bar in der wir ja schon zuvor waren und fleißig Origami Mülleimer falteten. Natürlich erkannte man uns da wieder und wieder wurde es eine lustige Nacht dort. Einen Teil des Abends verbrachten wir damit mit der Besitzerin der Bar zu diskutieren das ihr Alter unmöglich 47 sein kann, das dies einfach nicht geht und sie viel jünger aussieht. Also Leute, wenn ihr das hier lest, Scrollt runter zu dem Beitrag in dem die Fotos sind mit der Bar und sagt mir ob ihr das glauben würdet! Meine Beiden gesprächspartner waren diesmal auch wieder sehr lustig, ein japanisches Pärchen, 26 und 27, er konnte Englisch und ein kleines bisschen Deutsch und sie sprach nur sehr zurückhaltend Englisch, so entwickelte sich ein ziemlich witziges Gespräch das durch die Sprachhindernisse und Sprachkentnisse noch lustiger wurde.

Gegen fünf Uhr früh sind wir dann aufgebrochen, haben aber noch eine Stunde mit Gesprächen in Shibuya verpracht, da war einerseits noch das Pärchen das mit uns in Richtung Bahnhof lief, andereseits noch eine halb Japanerin halb Chinesin die, ebenfalls nach einer langen Nacht noch mit ihren Freunden rumstand und uns Ansprach, wir haben E-Mail Adressen und Telefonnummer getauscht und irgendwann haben wir uns dann wirklich aufgemacht. (Anm Alex: Unglaublich, gerade in dem Moment als ich ihre Nummer einspeichern wollte, war mein Handyakku leer! Dabei waren am Vortag noch 4 von 5 Strichen angezeigt -_-)
Um 7 Uhr früh waren wir dann wieder im Yoshida House, und nur wenige Minuten darauf im Tiefschlaf...

Mittwoch, 20. Juni 2007

18.06.2007 - Opera City, Tokyoter Rathaus - Alexander

Nach den ganzen Eskapaden der vorherigen Tage wurde es mal wieder Zeit für etwas richtige Kultur. Daher planten wir einen abendlichen Besuch in einem der drei großen Konzertsäle in Tokyo; Opera City. Opera City bezeichnet dabei nicht nur den Konzert Saal, wo jeden Tag ein Konzert mit klassischer Musik stattfindet, sondern ebenfalls den Gebäudekomplex inklusive eines 200 Meter hohen Turmes. Doch bereits die Anfahrt gestaltete sich schwierig, organisiert wie ich bin, vergaß ich natürlich mir aufzuschreiben, wo denn Opera City genau ist. Irgendwo in Roppongi dachte ich mir und so fuhren wir nach Roppongi. Leider lag ich damit falsch. Wie wir von einem Polizisten erfuhren befindet sich Opera City in Shinjuku. Also wieder ab in die Bahn und nach Shinjuku (In Roppongi ist die Zweite der Drei großen Konzerthallen, die Suntory Hall, das hatte ich wohl irgendwie durcheinander gebracht). Der Gebäudekomplex war wieder von der großen Sorte, doch der Konzertsaal ist im Vergleich zu der Kölner Philharmonie erstaunlich klein.


Doch das Abendprogramm konnte überzeugen: Liszt, Rachmaninov (Klavierkonzert Nr. 2!) und Tschaikowsky's 6. Sinfonie standen auf dem Plan.
Da war der Kartenpreis von 20 Euro keine Überraschung mehr. Wir saßen dann 2 Stockwerke über dem Orchester in einer der Seitlichen Sitzreihen.

Während des Klavierstückes hatte die Spielering einen extra Seitenumblätterer, der neben ihr saß und ständig aufstehen musste um eine Seite weiter zu blättern. Das muss die Pianistin eher gestört haben, denn in der Regel können sie die Stücke doch ohnehin auswendig.
Nach dem Konzert gab es so viel Applaus, dass der Dirigent noch 2 Zugaben drauflegte (Ungarische Tänze und noch irgend eins was ich nicht kannte). Sowas hab ich in der Kölner Philharmonie noch nie gesehen, ganz gleich wieviel Applaus es gab.

