Samstag, 23. Juni 2007

21.06.2007 - Hausbesichtigung, Geplanter Umzug - Alexander

Das Yoshida House ist zwar noch in Tokyo, aber doch relativ ausserhalb vom Geschehen (Irgendwo westlich von der Karte). So mussten wir immer erst 10 Minuten zum Bahnhof laufen, dann 5 min auf die Bahn warten, dann 15-20 Minuten bis Ikkebukuro und dann z.B. nochmal min. 30 Minuten mit der Metro bis Shibuya, Akihabara oder Shinjuku . Also über eine Stunde um dahin zu kommen, wo es interessant ist. Da die Bahnen ständig voll sind, bedeutet das auch gleichzeitig über eine Stunde stehen.
Also wollten wir uns zum nächsten Monat etwas suchen, das näher am Zentrum ist. Zudem gehört die Seibu-Ikebukuro Linie, mit der wir immer zunächst fahren müssen, überhaupt nicht zur Tokyoter Metro, für das wir ja für 16800 Yen (=105 Euro) ein Monatsticket gekauft haben, wodurch wir immer 230 Yen pro Fahrt draufzahlen. Im Monat sind das also rund 10000 Yen, die man auf die Miete draufrechnen müsste, wodurch das Yoshida House auf einmal gar nicht mehr so günstig erscheinen würde.
Nach bereits länger andauernder Internetrecherche fand ich am Vortag ein Haus, dessen Eckdaten grob dem entsprachen was wir suchten:
8 Minuten bis Shinjuku, 20 Minuten bis Shibuya, Anschluss an die Tokyoter Metro, und 3 Zimmer frei. Leider hat dies auch seinen Preis, die Miete ist mit 70.000 Yen (=425 Euro) rund 100 Euro teurer als im Yoshida House (Wenn man jedoch die Fahrtkosten und Kosten für die Dusche beim Yoshida House dazu rechnet lediglich 30 Euro teurer).
Doch wir wollten das Haus ersteinmal besichtigen, denn wer weiß schon ob die Bilder aus dem Internet aktuell sind und das Haus nicht mittlerweile eine totale Bruchbude ist :) Also rief ich bei der Firma an und wurde von einem Englisch sprechendem Mitarbeiter, Tony, begrüßt. Das machte schonmal gleich einen guten Eindruck und wir vereinbarte einen Besichtigungstermin für morgen 3 Uhr. Am nächsten Tag wurde uns dann bewusst, das 3 Uhr (Also 1 Uhr aufstehen)viel zu früh war, denn wir hatten nicht nur zu wenig geschlafen, sondern auch noch teilweise Kopfschmerzen. Trotzdem schafften wir es irgendwie und dann am Bahnhof angekommen, holte Tony uns auch ab und brachte uns zum Gasthaus. Dieses liegt etwa 6 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt und der Gegend konnte man schon ansehen, dass es näher am Zentrum gelegen war. Große Häuser, eine breite Hauptstraße und viele Geschäfte und Restaurants. Das Haus machte auch einen guten Eindruck, die Zimmer sind alle relativ groß (9-12 m²) und auf jeder Etage gibt es ein Bad. Nachdem jeder von uns ein geeignetes Zimmer gefunden hatte, unterschrieben wir den "Mietvertrag" und zahlten bereits einen Teil der Kaution von einer halben Monatsmiete. Diese Kriegen wir dann zurück, sobald wir Ausziehen und nichts kaputt gemacht haben (Was nicht unbedingt üblich ist; häufig gibt es nur einen Teil zurück).
Wieder zurück machten wir uns dann an die Arbeit, wovon wir auch noch genug zu erledigen haben.


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