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Montag, 25. Juni 2007

23.06.2007 - Shibuya 7 - Durchmachen die 3. - Alexander

Da Christoph schauen wollte, ob er seinen Fehler vom 20. wieder gutmachen kann, entschlossen wir am Abend mal wieder nach Shibuya zu fahren. In den Reiseführern steht immer, das Roppongi das Ausländer und Partyviertel wäre, aber wenn man es mit Shibuya vergleicht ist da eigentlich überhaupt nichts los. In Shibuya angekommen waren wir zunächst hungrig und suchten das nächstbeste Sushi-Restaurant auf. Dieses war dann leider sehr voll und wir mussten kurz warten, bis wir einen Platz zugewiesen bekamen. Trotz das es Sitzplätze und Bedienungen gab, war die Sushi bar noch günstiger als die in Akihabara; 120 Yen, etwa 72 Cent für 2 Nigiri Sushi (z.B. Lachs oder Thunfisch, für das man in Deutschland zahlt man für gewöhnlich das Doppelt bis Dreifache). Dort fand sich auch eines der Sushi-Fließbänder, von denen man immer mal wieder hört. Allerdings befand sich statt Sushi nur verschiedenfarbige leere Teller mit Kärtchen darauf, die dauernd im Kreis herumfuhren. Später fanden wir dann heraus, das man die Bestellungen an der Personal richten muss, und der Koch dann das Sushi auf das Band legt, damit es seinen Zielort erreichen kann. Die Farben der Teller markieren dabei einen bestimmten Preis, Holzfarben war 120 Yen, Weiß 240, Gelb 315 und Silber 525.
Normalerweise bekommt man immer kaltes Wasser oder Grünen Tee in einem Japanischen Restaurant, hier mussten wir uns dies jedoch selber nehmen. Dazu kam aus einem Kran heißes Wasser und in einer Box lagen Teebeutel. Mit denen wäre mir dann auch beinahe ein kleines Missgeschick passiert, als ich die Box mit Ingwer fälschlicherweise für den Mülleimer für die benutzten Teebeutel gehalten habe (Der Unterschied war natürlich kaum zu erkennen). Michael konnte mich aber gerade noch davon abhalten.
Nach dem leckeren Sushi-Mahl war es zeit uns in unsere fast schon Stammkneipe zu begeben. Dort war es jedoch sehr voll und wir mussten uns zunächst an die Ecke stellen. Natürlich bestellten wir uns wieder die großen Bierkrüge, aber leider hatte mich die Bedienung wohl nicht richtig verstanden, als ich 3 davon bestellte und sie mich daraufhin komisch anguckte. Zur Zeit der Bestellung war Michael auf Toilette und so brachte sie zunächst nur 2 Krüge. Nachdem wir mit den Krügen angestoßen hatten, wurden uns wieder von allen Seiten ungläubige Blicke zugeworfen. So lernten wir dann auch Anthony und Tomomi kennen, die neben uns standen und sich daraufhin mit uns an einen gerade freigewordenen Tisch begaben. Es stellte sich heraus, das Anthony aus der Schweiz kam, aber leider trotzdem kein Deutsch konnte, weil er von der Französischen Seite stammt. Mit den beiden haben wir uns dann ganz gut Unterhalten und Christoph bestach Mich und Py doch Durchzumachen, indem er uns Bier spendierte. Um 2 Uhr machte der Laden allerdings zu und Totomi und Anthony wollten noch in einen Club. Ich und Py hatten allerdings weniger lust darauf kamen aber trotzdem mit. Vor dem Eingang diskutierte ich noch eine Weile ob ich da jetzt wirklich reingehen möchte, lies mich dann aber letztlich doch überreden. 1500 Yen Eintritt sind für Tokyoter Verhältnisse sogar noch relativ günstig und es gab auch ein Freigetränk. Der Club war recht klein und auch nicht mehr sonderlich voll, zudem war die Musik gerade noch so, das man sich unterhalten konnte. Das gefiel mir schonmal und so setzte ich mich an die Bar und unterhielt mich erstmal mit 2 netten Japanerinnen. Allerdings stellte sich heraus das sie schon Ende 20 sind. Das Alter von Japanern ist allgemein so schwer einzuschätzen. Übrigens, alle Japanerinnen die ich gefragt habe, wie alt sie Mich einschätzen würden haben mich auf 25 geschätzt. So alt also schon :/. Also nächstes mal sag ich einfach ich bin 25 ^^. Irgendwann verschwanden dann Tomomi und Anthony (wo die wohl hingegangen sind...). So um 4 machten wir uns dann auch mal auf den Weg, allerdings wollten Christoph und Michael mit ein paar anderen Leuten noch frühstücken gehen, und ich wollte nach hause. Also verabschiedete ich mich und ging in Richtung Bahnhof. Auf der Shibuya Kreuzung waren dann noch 4 Japanerinnen, die in mich anstarrten und über mich zu Reden schienen. Also habe ich sie gleich mal darauf angesprochen und mich noch mit ihnen unterhalten, während ich auf die erste Bahn wartete. Eri, eine von ihnen, musste in die Gleiche Richtung fahren und fragte ob es OK sei, wenn sie mit mir Englisch sprechen könnte. Schließlich hat sie mich dann noch in das japanische Gegenstück zu Studivz, Mixi.jp, eingeladen und dann machte ich mich auf den Nachhauseweg. Vieleicht erzählt Christoph ja noch ,was ihm während des Frühstücks so alles passiert ist :)
(Anm Christoph: Na, viel ist da nicht passiert, wir, also Michael und ich sind zusammen mit einem Norweger in ein kleines billig Restaurant gegangen, haben schön billig was gegessen und sind dann weiter. An der Shibuya Kreuzung trafen wir dann noch einen betrunkenen Briten, der mit seinen Erzählungen (das gequassel eines betrunkenen...) eine Gruppe Japanischer Jugendlicher unterhalten hat. Die haben sich kaputt gelacht, und wir dann auch. Irgendwann sind wir dann auch Heim...)

