Mittwoch, 25. Juli 2007

20.7.2007 - La Fabrique - Christoph

Freitag Abend waren wurden wir ja von Izumi in den Club „La Fabrique“ eingeladen, da ihr Band Leader Takeshi dort bei einer Veranstaltung als DJ auftrat hatte sie die Möglichkeit uns auf die Gästeliste zu setzen und so umgingen wir mal schön die 3000 Yen Eintritt. Da wir schon ziemlich früh in den Club gekommen sind hatten wir noch genug Zeit uns mit Izumi zu unterhalten und ein bisschen was zu trinken. Dann startete langsam das Programm, mal ein DJ, mal eine Sängerin und Alex und ich unterhielten uns mit allerhand verschiedenen Leuten. Ein paar Japanern, dann einer Gruppe aus Amsterdam usw. Natürlich hatten wir auch wieder ein Auge auf ein paar Mädels geworfen, denn unmittelbar neben uns standen zwei Japanerinen, die wie in so einigen Büchern beschrieben, tatsächlich einfach am Rand des Clubs standen und so ziemlich gar nichts taten. Weder Tanzen, noch trinken, da fühlt man sich ja schon fast dazu verpflichtet abhilfe zu schaffen, und so kamen wir dann auch mit ihnen ins Gespräch. Beide leben im Nobelviertel Ginza und auch diese beiden Mädels besuchen eine dieser seltsamen „Nurse Schools“ mit denen ich so gar nichts anfangen kann. Denn den Beruf den sie lernen wollen sie eigentlich gar nicht, wahrscheinlich geht es nur darum einwenig mehr Zeit zu vertrödeln und zu hoffen das mal etwas passiert. Und beide waren auch in unserem Alter, nicht 27, nicht 30, nicht 36… Auch eine nette Abwechslung. Wieder tauschten wir Nummern aus und wollten uns bei ihnen melden.

Aber irgendwie endete der Abend dann doch einwenig anders, noch einmal sprachen wir mit Izumi, die ja auch in Asagaya wohnt und beschlossen mit ihr zusammen die nächste Bahn zu nehmen. Wir warteten also kurz vor dem Club auf sie, und gingen dann mit ihr und Ken (dem anderen Bandmitglied) noch mal frühstücken. Einwenig Ramen am morgen, natürlich haben die beiden, schon merklich betrunken, nicht damit aufhören können und auch noch zwei große Flaschen Bier für uns vier bestellt (und das nach einer Nacht die von Alkoholischen Getränken nur so wimmelte ;)) und irgendwann sind wir dann zum Bahnhof geschlendert.

In Asagaya angekommen unterbreitete Izumi dann den Vorschlag noch etwas zu unternehmen, Alex war aber irgendwie zu müde und so schloss nur ich mich ihr an. Wir gingen noch in eine kleine Bar in Asagaya (um 6 Uhr früh hatten nurnoch 2 Bars geöffnet) und dann noch zum Karaoke. Irgendwann war der Tag dann aber merklich zu lange geworden und es ging wieder nach Hause.

Montag, 23. Juli 2007

22.07.2007 - Little Edo, Kawagoe

Diesmal ging es nach Kawagoe. Obwohl noch Tokyo Präfektur liegt dieses 30 Minuten mit dem Expresszug vom Stadtzentrum entfernt. Kawagoe wird auch "Little Edo" genannt, da einige Häuser hier über 400 Jahre alt sind und Teile des alten Kaiserpalastes aus Edo hierher transportiert wurden. Diese sind die letzten Überbleibsel des alten Palastes, der irgendwann in einem Feuer zerstört wurde. Am Bahnhof angekommen gingen wir zunächst zur Information, wo mir der Mitarbeiter eine Infobroschüre mit deutschen Übersetzungen in die Hand drückte. Das war zwar kein perfektes Deutsch, aber man konnte es verstehen ^^ und es war doch überraschend, dass es Infobroschüren in Deutsch gab. Insgesamt gibt es in Kawagoe 3 interessante Touristengegenden. 1. Einen großen Buddhistentempel, der ursprünglich um 1200 gebaut wurde, und der unter anderem einen großen Statuengarten mit über 560 verschiedenen Mönchstatuen.

2. Die Überreste vom Kaiserpalast mit der original Rüstung von Ieyasu Tokugawa


(Die Gärten waren übrigens ziemlich cool)

und 3. Die Einkaufsstraße mit den Häusern aus der Edo Zeit.

