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Montag, 25. Juni 2007

23.06.2007 - Shibuya 7 - Durchmachen die 3. - Alexander

Da Christoph schauen wollte, ob er seinen Fehler vom 20. wieder gutmachen kann, entschlossen wir am Abend mal wieder nach Shibuya zu fahren. In den Reiseführern steht immer, das Roppongi das Ausländer und Partyviertel wäre, aber wenn man es mit Shibuya vergleicht ist da eigentlich überhaupt nichts los. In Shibuya angekommen waren wir zunächst hungrig und suchten das nächstbeste Sushi-Restaurant auf. Dieses war dann leider sehr voll und wir mussten kurz warten, bis wir einen Platz zugewiesen bekamen. Trotz das es Sitzplätze und Bedienungen gab, war die Sushi bar noch günstiger als die in Akihabara; 120 Yen, etwa 72 Cent für 2 Nigiri Sushi (z.B. Lachs oder Thunfisch, für das man in Deutschland zahlt man für gewöhnlich das Doppelt bis Dreifache). Dort fand sich auch eines der Sushi-Fließbänder, von denen man immer mal wieder hört. Allerdings befand sich statt Sushi nur verschiedenfarbige leere Teller mit Kärtchen darauf, die dauernd im Kreis herumfuhren. Später fanden wir dann heraus, das man die Bestellungen an der Personal richten muss, und der Koch dann das Sushi auf das Band legt, damit es seinen Zielort erreichen kann. Die Farben der Teller markieren dabei einen bestimmten Preis, Holzfarben war 120 Yen, Weiß 240, Gelb 315 und Silber 525.
Normalerweise bekommt man immer kaltes Wasser oder Grünen Tee in einem Japanischen Restaurant, hier mussten wir uns dies jedoch selber nehmen. Dazu kam aus einem Kran heißes Wasser und in einer Box lagen Teebeutel. Mit denen wäre mir dann auch beinahe ein kleines Missgeschick passiert, als ich die Box mit Ingwer fälschlicherweise für den Mülleimer für die benutzten Teebeutel gehalten habe (Der Unterschied war natürlich kaum zu erkennen). Michael konnte mich aber gerade noch davon abhalten.
Nach dem leckeren Sushi-Mahl war es zeit uns in unsere fast schon Stammkneipe zu begeben. Dort war es jedoch sehr voll und wir mussten uns zunächst an die Ecke stellen. Natürlich bestellten wir uns wieder die großen Bierkrüge, aber leider hatte mich die Bedienung wohl nicht richtig verstanden, als ich 3 davon bestellte und sie mich daraufhin komisch anguckte. Zur Zeit der Bestellung war Michael auf Toilette und so brachte sie zunächst nur 2 Krüge. Nachdem wir mit den Krügen angestoßen hatten, wurden uns wieder von allen Seiten ungläubige Blicke zugeworfen. So lernten wir dann auch Anthony und Tomomi kennen, die neben uns standen und sich daraufhin mit uns an einen gerade freigewordenen Tisch begaben. Es stellte sich heraus, das Anthony aus der Schweiz kam, aber leider trotzdem kein Deutsch konnte, weil er von der Französischen Seite stammt. Mit den beiden haben wir uns dann ganz gut Unterhalten und Christoph bestach Mich und Py doch Durchzumachen, indem er uns Bier spendierte. Um 2 Uhr machte der Laden allerdings zu und Totomi und Anthony wollten noch in einen Club. Ich und Py hatten allerdings weniger lust darauf kamen aber trotzdem mit. Vor dem Eingang diskutierte ich noch eine Weile ob ich da jetzt wirklich reingehen möchte, lies mich dann aber letztlich doch überreden. 1500 Yen Eintritt sind für Tokyoter Verhältnisse sogar noch relativ günstig und es gab auch ein Freigetränk. Der Club war recht klein und auch nicht mehr sonderlich voll, zudem war die Musik gerade noch so, das man sich unterhalten konnte. Das gefiel mir schonmal und so setzte ich mich an die Bar und unterhielt mich erstmal mit 2 netten Japanerinnen. Allerdings stellte sich heraus das sie schon Ende 20 sind. Das Alter von Japanern ist allgemein so schwer einzuschätzen. Übrigens, alle Japanerinnen die ich gefragt habe, wie alt sie Mich einschätzen würden haben mich auf 25 geschätzt. So alt also schon :/. Also nächstes mal sag ich einfach ich bin 25 ^^. Irgendwann verschwanden dann Tomomi und Anthony (wo die wohl hingegangen sind...). So um 4 machten wir uns dann auch mal auf den Weg, allerdings wollten Christoph und Michael mit ein paar anderen Leuten noch frühstücken gehen, und ich wollte nach hause. Also verabschiedete ich mich und ging in Richtung Bahnhof. Auf der Shibuya Kreuzung waren dann noch 4 Japanerinnen, die in mich anstarrten und über mich zu Reden schienen. Also habe ich sie gleich mal darauf angesprochen und mich noch mit ihnen unterhalten, während ich auf die erste Bahn wartete. Eri, eine von ihnen, musste in die Gleiche Richtung fahren und fragte ob es OK sei, wenn sie mit mir Englisch sprechen könnte. Schließlich hat sie mich dann noch in das japanische Gegenstück zu Studivz, Mixi.jp, eingeladen und dann machte ich mich auf den Nachhauseweg. Vieleicht erzählt Christoph ja noch ,was ihm während des Frühstücks so alles passiert ist :)
(Anm Christoph: Na, viel ist da nicht passiert, wir, also Michael und ich sind zusammen mit einem Norweger in ein kleines billig Restaurant gegangen, haben schön billig was gegessen und sind dann weiter. An der Shibuya Kreuzung trafen wir dann noch einen betrunkenen Briten, der mit seinen Erzählungen (das gequassel eines betrunkenen...) eine Gruppe Japanischer Jugendlicher unterhalten hat. Die haben sich kaputt gelacht, und wir dann auch. Irgendwann sind wir dann auch Heim...)

