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Mittwoch, 20. Juni 2007

18.06.2007 - Opera City, Tokyoter Rathaus - Alexander

Nach den ganzen Eskapaden der vorherigen Tage wurde es mal wieder Zeit für etwas richtige Kultur. Daher planten wir einen abendlichen Besuch in einem der drei großen Konzertsäle in Tokyo; Opera City. Opera City bezeichnet dabei nicht nur den Konzert Saal, wo jeden Tag ein Konzert mit klassischer Musik stattfindet, sondern ebenfalls den Gebäudekomplex inklusive eines 200 Meter hohen Turmes. Doch bereits die Anfahrt gestaltete sich schwierig, organisiert wie ich bin, vergaß ich natürlich mir aufzuschreiben, wo denn Opera City genau ist. Irgendwo in Roppongi dachte ich mir und so fuhren wir nach Roppongi. Leider lag ich damit falsch. Wie wir von einem Polizisten erfuhren befindet sich Opera City in Shinjuku. Also wieder ab in die Bahn und nach Shinjuku (In Roppongi ist die Zweite der Drei großen Konzerthallen, die Suntory Hall, das hatte ich wohl irgendwie durcheinander gebracht). Der Gebäudekomplex war wieder von der großen Sorte, doch der Konzertsaal ist im Vergleich zu der Kölner Philharmonie erstaunlich klein.


Doch das Abendprogramm konnte überzeugen: Liszt, Rachmaninov (Klavierkonzert Nr. 2!) und Tschaikowsky's 6. Sinfonie standen auf dem Plan.
Da war der Kartenpreis von 20 Euro keine Überraschung mehr. Wir saßen dann 2 Stockwerke über dem Orchester in einer der Seitlichen Sitzreihen.

Während des Klavierstückes hatte die Spielering einen extra Seitenumblätterer, der neben ihr saß und ständig aufstehen musste um eine Seite weiter zu blättern. Das muss die Pianistin eher gestört haben, denn in der Regel können sie die Stücke doch ohnehin auswendig.
Nach dem Konzert gab es so viel Applaus, dass der Dirigent noch 2 Zugaben drauflegte (Ungarische Tänze und noch irgend eins was ich nicht kannte). Sowas hab ich in der Kölner Philharmonie noch nie gesehen, ganz gleich wieviel Applaus es gab.

Für das Konzert haben wir uns auch extra schick gemacht :D


Von einem der Bewohner hatten wir gehört, dass das Tokyoter Rathaus einen Turm bis 23 Uhr für Besucher geöffnet hatten. Da wir in Shinjuku waren konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen, jedoch mussten wir ersteinmal 2x um das Rathaus rumlaufen, bis wir den Besuchereingang im Keller entdeckten.
Dort wurden wir jedoch von einer Horde von Angestellten zum Aufzug geführt. Die Auswahlmöglichkeiten im Aufzug waren auch grandios: 1. Stock, 2. Stock, 45. Stock :) Wir entschieden uns dann für den 45. Oben bot sich ähnlich beeindruckendels Bild wie schon in der New York Bar
(jedoch kein Wunder, denn das Park Hyatt Hotel ist unmittelbar gegenüber). Stadt soweit das Auge reicht, und noch darüber hinaus.


Positiv fiel auch die Live-Musik eines Klavierspielers auf, der für eine Bar spielte, die in diesem Stockwerk lag. Diese kostet nur 500 Yen Eintritt und die Aussicht ist ähnlich gut :)
Da der Turm balt zumachte, fuhren wir schließlich wieder herunter, um dann wieder von den ganzen Angestellten mit einem "arigatou gozaimasu" verabschiedet zu werden (Ja, ist auch richtig so, dass DIE sich dafür Bedanken, wenn WIR die kostenlose Aussicht oben genießen).
Der Rückweg verlief dann relativ unspektakulär, außer das wir nochmal in das japanische Fast-Food Restaurant gingen. Suppe, Wasser, Curry mit Reis für 2 Euro. Wer mir das in Deutschland zeigt kriegt nen Euro von mir.