Diese Klapperten wir dann nacheinander ab, zu den Orten kamen wir über die örtliche Busverbindung, für die ein Tagesticket 300 Yen (1,80 €) kostete. Bei der 2. Station unterlief mir beim Vorzeigen des Tickets ein kleines Missgeschick: Ich steckte es in den Reißwolf statt in die Kontrolliermaschine -_- Der Busfahrer war aber sehr freundlich und sagte allen anderen Busfahrern bescheid, dass wenn ein Blonder Ausländer mit Japanerin und ohne Ticket mitfährt und aussteigen will, es schon in Ordnung ginge :) In Shinjuku wollten wir dann noch etwas essen, kamen aber leider genau zur Abendessenszeit an, sodass sich vor allen Restaurants teils abnormale Schlangen gebildet hatten. Nach längerer Suche fanden wir dann noch in ein Okonomiyaki Restaurant (Okonomiyaki werden oft als Japanische Pizza bezeichnet, aber das ist Quark. Eigentlich sind es Pfannkuchen mit irgendwelchem Mischmasch drin.) Komischerweise muss man sich die Okonomiyaki immer selber auf einer Platte zubereiten. Da aber anscheinend keiner von uns beiden in der Lage war die Okonomiyaki zu machen, fragte Shiho einen Angestellten, ob er uns die Okonomiyaki zubereiten könnte. Das klappte dann auch und war sehr lecker :) Dannach machte ich mich auf nach Asagaya, denn Christoph machte mich schon darauf aufmerksam, das wir mit unserer Arbeit etwas hinterherhinken.

Freitag, 20. Juli 2007

Mal wieder ein Wochenebericht :D

Irgendwie sind wir in den letzten Tagen recht schreibfaul geworden, daher folgt nun mal wieder ein Wochenbericht. Ab jetzt werden wir dann aber wieder häufiger schreiben :)

Nachdem wir gestern die Die kaiserlichen Gärten besuchten, welche zweifellos eines Kaisers würdig waren (Wenn auch ihre Pracht nicht ganz an die Gärten von Versailles herranreichte; Fotos werden noch nachgeliefert), hatten wir uns für heute Abend mal wieder mit Izumi verabredet. Diesmal hatte sie sogar noch einen weiteren Kollegen ihrer Band, Ken, dabei. Mit diesem konnte man sich ebenfalls sehr nett unterhalten, so erfuhr ich beispielsweise, dass er auf der berühmten Waseda (Nr. 2 Universität in Japan nach der Tokyo Daigaku) Universität Law studiert hatte, er sich aber eigentlich nichts aus einem Job in der Staatsverwaltung (Ein erfolgreicher Abschluss bei der Universität bedeutet Job-Garantie) macht, weshalb er neben seinem halb-professionellen Band-Dasein auch noch in der Finanzabteilung einer Firma arbeitet. Zudem lud Izumi uns nochmals in den Club "La Fabrique" ein, bei dem am Freitag anscheinend ein ihr bekannter DJ auftreten wird, weshalb sie uns dort auf die Gästeliste mit draufschreiben kann. Da willigten wir natürlich gleich ein und freuten uns schon auf Freitag. Christoph unterhielt sich derweil mit einer doch recht gutaussehenden Japanerin, die ich etwa auf 28 geschätzt hätte, er mir aber später erzählte, das sie schon 36 war.

Am Samstag hatten Michael und Sarah mit Aiko (Einer Bewohnerin des Guest Hauses) vereinbart nach Asakusa, wo einer der großen Buddhistentempel steht. Da wir dort ohnehin hinwollten schlossen wir uns einfach an. Leider war das Wetter miserabel und für Morgen hatte sich ein Taifun angekündigt. Also schauten wir uns alles an; vor allem Michael und Sarah machten unmengen von Fotos (werden auch nachgeliefert ^^) und auf dem Rückweg gingen wir die schier endlose Shopping Straße des Tempels (Unzählige Andenken und Ramschläden) entlang. Abends verschlimmerte sich dann der Regen und da Aiko meinte, das Morgen früh eventuell keine Züge fahren, sollte der Taifun wirklich kommen blieben wir lieber in Asagaya.
Also gingen wir wieder alle zusammen zum Karaoke. Das war wieder ein Riesenspaß. Dieses mal waren noch einige leute mehr aus dem Guest House dabei. Z.B. der Engländer Chris, der Holländer Emile, Aiko, Sarah, Michael, Ich und Christoph. Letzterer ließ sich gegen Ende auch dazu herab mitzusingen (nach 2 Stunden "All you can drink") Hehe. Insgesamt haben wir bisher 3 deutsche Titel in den japanischen Karaokelisten entdeckt: 99 Luftballongs, Moskau und Dschingis Khan.