Donnerstag, 21. Juni 2007

20.06.2007 - Shibuya 6, Getting drunk in Tokyo, "You can talk to the Girl, its Okay!" - Christoph

Der gute Alex hat sich zu sehr betrunken, deshalb liegt es wohl an mir der Nachwelt von seinen Heldentaten zu berichten! ;) (Anm. Alex: blabla ich war nur zu faul) Es ist nicht wirklich leicht sich als normalsterblicher in Tokyo zu betrinken, das liegt nicht daran das hier kein Alkohol vorhanden wäre, oder das die Getränke einen viel zu geringen Alkoholgehalt hätten, denn dem ist ganz und garnicht so. Das Problem, ist schlicht und ergreifend der Preis, viel zu hohe Preise machen es dem Geldbeutel einfach unmöglich zuviel trinken gutzuheißen und so siegt nach einiger Zeit eben die Vernunft. Doch es gibt auch Plätze an denen dies noch möglich ist. Schon zuvor hatten wir ja in Shibuya eine Bar gefunden die für 300 Yen (keine 2 Euro) Bier verkauft, und diese nahmen wir drei uns heute als Anlaufpunkt. Zuerst sind wir zwar noch einwenig in ein paar Ecken des Viertels gelaufen in denen wir noch nicht waren, haben in einem kleinen Restaurant was gegessen und haben uns schön umgeschaut, das Hauptereigniss des Tages spielte sich dann aber trotzdem in jener Bar (Tasu Ichi) ab. Tatsächlich scheint der Preis des Bieres dort mehrere nicht Japaner magisch anzuziehen, und so fanden wir ein buntes Gemisch aus Europäern, Amerikanern und eben Japanern vor, zu denen wir uns nun dazugesellten. Eigentlich hatten wir ja vor nur bis Elf zu bleiben und dann die letzte Bahn zu nehmen, letztendlich entschieden wir uns aber dafür die Nacht in Shibuya zu verbringen und am nächsten Morgen einen der züge zu nehmen.