Donnerstag, 21. Juni 2007

20.06.2007 - Shibuya 6, Getting drunk in Tokyo, "You can talk to the Girl, its Okay!" - Christoph

Der gute Alex hat sich zu sehr betrunken, deshalb liegt es wohl an mir der Nachwelt von seinen Heldentaten zu berichten! ;) (Anm. Alex: blabla ich war nur zu faul) Es ist nicht wirklich leicht sich als normalsterblicher in Tokyo zu betrinken, das liegt nicht daran das hier kein Alkohol vorhanden wäre, oder das die Getränke einen viel zu geringen Alkoholgehalt hätten, denn dem ist ganz und garnicht so. Das Problem, ist schlicht und ergreifend der Preis, viel zu hohe Preise machen es dem Geldbeutel einfach unmöglich zuviel trinken gutzuheißen und so siegt nach einiger Zeit eben die Vernunft. Doch es gibt auch Plätze an denen dies noch möglich ist. Schon zuvor hatten wir ja in Shibuya eine Bar gefunden die für 300 Yen (keine 2 Euro) Bier verkauft, und diese nahmen wir drei uns heute als Anlaufpunkt. Zuerst sind wir zwar noch einwenig in ein paar Ecken des Viertels gelaufen in denen wir noch nicht waren, haben in einem kleinen Restaurant was gegessen und haben uns schön umgeschaut, das Hauptereigniss des Tages spielte sich dann aber trotzdem in jener Bar (Tasu Ichi) ab. Tatsächlich scheint der Preis des Bieres dort mehrere nicht Japaner magisch anzuziehen, und so fanden wir ein buntes Gemisch aus Europäern, Amerikanern und eben Japanern vor, zu denen wir uns nun dazugesellten. Eigentlich hatten wir ja vor nur bis Elf zu bleiben und dann die letzte Bahn zu nehmen, letztendlich entschieden wir uns aber dafür die Nacht in Shibuya zu verbringen und am nächsten Morgen einen der züge zu nehmen.