Sonntag hatte ich dann ein Date :> Das war nice, wir waren in einer Bar im 45. Stock des Tokyo Metropolitan Government Office in der es Live-Piano Musik und (fast) unschlagbare Aussicht gab. Die Bar selbst war im Römisch Antikem Stil gehalten. In dem Zusammenhang fällt mir wieder die tolle Kölner Regierung ein, die sich von der UNESCO erpressen lies und so der Bau von einigen Hochhäusern auf der Deutzer Rheinseite verhindert wurde. Das wär ja schon schade, wenn es so etwas auch mal in Köln gäbe. Christoph ließ sich von 2 Japanerinnen zum Trinken einladen und spielte damit sozusagen Host (Vielleicht erzählt er ja noch was darüber). (Anm.: Christoph: Ja, vielleicht tue ich das ;) Eigentlich hatte ich ja beschlossen am Sonntag zuhause zu bleiben, 5 Tage in Folge trinken gehen war dann doch ein bisschen zuviel. Und vor allem auch teuer! Naja, trotzdem wollte ich mich bei der Japanerin vom Freitag mal melden, die 36 Jährige (die mal wieder gaaarnicht so aussah!!) und prompt wurde ich auch schon gefragt ob ich mich ihr und ihrer Freundin am abend nicht anschließen möchte. Zuerst habe ich zwar abgelehnt, aber nachdem sowohl sie als auch ihre Freundin mir mehrere Nachrichten schrieben hab ich mich dann doch dafür entschieden. Also, ab nach Kichijoyi - mein neuer Lieblingsstadtteil! - dort mit ihr Treffen, und dann wurde ich doch tatsächlich eingeladen und die beiden haben mir mehrere Drinks ausgegeben. Tja, das war doch echt nett ;)) (Anm. Alex: 5 Tage...tsts alter Suffkopf)

Da wir die letzten Tage so viel ausgegeben hatten, beschlossen wir Montag und Dienstag und Mittwoch zuhause zu bleiben. Ich ging nur 2x Mit Michael abends Gundam spielen. Dabei entdeckten wir einen Spieler mit einer Karte auf der über 4000 Abschüsse und über 250.000 Punkte vermerkt waren. Der musste bereits tausende Euros bzw. Hunderttausende Yen in das Spiel gesteckt haben. (Anm. Christoph: Tja, ganz zuhause geblieben sind wir eigentlich nicht, also ich nicht, zumindest nicht am Montag... als Emile mich nämlich fragte ob ich nicht mit nach Kichijoyi wolle habe ich mich im angeschlossen. Hatte die Gegend nämlich sofort angepriesen und Emile wollte das dann natürlich auch mal sehen. Leider sind Montags hier die meisten läden zu, aber ein paar nette kleine Stehkneipen auf der Straße haben wir dann doch gefunden. In Kichijoyi ist ein großer Park, mit einem See und soweit ich gehört habe sogar einem kleinen Zoo, dazu tümmeln sich dort sehr viele junge Leute, laufen durch die Straßen, sitzen einfach an der Straße, holen sich getränke aus den Convinent stores oder aus den unzähligen kleinen Stehbars. Dort haben wir auch wieder ein paar nette Japaner kennengelernt und uns bis der letzte Zug kam mal wieder blendend unterhalten. Dienstag und Mittwoch blieb ich aber dann auch fast gänzlich zuhause!)