Was sich auch als richtige Entscheidung erwies, denn es wurde mit zunehmender Stunde immer lustiger, wir lernten ein paar neue Leute kennen und erlebten auch allerhand erinnernswerter Kleinigkeiten. So hatten Alex und Michael irgendwann beschlossen, sich als typisch Deutsch zu präsentieren und je einen Bier-Pitcher bestellt (1,5 l Inhalt) den sie dann vor sich stellten und tranken. Tatsächlich lockte das im Laufe des Abends erst einen älteren, dann einen jüngeren Japaner an, wobei ersterer, der ziemlich gut deutsch sprach, sich zu uns gesellte weil er die Krüge sah und dabei an Deutschland dachte. Wie man die Tatsache sehen soll, dass wir in einem Land in dem Ausländer normalerweise erst als Amerikaner gesehen werden, anhand der Größe des Bierkruges als Deutscher erkannt wird ist natürlich fraglich, aber auf alle Fälle lustig. Und so war auch das Gespräch das wir mit ihm führten, irgendwann versabschiedete er sich und ein anderer gesellte sich zu uns. Wir trafen eine Japanerin mit dem denkenswerten T-Shirt aufdruck "I Shop, therefore I am" und einen Engländer, ein dem aussehen nach typischer Computer Typ der sein T-Shirt mit den Worten "No, I can not fix your PC!" bedruckt hatte. Nach einem kurzen Gespräch über den Sinn des Satzes und einem kleinen Gespräch über Computer antwortete er allerdings auf die Frage ob er irgendwas mit IT macht mit einem lachen und einem "no, i am an english teacher!" und verschwand.

Die Wirkung die Europäer anscheind auf Japanerinnen haben bestätigte sich auch anhand zahlreicher zugeworfener lächeln, und bevor Alex mich hier, wie bereits von ihm angedroht, mit einer fiesen Anmerkung versieht merke ich meine Erlebnis zum Thema Frauen hier gleich mal selber an. An der kleinen Bar gegenüber von uns Stand eine Ausländerin mit einem Typen, sie sind zusammen angekommen und haben sich die meiste Zeit des Abends unterhalten. Trotzdem wurden meine Blicke in ihre Richtung immer wieder mit einem lächeln beantwortet, und als der Typ kurz zum Telefonieren verschwand wurde dieses lächeln sogar noch eindringlicher. Und nach einer Weile tippte mich dann ihr Begleiter, der eigentlich die ganze Zeit während der unterhaltung der beiden mit dem RÜcken zu mir gestanden hatte, von hinten an und meinte "You can talk to the Girl! Its ok! Just go there!" und verschwand wieder.... Natürlich habe ich mal wieder zu lange gezögert, bald gesellte sich einer ihrer Bekannten zu ihr, und irgendwann verschwand sie dann auch wieder, beim rausgehen merkte ihr Begleiter allerdings im Vorbeigehen an das sie öfter herkommen. Und die Moral von der Geschicht, Lieber Christoph zöger nicht! *G* (Anm Alex: Ja, das hab ich auch gestern schon gesagt, aber neeein der Herr Günther hat ja auf eine schriftliche Einladung gewartet)

Gegen Zwei Uhr haben wir dann beschlossen noch in die Oil Bar zu gehen, jene kleine Bar in der wir ja schon zuvor waren und fleißig Origami Mülleimer falteten. Natürlich erkannte man uns da wieder und wieder wurde es eine lustige Nacht dort. Einen Teil des Abends verbrachten wir damit mit der Besitzerin der Bar zu diskutieren das ihr Alter unmöglich 47 sein kann, das dies einfach nicht geht und sie viel jünger aussieht. Also Leute, wenn ihr das hier lest, Scrollt runter zu dem Beitrag in dem die Fotos sind mit der Bar und sagt mir ob ihr das glauben würdet! Meine Beiden gesprächspartner waren diesmal auch wieder sehr lustig, ein japanisches Pärchen, 26 und 27, er konnte Englisch und ein kleines bisschen Deutsch und sie sprach nur sehr zurückhaltend Englisch, so entwickelte sich ein ziemlich witziges Gespräch das durch die Sprachhindernisse und Sprachkentnisse noch lustiger wurde.

