Samstag, 16. Juni 2007

14.06.2007 - Shibuya 5 - Alexander

Der Tag begann genau so, wie er aufhörte: mit Regen. Das kam uns gerade gelegen, denn wir mussten noch viel arbeiten und verlorene Zeit durch den Computer Crash wieder aufholen. Am Abend dann, waren wir auch mit einer Frau aus dem StudiVZ, die ebenso wie wir gerade in Tokyo verweilt verabredet. Sie heißt Dorothea und kommt aus der schönen Schweiz. Wie sich herausstellte, war sie seit einigen Monaten in Japan um nach ihrem Mathematikstudium ein bischen Urlaub zu machen und hier Land und Leute kennenzulernen. Treffpunkt war vor dem Hachiko in Shibuya.

Hachiko war ein Hund, der sein Herrchen, ein Professor aus Shibuya, immer zum Bahnhof begleitete und dort am Abend wieder auf ihn wartete. Eines Tages erlitt dieser einen tödlichen Herzanfall auf der Arbeit und kehrte nicht zurück. Der Hund kam jedoch jeden Morgen und Abend weiterhin zum Bahnhof, in Erwartung auf sein Herrchen. Dies tat er bis an sein Lebensende, noch 12 Jahre lang. Dadurch wurde der Hund berühmt und nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue aufgestellt.
Diese Statue ist nun DER Platz um einen Treffpunkt auszumachen. Dort findet man immer um die 50 Leute, die gerade auf irgendwen warten. Doch der Weg dahin gestaltete sich bereits als schwierig. Denn unterwegs verlor ich Christoph, der sich sputete die U-Bahn gerade noch zu kriegen. Ich hab es leider nicht mehr geschafft und ging stattdessen wieder in den Bahnhof um stattdessen die Yamanote Linie zu nehmen (hat mich 1 € gekostet), mit deren Hilfe ich sogar einige Minuten vor Christoph in Shibuya eintraf.

Dort angekommen mussten wir ersteinmal auf Dorothea warten (Jaja, die Frauen lassen gerne warten :). Aber dafür konnten wir dann das endlose Meer an Regenschirmen beobachten, das rund um den Bahnhof durchfloss. Japaner benutzen bevorzugt durchsichtige Regenschirme haben wir dabei festgestellt. Als sie uns dann gefunden hatte, machten wir uns auf eine Bar zu finden. Und irgendwie fanden wir eine Bar, in der das Bier nur 300 Y (ca. 1,80 Euro) kostet. 300Y, das ist nur unwesentlich teuerer als im Convenience Store! Hier muss ich irgendwann wieder hin, dachte ich.



Anschließend machten wir uns noch auf in ein westliches Cafe, in dem sie uns zunächst ein Glas kaltes Wasser reichten. Nachdem wir das geleert hatten, brachten sie uns noch eins. Und noch eins. Nachdem wir das 5. Glas getrunken hattem wurde es auch schon wieder Zeit loszugehen. Denn um 23 Uhr herum fahren die letzten Züge. Alles in Allem war der Abend sehr schön, trotz des Regens (schon alleine wegen der Kneipe mit dem 300 Y Bier und natürlich wegen der netten Gesellschaft :D ).

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