Für das Konzert haben wir uns auch extra schick gemacht :D


Von einem der Bewohner hatten wir gehört, dass das Tokyoter Rathaus einen Turm bis 23 Uhr für Besucher geöffnet hatten. Da wir in Shinjuku waren konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen, jedoch mussten wir ersteinmal 2x um das Rathaus rumlaufen, bis wir den Besuchereingang im Keller entdeckten.
Dort wurden wir jedoch von einer Horde von Angestellten zum Aufzug geführt. Die Auswahlmöglichkeiten im Aufzug waren auch grandios: 1. Stock, 2. Stock, 45. Stock :) Wir entschieden uns dann für den 45. Oben bot sich ähnlich beeindruckendels Bild wie schon in der New York Bar
(jedoch kein Wunder, denn das Park Hyatt Hotel ist unmittelbar gegenüber). Stadt soweit das Auge reicht, und noch darüber hinaus.


Positiv fiel auch die Live-Musik eines Klavierspielers auf, der für eine Bar spielte, die in diesem Stockwerk lag. Diese kostet nur 500 Yen Eintritt und die Aussicht ist ähnlich gut :)
Da der Turm balt zumachte, fuhren wir schließlich wieder herunter, um dann wieder von den ganzen Angestellten mit einem "arigatou gozaimasu" verabschiedet zu werden (Ja, ist auch richtig so, dass DIE sich dafür Bedanken, wenn WIR die kostenlose Aussicht oben genießen).
Der Rückweg verlief dann relativ unspektakulär, außer das wir nochmal in das japanische Fast-Food Restaurant gingen. Suppe, Wasser, Curry mit Reis für 2 Euro. Wer mir das in Deutschland zeigt kriegt nen Euro von mir.

Montag, 18. Juni 2007

17.06.2007 - Meiji 2, Akiharaba 3, Ginza 3: Das Treffen mit Julia - Christoph

Wir waren zwar am Vortag schon einmal im Meiji Schrein, allerdings hatten wir den See dort nicht gesehen und von den Cosplayern waren auch nur ganz wenige zu sehen. Also beschlossen wir unseren Sonntagsausflug auch dort zu beginnen. Zudem wollten wir uns heute mit Julia treffen, denn sie ist zur Zeit ebenfalls in Tokyo und macht ein Praktikum. Wir hatten ausgemacht uns auf der Brücke zum Park zu treffen, jener Ort an dem sich auch die ganzen Cosplayer und Gothic Anhänger versammeln und ihre Kostüme zur schau stellen. Und von dort aus ging es dann auch gleich nochmal in Richtung Schrein. Wie schon am Vortag wurden wir auch hier wieder von Studenten abgefangen, diesmal waren es nur 3, ging also genau auf, und wieder führten sie uns bereitwillig durch den Schrein. Allerdings schienen sie weniger zu Wissen als ihre Vorgänger wodurch wir gezwungen waren alle Hand fragen zu Stellen um die Konversation zu beleben ;) War aber auch diesmal eine ganz nette Führung. Diesmal waren es alles Studenten Naturwissenschaftlicher Fächer, die ebenfalls einem Englisch Club angehörten und sich auf diese Weise ihre Kenntnisse zu verbessern erhofften. Am Eingang zum See bereich, der leider eintritt kostete, trennten sich dann allerdings unsere Wege und wir gingen zu dritt weiter. Aber wir werden wohl demnächst mal weiter nach solchen Studenten ausschau halten, denn es ist einerseits eine ganz nette Gelegenheit etwas über den jeweiligen Ort zu erfahren, andererseits auch um sich zu Unterhalten und ein paar Japaner kennenzulernen. Mal schauen wo wir noch so ein paar finden.
Der See war auch ganz schön, in ihm schwammen gleich mehrere kleine Schildkröten die ohne Scheu auf den Besuchersteg zupaddelten und ihre Köpfe weit nach oben streckten um die vielen Leute dort zu betrachten. Wahrscheinlich erhofften sie sich allerdings hauptsächlich was zu essen, von mir wurden sie allerdings nur fotographiert.