Gegen fünf Uhr früh sind wir dann aufgebrochen, haben aber noch eine Stunde mit Gesprächen in Shibuya verpracht, da war einerseits noch das Pärchen das mit uns in Richtung Bahnhof lief, andereseits noch eine halb Japanerin halb Chinesin die, ebenfalls nach einer langen Nacht noch mit ihren Freunden rumstand und uns Ansprach, wir haben E-Mail Adressen und Telefonnummer getauscht und irgendwann haben wir uns dann wirklich aufgemacht. (Anm Alex: Unglaublich, gerade in dem Moment als ich ihre Nummer einspeichern wollte, war mein Handyakku leer! Dabei waren am Vortag noch 4 von 5 Strichen angezeigt -_-)
Um 7 Uhr früh waren wir dann wieder im Yoshida House, und nur wenige Minuten darauf im Tiefschlaf...

Samstag, 16. Juni 2007

14.06.2007 - Shibuya 5 - Alexander

Der Tag begann genau so, wie er aufhörte: mit Regen. Das kam uns gerade gelegen, denn wir mussten noch viel arbeiten und verlorene Zeit durch den Computer Crash wieder aufholen. Am Abend dann, waren wir auch mit einer Frau aus dem StudiVZ, die ebenso wie wir gerade in Tokyo verweilt verabredet. Sie heißt Dorothea und kommt aus der schönen Schweiz. Wie sich herausstellte, war sie seit einigen Monaten in Japan um nach ihrem Mathematikstudium ein bischen Urlaub zu machen und hier Land und Leute kennenzulernen. Treffpunkt war vor dem Hachiko in Shibuya.

Hachiko war ein Hund, der sein Herrchen, ein Professor aus Shibuya, immer zum Bahnhof begleitete und dort am Abend wieder auf ihn wartete. Eines Tages erlitt dieser einen tödlichen Herzanfall auf der Arbeit und kehrte nicht zurück. Der Hund kam jedoch jeden Morgen und Abend weiterhin zum Bahnhof, in Erwartung auf sein Herrchen. Dies tat er bis an sein Lebensende, noch 12 Jahre lang. Dadurch wurde der Hund berühmt und nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue aufgestellt.
Diese Statue ist nun DER Platz um einen Treffpunkt auszumachen. Dort findet man immer um die 50 Leute, die gerade auf irgendwen warten. Doch der Weg dahin gestaltete sich bereits als schwierig. Denn unterwegs verlor ich Christoph, der sich sputete die U-Bahn gerade noch zu kriegen. Ich hab es leider nicht mehr geschafft und ging stattdessen wieder in den Bahnhof um stattdessen die Yamanote Linie zu nehmen (hat mich 1 € gekostet), mit deren Hilfe ich sogar einige Minuten vor Christoph in Shibuya eintraf.

Dort angekommen mussten wir ersteinmal auf Dorothea warten (Jaja, die Frauen lassen gerne warten :). Aber dafür konnten wir dann das endlose Meer an Regenschirmen beobachten, das rund um den Bahnhof durchfloss. Japaner benutzen bevorzugt durchsichtige Regenschirme haben wir dabei festgestellt. Als sie uns dann gefunden hatte, machten wir uns auf eine Bar zu finden. Und irgendwie fanden wir eine Bar, in der das Bier nur 300 Y (ca. 1,80 Euro) kostet. 300Y, das ist nur unwesentlich teuerer als im Convenience Store! Hier muss ich irgendwann wieder hin, dachte ich.



