Heute stand erstmal früh aufstehen auf dem Programm, wir wollten nämlich noch mal in den Kaiserpalast. Erstens weil Michael und Sarah diesen noch gar nicht gesehen haben, und zweitens weil wir beim letzten mal zu spät da waren und nicht in die Gärten konnten. Für alle die noch nie in Tokyo waren: Der Kaiserpalast ist größtenteils absolut unzugänglich, man kann zwar außen herumgehen und sich die imposante Befestigungsmauer und einige der Wachtürme vom weiten anschauen, doch hinein kommt man nicht. Einzig ein Teil der Östlichen Gärten ist für Touristen zugänglich. Aber auch davon nur ein Teil, und der ist auch durch einen Graben und weitere Befestigungsmauern vom Rest des Kaiserpalastes getrennt.
Irgendwie hatte ich ein paar Tage zuvor bemerkt das die Bahnlinie hier beim Guesthouse auch direkt zum Tokyo Hauptbahnhof fährt, und so war die Reise dorthin recht schnell. Anders als beim letzten mal kamen wir also nicht mit der U-Bahn sondern mit der Bahn und erreichten so auch mal den eigentlichen Tokyo Hauptbahnhof. Die Fassade des Bahnhofsgebäudes ist noch immer das alte Gebäude im westlichen Stil, auch wenn innen wohl kaum mehr etwas an das einstige Aussehen erinnert wirkt es doch von außen, in mitten der ganzen Hochhäuser wirklich Eindrucksvoll.
Auf dem kurzen Weg zum Kaiserpalast hat es noch ganz schön geregnet, doch als wir die Gärten betraten hat es glücklicherweise recht schnell aufgehört. So konnten wir den Anblick der sich uns dort bot auch gleich viel mehr genießen. Schon die ersten Befestigungsanlagen waren einfach rießig, und die Gärten dahinter wirklich schön. Zwar waren wir nicht wirklich zur richtigen Jahreszeit dort, doch der See und die kleinen, geschlungenen und mit Natursteinen befestigten Wege und die kleinen Brücken aus großen Steinplatten die als weg über einen kleinen Bach führten waren wirklich Sehenswert. Eine echt schöne Atmosphäre dort! Im Park gibt es auch ein kleines Museum, eine Ausstellung mit einer kleinen Sammlung alter Vasen usw. Allerdings nicht unbedingt Ausländerfreundlich, neben den meisten Stücken waren zwei Tafeln angebracht, auf der einen Stand um was es sich handelt, ganz nach dem Motto „Eine Vase aus der Meiji Zeit, nach Stil XY“ in Japanisch und Englisch, auf der anderen, eine wesentlich ausführlichere Beschreibung, allerdings nur in Japanisch.
Anschließend ging es kurz in ein Ramen Restaurant und dann wieder nach Hause, denn am Abend hatten wir mit Aiko, einer japanischen Mitbewohnerin, ausgemacht in ein japanisches Restaurant zu gehen.
Wir mussten zwar erst einwenig auf Aiko warten, denn leider musste sie mal wieder etwas länger Arbeiten und kam deshalb etwas später, dann gings aber gleich los. Unser Holländischer Mitbewohner schloss sich uns ebenso an und auf gings zum Restaurant. Es lag direkt in einer dieser Einkaufspassagen von denen es hier um die Bahnhöfe so einige gibt und wirkte auf den ersten Blick eher unscheinbar, hatte innen aber eine angenehme Atmosphäre, viel Holz und die typischen Papierwände. Wir bestellten alle ein Menü, mit… na was wohl, „All You Can drink“ denn die Tatsache das dies angeboten wurde forderte uns geradezu dazu auf es auch zu nutzen. Ja, und so tranken wir, dann auch soviel wir konnten. Das Menü war zudem ebenfalls sehr lecker, gebackener Fisch, einwenig Fleisch und noch mehr Fisch, dazu etwas Fleisch, Salat und… Fisch…
Irgendwann, nach langen Unterhaltungen gings dann auch wieder nach Hause..


Der Film war dann jedenfalls erste Sahne. Bruce Willis wie man ihn kennt :)