Im Anschluss daran ging es dann nach Akiharaba zu dem netten Sushi Restaurant das wir die Woche zuvor dort gefunden hatten, und aßen dort ein kleinwenig. Einer der Angestellten erkannte uns dort dann auch gleich wieder, er konnte recht gut Englisch und sogar einwenig Deutsch "Dankeschön" und solche Kleinigkeiten eben, was er uns auch immer wieder stolz präsentierte. Das Sushi dort ist wirklich lecker und die Preise ja auch ganz ok, wahrscheinlich wird es uns dort also noch öfter hin verschlagen.

Nach dem Essen führte Julia uns noch nach Ginza, sie war ja schon öfter in Tokyo und machte uns darauf aufmerksam das Sonntags dort die ganze Straße für Autos gesperrt sei und nur für Fußgänger offen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind dann auch gleich dorthin gefahren und wie erwartet war es wirklich ein netter Anblick, eine rießige breite Straße, voll mit Fußgängern und ohne Autos. Nach einem kurzen Abstecher in ein Elektronik Kaufhaus ging es dann wieder nach Hause wo wir den Tag dann auch ausklingen ließen.

Samstag, 16. Juni 2007

14.06.2007 - Shibuya 5 - Alexander

Der Tag begann genau so, wie er aufhörte: mit Regen. Das kam uns gerade gelegen, denn wir mussten noch viel arbeiten und verlorene Zeit durch den Computer Crash wieder aufholen. Am Abend dann, waren wir auch mit einer Frau aus dem StudiVZ, die ebenso wie wir gerade in Tokyo verweilt verabredet. Sie heißt Dorothea und kommt aus der schönen Schweiz. Wie sich herausstellte, war sie seit einigen Monaten in Japan um nach ihrem Mathematikstudium ein bischen Urlaub zu machen und hier Land und Leute kennenzulernen. Treffpunkt war vor dem Hachiko in Shibuya.

Hachiko war ein Hund, der sein Herrchen, ein Professor aus Shibuya, immer zum Bahnhof begleitete und dort am Abend wieder auf ihn wartete. Eines Tages erlitt dieser einen tödlichen Herzanfall auf der Arbeit und kehrte nicht zurück. Der Hund kam jedoch jeden Morgen und Abend weiterhin zum Bahnhof, in Erwartung auf sein Herrchen. Dies tat er bis an sein Lebensende, noch 12 Jahre lang. Dadurch wurde der Hund berühmt und nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue aufgestellt.
Diese Statue ist nun DER Platz um einen Treffpunkt auszumachen. Dort findet man immer um die 50 Leute, die gerade auf irgendwen warten. Doch der Weg dahin gestaltete sich bereits als schwierig. Denn unterwegs verlor ich Christoph, der sich sputete die U-Bahn gerade noch zu kriegen. Ich hab es leider nicht mehr geschafft und ging stattdessen wieder in den Bahnhof um stattdessen die Yamanote Linie zu nehmen (hat mich 1 € gekostet), mit deren Hilfe ich sogar einige Minuten vor Christoph in Shibuya eintraf.

Dort angekommen mussten wir ersteinmal auf Dorothea warten (Jaja, die Frauen lassen gerne warten :). Aber dafür konnten wir dann das endlose Meer an Regenschirmen beobachten, das rund um den Bahnhof durchfloss. Japaner benutzen bevorzugt durchsichtige Regenschirme haben wir dabei festgestellt. Als sie uns dann gefunden hatte, machten wir uns auf eine Bar zu finden. Und irgendwie fanden wir eine Bar, in der das Bier nur 300 Y (ca. 1,80 Euro) kostet. 300Y, das ist nur unwesentlich teuerer als im Convenience Store! Hier muss ich irgendwann wieder hin, dachte ich.