Donnerstag verabschiedeten sich dann Michael und Sarah nach Kyoto; vergaßen jedoch die Adresse ihres Guest Houses mitzunehmen, weshalb sie um 10 Uhr morgens des nächsten Tages den armen Christoph aus dem Bett klingelten (Mein Handy war auf Lautlos hihi).
("Anm." Christoph: Das schöne daran ist die Tatsache das ich Donnerstag wieder mit Emile in Kichijoyi war, und es dabei ein kleinwenig später wurde... so 5-6 Uhr ungefähr. Ich mich also, nach rund 4 Stunden schlaf und reichlich alkoholkonsum daran machte dem Michael aus dem Internet die Adresse des Guesthouses rauszusuchen! ...Aber immer der reihe nach! Alex hatte am Abend wieder ein Date mit seiner Japanerin, das war kurzfristig ausgemacht, weil die Pfeife nämlich als er sich damals ihre Nummer geben lies ziemlich betrunken war, und sich in folge dessen einen falschen Namen ins Handy einspeicherte. Irgendwie ist es ihr bis dahin aber entgangen das er sie falsch angesprochen hat, jetzt hat sies aber bemerkt und das musste er natürlich versuchen auszubügeln (Anm. Alex: Hehe ja, die war recht sauer ^^)... Tja, Alex unterwegs, Michael und Sarah unterwegs, da wollte der gute Christoph natürlich nicht alleine dableiben, nicht nachdem er die letzten drei Tage auch soviel gearbeitet hatte... also... bin ich mal schön mit Emile nach Kichijoyi (Ich schreibe diesen Namen hier so oft, damit ich ihn mir endlich mal merke...oder heißt es Kichijoji oder vielleicht doch Kichijochi O_o) ...um 21 Uhr sind wir hin, und es war im vergleich zu Montag schonmal merklich mehr los. Erst haben wir uns einfach hingesetzt und etwas getrunken, nach einer weile setzte sich dann eine Japanerin mit einer Gitarre zu uns und begann dort zu singen. Sie erzählte uns das sie Gesangstunden nimmt, und immer den rest des Tages dann hier und im Park versucht ihre CDs zu verkaufen, einwenig aufzutretten, zu üben eben. So hatten wir also auch bald unsere eigene Livemusik! Etwas später ist sie dann leider gegangen, schien ja schon sehr müde zu sein nachdem sie den ganzen Tag am singen war!
Dann haben wir uns mal in "Nampa" probiert, der Ausdruck steht für eine hier in Japan übliche Art des Flirtens, man spricht einfach ein paar Mädels an und fragt sie ob sie mit einem irgendwo hingehen, Bar, Karaoke etc. (Anm. Alex: Laut Wikipedia ist es das Ziel des Ganzen ist es mindestens eine echte Telefonnr. oder Mailadresse zu kriegen ;) )Naja, das haben wir dann mal probiert, am Anfang hat es nicht so ganz funktioniert, der Trick dabei ist nämlich das man, sobald sie halbwegs interesse zeigen erst ein Stückchen mitläuft, wenn sie dann stehen bleibt, interesse, ansonsten eben nicht. Wir sind am Anfang stehen geblieben und haben gehofft das die Mädels das eben auch tun, war aber natürlich nicht so. Also bin ich dann mal ein Stückchen mitgelaufen, und es hat tatsächlich funktiniert. Hallo, sprecht ihr Englisch - nein - ach, ein bisschen bestimmt - ja, ein bisschen - das reicht doch - kennt ihr hier ne nette bar? - Ja - habt ihr Lust mit uns dahin zu gehen? - Wir haben leider kein Geld - Macht nichts, wir laden euch ein...
Tja und nach dieser wirklich kurzen Konveration gings dann auch gleich in ne Bar, eine Billiardbar etwas um die Ecke das war so um 23 Uhr, um 1 Uhr haben wir bemerkt das wir den ersten Zug verpasst haben, um 3 Uhr gings dann wieder aus der Bar raus, nach vielen Runden Billard. Saori und ich haben leider ständig verloren, leider hat der Alkohol in meinem Blut (Und wohl auch die komplette inkompetenz meinerseits ;)) dafür gesorgt das ich die Kugel entweder über den Tisch fliegen habe lassen, oder nichtmal richtig getroffen habe. Saori hatte ebenfalls kein Glück, aber das machte ja auch nichts, spassig war es trotzdem. Irgendwie ging das mit der Rechnung allerdings etwas nach hinten los, Emile und ich hatten beide so rund 40 Euro dabei, normalerweise ist das ja mehr als genug, nur scheinen die in der Bar pro halbe Stunde Billiard abzurechnen, und wir hatten garnicht bemerkt das es schon 4 Stunden waren, so endeten wir mit einer 80 Euro Rechnung und hatten gerade noch genug Geld übrig um am morgen das Bahnticket zu bezahlen!
Die beiden waren die ersten 20 Jährigen (bzw. unter 28 jährigen ;)) die wir kennengelernt haben, sie besuchen eine Nurseschool und mussten eigentlich um 7 Uhr früh dahin. Nachdem wir aber noch bis halb 5 an der Straße saßen sah es damit wohl düster aus ;) Tja, irgendwann trennten wir uns dann schweren Herzens... auf nach Hause, ab ins Bett, und 4 Stunden später der Anruf aus Kyoto! ;)) (Anm. Alex: Harhar)