Anschließend machten wir uns noch auf in ein westliches Cafe, in dem sie uns zunächst ein Glas kaltes Wasser reichten. Nachdem wir das geleert hatten, brachten sie uns noch eins. Und noch eins. Nachdem wir das 5. Glas getrunken hattem wurde es auch schon wieder Zeit loszugehen. Denn um 23 Uhr herum fahren die letzten Züge. Alles in Allem war der Abend sehr schön, trotz des Regens (schon alleine wegen der Kneipe mit dem 300 Y Bier und natürlich wegen der netten Gesellschaft :D ).

Freitag, 8. Juni 2007

7.06.2007 - Shibuya 3: Die Hohe Kunst des Origami oder Wie falte ich einen Mülleimer? - Christoph

Wer behauptet längere Ladenöffnungszeiten bringen nichts, der liegt falsch, denn sie führen eindeutig zu höherem Konsum… zumindest bei mir… so hat mich „der kleine Hunger“ heute Nacht um 1 Uhr dazu bewogen noch einmal zum Convinient Store zu laufen (Anm. Alexander: mich auch) (in dem wieder 2 Angestellte tätig waren!) und noch ein paar Besorgungen zu tätigen. Was die Einkäufe angeht weiß ich allerdings noch nicht ob es eine masochistische Ader, der Glücksspieler in mir oder einfach nur Interesse ist das mich dazu bewegt die Produkte auszuwählen: „Das kann ich nicht lesen, habe ich noch nie gesehen, sieht seltsam aus, nehm ich.“ Ist dabei der gewöhnliche Vorgang. Tja und mit einer 50/50 Chance ist es dann auch meist entweder etwas das sehr lecker schmeckt oder aber auch etwas das man wirklich am liebsten wieder wegschmeißen würde. Die Grüner-Tee-Kekse die ich heute Nacht gekauft habe lagen glücklicherweise gerade noch an der Grenze, aber so ein Glück kann man ja nicht immer haben!


Nachmittags sind wir dann mal in ein Restaurant gegangen „Coco’s – We’re cooking for you“, das ist genau der Werbeslogan der bei zwei faulen Studenten zieht. Auch hier gab es eine interessante neue Erfahrung die mit der Frage „Was ist denn das da?“ begann. Denn auf der Ablage, auf der auch Speisekarte, Salz etc. abgestellt waren lag so ein kleines braunes, halb rundes Ding mit einem weißen Knopf oben drauf. Klar, das man da auch mal dran rumspielen muss, irgendwie muss man ja herausfinden was das ist. Was wir allerdings nicht erwarteten war das dem Druck auf dem weißen Knopf ein „DINGDONG!“ an der Kasse folgte und uns nur kurz darauf die Kellnerin nach unseren Wünschen fragte. Na wenn das nicht die optimale Lösung für das „Kellner kommt nicht“ Problem ist…


Tja, auf dem anschließenden Besuch im Supermarkt stach mir dann so eine grüne Flüssigkeit ins Auge, na, wie das wohl schmeckt? „Melon Cream Soda“ …musste ich einfach probieren… War aber irgendwie ein Fehler! ;) Schmeckt sehr sehr süß und irgendwie nach Kaugummi…(Anm. Alexander: Grün = giftig, kennste doch)




Naja, aber die eigentlichen Ereignisse spielten sich dann erst Abends bzw. Nacht ab, denn nach einem gemütlichen plausch mit ein paar anderen Bewohnern des Yoshida House, sind wir beide dann noch einmal nach Shibuya gegangen. Um ca 24 Uhr waren wir dort, mit der letzten Bahn, d.h. bis um 6 Uhr durchhalten. Klar, das schaffen wir.