Anschließend machten wir uns noch auf in ein westliches Cafe, in dem sie uns zunächst ein Glas kaltes Wasser reichten. Nachdem wir das geleert hatten, brachten sie uns noch eins. Und noch eins. Nachdem wir das 5. Glas getrunken hattem wurde es auch schon wieder Zeit loszugehen. Denn um 23 Uhr herum fahren die letzten Züge. Alles in Allem war der Abend sehr schön, trotz des Regens (schon alleine wegen der Kneipe mit dem 300 Y Bier und natürlich wegen der netten Gesellschaft :D ).

Donnerstag, 14. Juni 2007

13.06.2007 - Akiharaba 2, Handy und die Telefonzelle - Christoph

Nachdem der Versuch ja gestern mangels eines Reisepasses gescheitert war, ging es heute mit eben diesem Reisepass bewaffnet erneut nach Akiharaba, zum Shop des Mobil-Telefon Providers Soft Bank.

Die Mitarbeiterin die uns am Vortag beraten hatte erkannte uns auch gleich wieder, verwies uns diesmal aber an eine Englisch sprechende Mitarbeiterin. Diese erklärte uns dann alles. Aufgefallen ist uns dabei auch das die Preiserhöhung!! die es ab dem 1.6 gab mit einem schönen roten Aufkleber auf der Packung prangte, fast wie Werbung, als solle man sich darüber freuen nun mehr zahlen zu dürfen ;) Die Freischaltung des Handys sollte allerdings ca 90 Minuten dauern, nach dieser Zeit sollten wir dann nochmal zurück kommen und zahlen, so galt es für diesen Zeitraum erst noch einmal eine andere Beschäftigung zu finden. Aber das ist ja in einer Gegend wie dieser auch nicht sonderlich schwer (Anm 2: SMS bis 192 Zeichen sind kostenlos. Daher schreiben alle Japaner immer SMS im Zug. Das würde sonst ein Vermögen kosten :) .


Doch zuerst machten wir uns noch einmal auf um das Guesthouse "Tiger House" zu finden, das wir schon am Vortag gesucht hatten. Aber wieder ging es erstmal in die falsche Richtung, nach eindringlichem suchen und nichts finden haben wir dann von einer Telefonzelle aus mal angerufen (Ja, diesmal hatten wir die nummer notiert). Doch der Manager konnte natürlich kein Englisch, was die Sache einwenig erschwerte. - Wir möchten uns das Haus mal anschauen, brauchen die genaue Adresse - -Geht nicht, kein Zimmer frei - - aber wir wollen doch nur mal die öffentlichen Räume sehen - - welche Reservierung? - - Wir haben noch keine Reservierung, wollen erstmal gucken... - irgendwie haben wir ganz weit aneinander vorbeigeretet, also sprachen wir einfach mal wieder einen Passanten an und fragten ihn ob er das telefonat nicht für uns weiterführen könne. Und wieder, die Hilfsbereitschaft der Japaner, er tat es tatsächlich, ging an den Hörer und telefonierte mit dem Manager... und tat dies auch wieder eine Ewigkeit ;) Heraus kam dabei aber allerdings nichts, kein Zimmer frei, die angaben im Internet stimmen nicht, keine Adresse bekommen, seltsamer laden. Am Rückweg haben wir es dann tatsächlich noch gefunden (Dank mir - wie ich an dieser Stelle mit dem Hinweis "Hätte er gleich auf mich gehört..." erwähnen muss ;)). Und dann verstanden wir auch warum was der Manager sagen wollte, es gab dort kein Büro vor Ort und die Tür war auch nur mit einem Code zu öffnen. Also Besichtigung unmöglich ;) Adresse hätte er uns trotzdem sagen können... Naja, weiter gehts...