Donnerstag, 19. Juli 2007

12.07.2007 – Kaiserpalast und Restaurant – Christoph

Heute stand erstmal früh aufstehen auf dem Programm, wir wollten nämlich noch mal in den Kaiserpalast. Erstens weil Michael und Sarah diesen noch gar nicht gesehen haben, und zweitens weil wir beim letzten mal zu spät da waren und nicht in die Gärten konnten. Für alle die noch nie in Tokyo waren: Der Kaiserpalast ist größtenteils absolut unzugänglich, man kann zwar außen herumgehen und sich die imposante Befestigungsmauer und einige der Wachtürme vom weiten anschauen, doch hinein kommt man nicht. Einzig ein Teil der Östlichen Gärten ist für Touristen zugänglich. Aber auch davon nur ein Teil, und der ist auch durch einen Graben und weitere Befestigungsmauern vom Rest des Kaiserpalastes getrennt.

Irgendwie hatte ich ein paar Tage zuvor bemerkt das die Bahnlinie hier beim Guesthouse auch direkt zum Tokyo Hauptbahnhof fährt, und so war die Reise dorthin recht schnell. Anders als beim letzten mal kamen wir also nicht mit der U-Bahn sondern mit der Bahn und erreichten so auch mal den eigentlichen Tokyo Hauptbahnhof. Die Fassade des Bahnhofsgebäudes ist noch immer das alte Gebäude im westlichen Stil, auch wenn innen wohl kaum mehr etwas an das einstige Aussehen erinnert wirkt es doch von außen, in mitten der ganzen Hochhäuser wirklich Eindrucksvoll.

Auf dem kurzen Weg zum Kaiserpalast hat es noch ganz schön geregnet, doch als wir die Gärten betraten hat es glücklicherweise recht schnell aufgehört. So konnten wir den Anblick der sich uns dort bot auch gleich viel mehr genießen. Schon die ersten Befestigungsanlagen waren einfach rießig, und die Gärten dahinter wirklich schön. Zwar waren wir nicht wirklich zur richtigen Jahreszeit dort, doch der See und die kleinen, geschlungenen und mit Natursteinen befestigten Wege und die kleinen Brücken aus großen Steinplatten die als weg über einen kleinen Bach führten waren wirklich Sehenswert. Eine echt schöne Atmosphäre dort! Im Park gibt es auch ein kleines Museum, eine Ausstellung mit einer kleinen Sammlung alter Vasen usw. Allerdings nicht unbedingt Ausländerfreundlich, neben den meisten Stücken waren zwei Tafeln angebracht, auf der einen Stand um was es sich handelt, ganz nach dem Motto „Eine Vase aus der Meiji Zeit, nach Stil XY“ in Japanisch und Englisch, auf der anderen, eine wesentlich ausführlichere Beschreibung, allerdings nur in Japanisch.

Anschließend ging es kurz in ein Ramen Restaurant und dann wieder nach Hause, denn am Abend hatten wir mit Aiko, einer japanischen Mitbewohnerin, ausgemacht in ein japanisches Restaurant zu gehen.

Wir mussten zwar erst einwenig auf Aiko warten, denn leider musste sie mal wieder etwas länger Arbeiten und kam deshalb etwas später, dann gings aber gleich los. Unser Holländischer Mitbewohner schloss sich uns ebenso an und auf gings zum Restaurant. Es lag direkt in einer dieser Einkaufspassagen von denen es hier um die Bahnhöfe so einige gibt und wirkte auf den ersten Blick eher unscheinbar, hatte innen aber eine angenehme Atmosphäre, viel Holz und die typischen Papierwände. Wir bestellten alle ein Menü, mit… na was wohl, „All You Can drink“ denn die Tatsache das dies angeboten wurde forderte uns geradezu dazu auf es auch zu nutzen. Ja, und so tranken wir, dann auch soviel wir konnten. Das Menü war zudem ebenfalls sehr lecker, gebackener Fisch, einwenig Fleisch und noch mehr Fisch, dazu etwas Fleisch, Salat und… Fisch…

Irgendwann, nach langen Unterhaltungen gings dann auch wieder nach Hause..