Erstmal sind wir natürlich rumgeirrt, was war auch anderes zu erwarten. Und natürlich wurden wir wieder angesprochen, diesmal waren es aber keine Schwarzen, sondern sogar gutaussehende Japanerinnen, doch auch die waren nur hinter unserem Geld her (wenn die wüssten wie wenig wir davon haben ...) und haben uns eine Massage angeboten. Natürlich haben wir sie abgewimmelt, und bei ihnen stellte sich das auch glücklicherweise als nicht ganz so schwer heraus. Lediglich eine ist uns etwas hinterhergelaufen, ich hatte ihr Angebot erst mit einem kopfschütteln abgetan und bin weiter gelaufen, dann bemerkte ich nach einer weile das sie ja immernoch hinter uns her läuft und quasselt „Keine Sorge, ich bin Japanerin.“ Gut, das sollte wohl ein Beweis der Seriosität ihres Angebotes sein, aber, trotzdem kein interesse. Tja, dann ging es in den Gaspanic Club, hatten im Internet gelesen das der ja ganz gut sein soll und die „Happy Hour – All Drinks 400 Yen“ hat uns überzeugt, also sind wir rein. War allerdings nicht ganz unser Geschmack, also sind wir nach dem ersten Bier auch wieder raus… und nach etwas Fußweg glatt in einen anderen Gaspanic Club, mal schauen ob die beide gleich sind. Ja, sind sie, nur der war schlimmer. Also, wieder was getrunken, wieder raus.



Nach dieser Erfahrung sind wir dann also erstmal was essen gegangen, Mc Donalds, was denn auch sonst. Haben bestellt, sind hinunter in den Sitzbereich gegangen und haben wieder etwas nettes herausgefunden. Was glaubt ihr machen Japaner Nachts um 1 Uhr im McDonalds? Na? RICHTIG! Schlafen! Was denn auch sonst, hätte uns auch schon irgendwie seltsam vorkommen müssen das über Lautsprecher nur schöne Schlafmusik lief, aber da unten lagen die wirklich in Massen an den Tischen.



Nach dem Essen gings dann weiter, und diesmal haben wir tatsächlich einen Volltreffer gelandet! Eine kleine Bar, „The Oil Bar“ die ich hiermit jedem der vorhat mal nach Tokyo zu gehen wärmstens empfehlen möchte! Es war schon halb 2 und die Bar hat offiziell nur bis 4 Uhr geöffnet, trotzdem sind wir dort bis halb 6 gewesen. Der Barkeeper hat uns gleich auf Englisch begrüßt, wir haben uns hingesetzt sie haben uns die Preise genannt und erst haben wir etwas überlegt, haben uns dann aber trotzdem an die Bar gesetzt. Bis auf den scheinbaren Besitzer der Bar, eine Barkeeperin, eine Besucherin und einen Geschäftsmann, der sich dann auch gleich verabschiedet hat war schon garnichts mehr los. Das hat sich dann aber als äußerst günstig erwiesen. Denn so kam uns beiden natürlich die ganze Aufmerksamkeit zuteil. Als rauskam das Alex Japanisch kann war die Begeisterung schon sehr groß und ich hab mich prima mit der Frau neben mir auf englisch unterhalten (Ayako, 33). Und es war wirklich witzig. Die Drei haben uns so allerhand erzählt und uns schön ausgefragt über Deutschland, und warum wir hier sind, was wir machen usw.



Irgendwann hat mir Ayako dann etwas über Japanische Kultur erzählt, und wollte mir Origami zeigen, hat versucht einen Kranich zu falten, konnte sich aber erst nichtmehr dran erinnern. Also hat sie es nach einigen Versuchen erstmal aufgegeben, und mir einen Mülleimer gefaltet. „Tradititional Japanese Origami Trash Can.“ Und mir auch gleich mal gezeigt wie das geht. Tja, irgendwann hat das mit dem Kranich dann doch geklappt, und nach der ganzen begeisterung hab ich mittlerweile vier davon, einen sogar selbst gefaltet! Tja, noch 999 und meine Wünsche gehen in Erfüllung (Auch ein Japanischer Brauch, 1000 Kraniche falten…).



Beim gehen haben wir dann noch kleine Karte mit ner Wegbeschreibung zur Bar bekommen, wir sollen auf jedenfall wieder kommen, und ja, das werden wir auch, dort war es wirklich super!