Hunger, Hunger, Hunger war dann auch unser nächster Gedanken, diesmal gings Soba essen, wieder gab es einen Automaten zum bestellen. Der Laden wirkte zwar etwas heruntergekommen, geschmeckt hat es aber trotzdem sehr gut! Wieder zurück hatten wir noch etwas Zeit, die wir dann in dem Kaufhaus verbrachten in dem sich auch die Soft Bank Filiale befindet. Ein Elektronikkaufhaus... mit nur.... ...9 Stockwerken ... Neun... Elektronik...
Wollte dann erstmal zu den Spielekonsolen, mal sehen wieviel hier eigentlich so eine Playstation 3 kostet... Zwischen 260 und 380 Euro war das Ergebniss.



Im selben Stock fanden wir dann auch noch Figuren aus allen möglichen halbwegs bekannten Serien und Filmen die es so gibt, von einer kleinen Ecke mit ein paar Gozilla Figuren, zu einer Schrankseite voller Powerranger, Dragonball etc. Figuren und unmengen an Figuren, in allen größen und Preisklassen zu den Gundam Anime Serien. Unmengen. Dann natürlich noch Figuren einzelner Charaktere.



Schließlich, nachdem wir noch einmal vertröstet wurden, haben wir das Handy nach 2,5h (Die Zeit umzubekommen viel uns nicht schwer!!) bekommen und ganz wie es sich hier in Tokyo gehört hat Alex auch gleich in der U-Bahn damit begonnen damit zu rumzuspielen. Man könnte also sagen er hat sich dieser Kultureigenheit bereitwillig angepasst ;)



(Anm 3. Leider hat das Handy keine Software für Strichcode lesen eingebaut, dabei haben das wohl die Meisten hier :( Hätte vielleicht noch was rumsuchen sollen. Naja jedenfalls hat das Ding mich 30€ gekostet. Sieht ziemlich geil aus das Teil.)


Dienstag, 12. Juni 2007

11.06.2007 - Der Computer und Fast Food - Christoph

Der kaputte Laptop hat uns netter weiße noch den ganzen Rest des Tages aufgehalten, haben versucht das Ding irgendwie wieder auf die Reihe zu bekommen, aber oh wunder, es hat nicht funktionert :) ist ja auch klar, wann soll denn das Ding sonst kaputt gehen wenn nicht irgendwo am anderen Ende der Welt... Aber naja, irgendwann haben wir es dann aufgegeben, die Sache auf sich beruhen lassen und uns mit unserem Schicksal abgefunden. Und nur meiner genialen Behrrschung ist es zu verdanken, das mein Laptop jetzt nicht mit Wucht an die Wand geflogen ist ;)

Später sind wir dann noch was essen gegangen, haben uns mal umgeschaut was es hier noch so gibt und, sind dann auch auf etwas ganz interessantes gestoßen! Ein japanisches Fastfood Restaurant! Ich konnte meinen Geldbeutel förmlich jubeln hören, 320 Yen (2 Euro) für einen wahnsinns Teller Curry, das war auch ohne wartezeit serviert und schmeckte richtig gut! Und nachdem es in Japan ja eh immer ein Glas Wasser dazu gibt musste ich noch nichtmal noch was für ein Getränk ausgeben! Juhu! Und sogar das essen bestellen dort war eine lustige erfahrung, denn statt direkt an die Theke zu gehen geht man an einen Automaten, drückt dort auf das Essen das man haben will (sind in kleinen bildchen abgebildet) und bekommt dann ein stückchen Papier. Das gibt man dann an die Theke und schon bekommt man auch gleich sein Essen. Einfach traumhaft!
Dummerweise hatten wir uns aber an die Ausgabetheke für das essen zum mitnehmen gestellt, woraufhin der angestellte fragte ob wir es mitnehmen oder vor Ort essen möchten. Diesen Satz hatten wir allerdings nicht verstanden - und wieder half uns eine nette Japanerin aus der Patsche!