Was sich auch als richtige Entscheidung erwies, denn es wurde mit zunehmender Stunde immer lustiger, wir lernten ein paar neue Leute kennen und erlebten auch allerhand erinnernswerter Kleinigkeiten. So hatten Alex und Michael irgendwann beschlossen, sich als typisch Deutsch zu präsentieren und je einen Bier-Pitcher bestellt (1,5 l Inhalt) den sie dann vor sich stellten und tranken. Tatsächlich lockte das im Laufe des Abends erst einen älteren, dann einen jüngeren Japaner an, wobei ersterer, der ziemlich gut deutsch sprach, sich zu uns gesellte weil er die Krüge sah und dabei an Deutschland dachte. Wie man die Tatsache sehen soll, dass wir in einem Land in dem Ausländer normalerweise erst als Amerikaner gesehen werden, anhand der Größe des Bierkruges als Deutscher erkannt wird ist natürlich fraglich, aber auf alle Fälle lustig. Und so war auch das Gespräch das wir mit ihm führten, irgendwann versabschiedete er sich und ein anderer gesellte sich zu uns. Wir trafen eine Japanerin mit dem denkenswerten T-Shirt aufdruck "I Shop, therefore I am" und einen Engländer, ein dem aussehen nach typischer Computer Typ der sein T-Shirt mit den Worten "No, I can not fix your PC!" bedruckt hatte. Nach einem kurzen Gespräch über den Sinn des Satzes und einem kleinen Gespräch über Computer antwortete er allerdings auf die Frage ob er irgendwas mit IT macht mit einem lachen und einem "no, i am an english teacher!" und verschwand.

Die Wirkung die Europäer anscheind auf Japanerinnen haben bestätigte sich auch anhand zahlreicher zugeworfener lächeln, und bevor Alex mich hier, wie bereits von ihm angedroht, mit einer fiesen Anmerkung versieht merke ich meine Erlebnis zum Thema Frauen hier gleich mal selber an. An der kleinen Bar gegenüber von uns Stand eine Ausländerin mit einem Typen, sie sind zusammen angekommen und haben sich die meiste Zeit des Abends unterhalten. Trotzdem wurden meine Blicke in ihre Richtung immer wieder mit einem lächeln beantwortet, und als der Typ kurz zum Telefonieren verschwand wurde dieses lächeln sogar noch eindringlicher. Und nach einer Weile tippte mich dann ihr Begleiter, der eigentlich die ganze Zeit während der unterhaltung der beiden mit dem RÜcken zu mir gestanden hatte, von hinten an und meinte "You can talk to the Girl! Its ok! Just go there!" und verschwand wieder.... Natürlich habe ich mal wieder zu lange gezögert, bald gesellte sich einer ihrer Bekannten zu ihr, und irgendwann verschwand sie dann auch wieder, beim rausgehen merkte ihr Begleiter allerdings im Vorbeigehen an das sie öfter herkommen. Und die Moral von der Geschicht, Lieber Christoph zöger nicht! *G* (Anm Alex: Ja, das hab ich auch gestern schon gesagt, aber neeein der Herr Günther hat ja auf eine schriftliche Einladung gewartet)

Gegen Zwei Uhr haben wir dann beschlossen noch in die Oil Bar zu gehen, jene kleine Bar in der wir ja schon zuvor waren und fleißig Origami Mülleimer falteten. Natürlich erkannte man uns da wieder und wieder wurde es eine lustige Nacht dort. Einen Teil des Abends verbrachten wir damit mit der Besitzerin der Bar zu diskutieren das ihr Alter unmöglich 47 sein kann, das dies einfach nicht geht und sie viel jünger aussieht. Also Leute, wenn ihr das hier lest, Scrollt runter zu dem Beitrag in dem die Fotos sind mit der Bar und sagt mir ob ihr das glauben würdet! Meine Beiden gesprächspartner waren diesmal auch wieder sehr lustig, ein japanisches Pärchen, 26 und 27, er konnte Englisch und ein kleines bisschen Deutsch und sie sprach nur sehr zurückhaltend Englisch, so entwickelte sich ein ziemlich witziges Gespräch das durch die Sprachhindernisse und Sprachkentnisse noch lustiger wurde.

Gegen fünf Uhr früh sind wir dann aufgebrochen, haben aber noch eine Stunde mit Gesprächen in Shibuya verpracht, da war einerseits noch das Pärchen das mit uns in Richtung Bahnhof lief, andereseits noch eine halb Japanerin halb Chinesin die, ebenfalls nach einer langen Nacht noch mit ihren Freunden rumstand und uns Ansprach, wir haben E-Mail Adressen und Telefonnummer getauscht und irgendwann haben wir uns dann wirklich aufgemacht. (Anm Alex: Unglaublich, gerade in dem Moment als ich ihre Nummer einspeichern wollte, war mein Handyakku leer! Dabei waren am Vortag noch 4 von 5 Strichen angezeigt -_-)
Um 7 Uhr früh waren wir dann wieder im Yoshida House, und nur wenige Minuten darauf im Tiefschlaf...