Anm Alexander:
Ja, der Abend in der Bar war schon echt cool. Wir waren zuerst skeptisch als wir draußen vor dem Eingangsschild standen und wollten ersteinmal hereinschauen. Als wir dann vor der Tür standen sah es eher leer aus und wir wären wohl wieder gegangen, doch sie winkten uns herein und wir folgten der Einladung. Obwohl sie teilweise nur rudimentäres Englisch konnten, bemühten sich alle es trotzdem zu sprechen. Hier konnte ich auch meine Japanisch Kentnisse gut verbessern und gute Insidertipps erhalten (Für Nampa z.b. hehe). Interessanterweise schienen auch alle mit Animes vertraut zu sein; alle waren überrascht zu hören, das ich auch Nodame Cantabile und Death Note schaue, die derzeit im Japanischen Fernsehen laufen. Neben der Tatsache, das wir Ausländer waren, waren weitere Attraktionen des Abends meine große Nase (Oooh die ist aber Groß, und fühlt sich ganz anders an -_-) und blonden Haare (kireeei, Goldene Haare, darf ich mal anfassen??) :)

Mittwoch, 6. Juni 2007

6.6.2007 - Shibuya 2, Ginza 2, Ueno-Koen - Alexander

So heute waren wir nocheinmal in Shibuya und Ginza um die versprochenen Fotos nachzureichen.
Wir haben uns auch nocheinmal in den Starbucks gesetzt. Nicht zuletzt auch um uns nochmal von den unzähligen Angestellten bedienen zu lassen.


















Shibuya Crossing vom Bahnhof aus


















Von der anderen Seite aus

















Hier die Kreuzung bei Grün (vom Starbucks aus). Wenn hier Grün wird, spielt es keine Rolle wo die Markierungen auf der Straße sind. Einfach irgendwo rüber.

















Kurios: 2 ältere Damen beim Spielen mit dem Handy. Die haben das Ding nicht aus der Hand genommen (im Starbucks).


















Anschließend gingen wir weiter nach Ueno, um einen der größten Parks in Tokyo zu besichtigen. Auf dem Weg trafen wir mal wieder einige Uniformierte Bauarbeiter; diesesmal haben wir auch ein Foto gemacht. Es ist echt unglaublich, wieviele Leute es hier gibt, die Jobs verrichten die in Deutschland schon vor Jahrzehnten wegrationalisiert wurden. Und eigentlich sind diese gar nicht mal so unnütz. Zumindest sehen sie immer wahnsinnig beschäftigt aus, und dabei haben sie trotzdem immer Zeit auf meine Fragen zu antworten, wie ich denn nach Punkt X komme. Sowas sollte man in Deutschland auch wieder einführen. Als 1 € Job oder so, den Leuten noch eine Uniform geben und sie werden ihren Job sicher lieben.





Die Teilchen sahen nach Pudding aus, daher hatte ich lange überlegt mir eines zu kaufen (was wohl der Grund für das Foto ist), aber mich dann doch dagegen entschieden. Zu riskant. Nachdem ich einen Grünen Tee am Automaten gezogen hatte, der nach Kaffe schmeckte, bin ich vorsichtig geworden (Vorher hatte ich einen mit Schokoladengeschmack, der war gut) :)


Naja irgendwann sind wir dann auch tatsächlich angekommen und mussten erstmal Treppen steigen; der Park liegt irgendwie auf einer Anhöhe. Leider war es auch ziemlich heiß und so wurde das ganze schon eine Art Sportübung, dafür war dann die Aussicht gut.








Das letzt Bild ist von einer Säule vor dem NHK Gebäude (Nationaler Fernsehsender), bekannt aus diversen Fotomontagen :)


Auf dem Rückweg durften wir dann auch die Überfüllten Bahnen samt Einweisern, die beim Einsteigen helfen kennenlernen. Aber zum Glück nur als Zuschauer. Denn wir haben einfach auf die nächste Bahn gewartet, das war uns die 15 Min wert. Unglaublich wie die Türen noch zugegangen sind...