Man sieht also, dank des kaputten Laptops und der damit einhergehenden Zeitverschwendung war unsere ganze Tagesplanung natürlich ziemlich durcheinander geraten und so haben wir letztendlich auch nicht sonderlich viel unternommen. Aber das holen wir natürlich nach... Wie die Geschichte also weiter geht, und wie ich es doch noch geschafft habe dieses Posting, trotz eines kaputten Laptops zu schreiben erfahrt ihr dann in unserem nächsten Beitrag ;)

Dienstag, 5. Juni 2007

2.6.2007 Japan – Tokyo - Christoph




Gute Nachricht: Ich hab die Wette gewonnen! - Schlechte Nachricht: Das bedeutet unsere Koffer sind noch nicht da! Wusste das das mit den Virgin Leuten nicht klappt, die haben wohl versucht uns zu sabotieren. Aber egal, man kann ja nicht alles haben! Zumindest bedeutet das wir müssen die Dinger nicht durch die ganze Stadt schleppen sondern bekommen sie gebracht, auch gut! Die Frau vom BA Service war auch gleich mal ungleich freundlicher als die in Deutschland und England und die Sicherheitskontrollen waren praktisch gar nicht vorhanden. So sind wir dann auch recht schnell aus dem Flughafen rausgekommen, noch schnell an den Ticketschalter der Bahn (An dem 4 kleine Japanerinnen in lustigen bunten Uniformen saßen! Damit sahen die auch fast so aus wie Manga-Figuren) und dann ab mit dem Zug zur Unterkunft. Das war zwar auch nicht ganz leicht, da in Tokyo verschiedene Bahnlinien fahren und man ab und an mal zu einer anderen Wechseln muss, aber wir haben es glücklicher weise recht schnell durchschaut. Denn die meisten Informationen sind auch auf Englisch verfügbar.







Ich weiß dabei allerdings nicht was mich nun mehr irritieren soll, dass die Ticketautomaten in Tokyo schon relativ alt sind, oder das sie trotzdem wesentlich besser, übersichtlicher und einfacher zu bedienen sind als bei uns? Letztendlich kamen wir dann auch gut am Yoshida House (unserem Guesthouse) an. Das Gebäude ist direkt hinter einem Buddhistischen Tempel und, wie wir erfuhren, eines der ältesten in der Gegend… so sieht es zwar auch aus, aber das macht nichts ;) Alles typisch Japanisch, Matten am Boden, Schiebetüren usw. Jeder von uns hat ein kleines Zimmer und Küche und Bad sind im Gemeinschaftsbereich.






















































Nach einer kurzen Unterhaltung mit ein paar anderen Bewohnern, zwei anderen Deutschen, beide schon länger als 2 Jahre hier, haben wir uns erst einmal die Gegend angeschaut und sind gleich nochmal los in die Stadt. Denn Geld brauchten wir auch noch, und einen Bankautomaten zu finden der unsere europäischen Kredit bzw. EC Karten akzeptiert war dann doch etwas schwerer als erwartet. Aber nach langem suchen hat dann auch irgendwann geklappt.




Wieder im Yoshida House angekommen gings dann auch gleich ins Bett. Um 22 Uhr, nach so einem Tag ist man eben doch ganz schön müde!

1.6-2.6. 2007 Die Anreise - Alexander

Gestern war es also endlich so weit, unsere Reise nach Japan stand bevor und begann bereits abenteuerlicher, als wir es uns gewünscht hätten. Nachdem ich die Nacht nur 2 Stunden geschlafen hatte, klingelte mein Flughafentaxi-Mama um 7:20 an der Tür; völlig übermüdet wurden hastig noch die nötigsten Dinge erledigt und Verabschiedungen gemacht.



Doch bereits die Fahrt erwies sich als schwierig. Unser Flug sollte um 10:50 in Düsseldorf Flughafen abheben. Nach einiger Verfahrerei trotz Navi-System war der Zeitplan bereits 20 Minuten im Rückstand ohne aus Köln heraus gefahren zu sein. Und auch wenn auf der Autobahn alles glatt ging, gerieten wir durch Staus in der Düsseldorfer Innenstadt (wie auch immer wir dort landen konnten auf dem Weg zum Flughafen...) weiter in Zeitbedrängnis. Dennoch konnten wir diesen Zeitrückstand durch schnelles Einchecken und keine Probleme bei den Sicherheitskontrollen wieder wettmachen.




