Da Christoph schauen wollte, ob er seinen Fehler vom 20. wieder gutmachen kann, entschlossen wir am Abend mal wieder nach Shibuya zu fahren. In den Reiseführern steht immer, das Roppongi das Ausländer und Partyviertel wäre, aber wenn man es mit Shibuya vergleicht ist da eigentlich überhaupt nichts los. In Shibuya angekommen waren wir zunächst hungrig und suchten das nächstbeste Sushi-Restaurant auf. Dieses war dann leider sehr voll und wir mussten kurz warten, bis wir einen Platz zugewiesen bekamen. Trotz das es Sitzplätze und Bedienungen gab, war die Sushi bar noch günstiger als die in Akihabara; 120 Yen, etwa 72 Cent für 2 Nigiri Sushi (z.B. Lachs oder Thunfisch, für das man in Deutschland zahlt man für gewöhnlich das Doppelt bis Dreifache). Dort fand sich auch eines der Sushi-Fließbänder, von denen man immer mal wieder hört. Allerdings befand sich statt Sushi nur verschiedenfarbige leere Teller mit Kärtchen darauf, die dauernd im Kreis herumfuhren. Später fanden wir dann heraus, das man die Bestellungen an der Personal richten muss, und der Koch dann das Sushi auf das Band legt, damit es seinen Zielort erreichen kann. Die Farben der Teller markieren dabei einen bestimmten Preis, Holzfarben war 120 Yen, Weiß 240, Gelb 315 und Silber 525.
Normalerweise bekommt man immer kaltes Wasser oder Grünen Tee in einem Japanischen Restaurant, hier mussten wir uns dies jedoch selber nehmen. Dazu kam aus einem Kran heißes Wasser und in einer Box lagen Teebeutel. Mit denen wäre mir dann auch beinahe ein kleines Missgeschick passiert, als ich die Box mit Ingwer fälschlicherweise für den Mülleimer für die benutzten Teebeutel gehalten habe (Der Unterschied war natürlich kaum zu erkennen). Michael konnte mich aber gerade noch davon abhalten.
Nach dem leckeren Sushi-Mahl war es zeit uns in unsere fast schon Stammkneipe zu begeben. Dort war es jedoch sehr voll und wir mussten uns zunächst an die Ecke stellen. Natürlich bestellten wir uns wieder die großen Bierkrüge, aber leider hatte mich die Bedienung wohl nicht richtig verstanden, als ich 3 davon bestellte und sie mich daraufhin komisch anguckte. Zur Zeit der Bestellung war Michael auf Toilette und so brachte sie zunächst nur 2 Krüge. Nachdem wir mit den Krügen angestoßen hatten, wurden uns wieder von allen Seiten ungläubige Blicke zugeworfen. So lernten wir dann auch Anthony und Tomomi kennen, die neben uns standen und sich daraufhin mit uns an einen gerade freigewordenen Tisch begaben. Es stellte sich heraus, das Anthony aus der Schweiz kam, aber leider trotzdem kein Deutsch konnte, weil er von der Französischen Seite stammt. Mit den beiden haben wir uns dann ganz gut Unterhalten und Christoph bestach Mich und Py doch Durchzumachen, indem er uns Bier spendierte. Um 2 Uhr machte der Laden allerdings zu und Totomi und Anthony wollten noch in einen Club. Ich und Py hatten allerdings weniger lust darauf kamen aber trotzdem mit. Vor dem Eingang diskutierte ich noch eine Weile ob ich da jetzt wirklich reingehen möchte, lies mich dann aber letztlich doch überreden. 1500 Yen Eintritt sind für Tokyoter Verhältnisse sogar noch relativ günstig und es gab auch ein Freigetränk. Der Club war recht klein und auch nicht mehr sonderlich voll, zudem war die Musik gerade noch so, das man sich unterhalten konnte. Das gefiel mir schonmal und so setzte ich mich an die Bar und unterhielt mich erstmal mit 2 netten Japanerinnen. Allerdings stellte sich heraus das sie schon Ende 20 sind. Das Alter von Japanern ist allgemein so schwer einzuschätzen. Übrigens, alle Japanerinnen die ich gefragt habe, wie alt sie Mich einschätzen würden haben mich auf 25 geschätzt. So alt also schon :/. Also nächstes mal sag ich einfach ich bin 25 ^^. Irgendwann verschwanden dann Tomomi und Anthony (wo die wohl hingegangen sind...). So um 4 machten wir uns dann auch mal auf den Weg, allerdings wollten Christoph und Michael mit ein paar anderen Leuten noch frühstücken gehen, und ich wollte nach hause. Also verabschiedete ich mich und ging in Richtung Bahnhof. Auf der Shibuya Kreuzung waren dann noch 4 Japanerinnen, die in mich anstarrten und über mich zu Reden schienen. Also habe ich sie gleich mal darauf angesprochen und mich noch mit ihnen unterhalten, während ich auf die erste Bahn wartete. Eri, eine von ihnen, musste in die Gleiche Richtung fahren und fragte ob es OK sei, wenn sie mit mir Englisch sprechen könnte. Schließlich hat sie mich dann noch in das japanische Gegenstück zu Studivz, Mixi.jp, eingeladen und dann machte ich mich auf den Nachhauseweg. Vieleicht erzählt Christoph ja noch ,was ihm während des Frühstücks so alles passiert ist :)
(Anm Christoph: Na, viel ist da nicht passiert, wir, also Michael und ich sind zusammen mit einem Norweger in ein kleines billig Restaurant gegangen, haben schön billig was gegessen und sind dann weiter. An der Shibuya Kreuzung trafen wir dann noch einen betrunkenen Briten, der mit seinen Erzählungen (das gequassel eines betrunkenen...) eine Gruppe Japanischer Jugendlicher unterhalten hat. Die haben sich kaputt gelacht, und wir dann auch. Irgendwann sind wir dann auch Heim...)

2 Kommentare:
Naa! ihr habt auch nachgelassen mit euren einträgen!seid ihr nurnoch am worken oder wie?und vor allem ,wo sind die FOOOOTOOOS?;)
auf meinem handy :( und datenkabel muss ich noch besorgen ^^aber beiträge ham wir heut nachgeliefert auch mit fotos teilweise
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