Die Boeing 767 der British Airways schien jedoch ihre besten Tage bereits hinter sich zu haben und in der Tat wurde der Flug etwas wackelig. Zudem hatte der Flug etwas Verspätung, womit das eigentliche Drama begann...



Nachdem wir um 11:30 in Heathrow landeten, etwa 15 min später als geplant, mussten wir zunächst explizite und mehrfache Sicherheitskontrollen über uns ergehen lassen (sogar die Schuhe ausziehen!). Die Warteschlangen waren entsprechend lang und gingen nur schleppend voran. Nicht zuletzt auch durch die mangelnde Technik des Londoner Flughafens im Vergleich zu Düsseldorf.
Nachdem wir durch die Kontrollen bei Terminal 1 gekommen waren, mussten wir zunächst auf den Bus warten. Dieser sollte uns zum Terminal 3 bringen, von dem aus alle Virgin Atlantics Flüge ausgingen. Endlich dort angekommen, es war inzwischen 12:10 und unser Flug ging um 13:00, mussten wir von einer äußerst unfreundlichen Virgin Atlantics Mitarbeiterin erfahren, dass es für uns keine Chance mehr gebe den Flug wahrzunehmen, da Einchecken nur bis maximal eine Stunde vor dem Flug möglich sei. Wir wurden an British Airways verwiesen, das diese aufgrund der Verspätung von nun an verantwortlich dafür seien uns eine Alternative zu besorgen.



Der Mitarbeiter bei British Airways zeigte sich hilfsbereit, äußerte jedoch zurecht Beschwerden über die Vorgehensweise bei Virgin Atlantics, die es nahezu unmöglich machen würde, die vorgegebenen Zeiten einzuhalten. In der Tat frage ich mich, ob wir es selbst ohne Verspätung der British Airways überhaupt noch geschafft hätten den Flug zu erwischen.

Während wir einige Male hin und hergeschickt wurden, hatten wir von der Virgin Atlantics Mitarbeiterin das Gefühl bekommen, als wären wir die Schuldigen bei der ganzen Sache, das wir ihr jetzt so viel Ärger bereiten müssen. Vielleicht hätten wir uns ja dafür entschuldigen sollen, das wir mit Virgin fliegen. Also in dem Sinne: Entschuldigung es kommt nicht wieder vor.

In dem Zusammenhang fällt mir wieder mein Besuch im Reisebüro ein, bei dem ich gefragt wurde, ob es denn in Ordnung sei, wenn ich mit Virgin Atlantics statt British Airways fliege. Es soll wohl einige Leute geben, die nur mit British Airways fliegen, nun schwant mir auch warum.

Ohne Aufstand erklärte sich der British Airways Mitarbeiter jedoch bereit unseren Flug auf einen BA Flug umzubuchen. Wieder standen wir unter Zeitdruck, denn der Flug sollte bereits in 75 min starten; wieder auf Terminal 1 und noch mal durch zwei Sicherheitskontrollen. Zudem entpuppte sich die VIP-Fast-Lane beim Check-in, extra nur für BA Flieger, eher als Slow-Lane. Jedoch schlossen bei BA die Gates erst 20 min vor Abflug und so schafften wir es doch in letzter Minute noch den Flug nach Tokyo zu erwischen. Dieser verlief allerdings sehr angenehm. Guter Service, das Essen schmeckte sogar und jeder Sitz hatte einen eigenen Bildschirm mit Radio, TV und Spielen. Interessant ist auch: Während des gesamten Fluges blieben wir in der Tageslichtzone, obwohl wir um 14:00 starteten, und die Ankunft in Tokyo 9:30 war.