In Tokyo ist man ja nicht alle Tage, daher ist es auch nicht verwunderlich das der ein oder andere gerne dazu bereit ist sich uns anzuschließen. So auch Michael, ein Freund aus Leverkusen, der sich nun für 1 Monat zu uns gesellt. Also stand diesmal auf dem Plan ihn abzuholen, wir hatten uns am Bahnhof in Ikeburkuru verabredet, so das wir nicht extra bis zum weit außerhalb gelegenen Flughafen fahren mussten. Leider hat das ganze dann auch nicht so geklappt wie wir uns es erhofft hatten, denn es gab da eine kleine Verspätung, so mussten wir 2 Stunden warten, was angesichts der Tatsache das wir beide nun wirklich keine Frühaufsteher sind und uns extra aus dem Bett gequält hatten natürlich eine zusätzliche Herausforderung war. Aber letztendlich hat es dann ja doch geklappt.
Diese Gelegenheit hatten wir auch genutzt um herauszufinden ob man die Automaten der Bahn-Linie dort ein wenig hinters Licht führen kann. Diese geräte sind ja so aufgebaut, das man bevor man zu den Gleisen geht eine Karte löst, die je nach Entfernung des Zielbahnhofs unterschiedlich teuer ausfällt. Dann geht man mit dieser Karte durch durch ein mit Schranken und Bewegungsmeldern versehenen Durchgang. Sollte man keine gültige Karte besitzen gehen die kleinen Schranken (oder vielmehr klappen) zu und mna kommt nicht durch. Beim reingehen wird auf der Karte der Abfahrtsbahnhof nach dem Motto "jetzt bin ich unterwegs" gespeichert, beim rausgehen wird die Karte dann vom Automaten geschluckt. Da wir allerdings in Ikebukuru innerhalb des Gleis bereiches warteten, also garnicht "raus" gingen dachten wir, wir lösen einfach die billigste und verlassen unseren Herkunftsbahnhof einfach wieder an der Rückfahrt, als wären wir garnicht unterwegs gewesen. Aber allem anschein nach sind die Bahnen darauf vorbereitet, vielleicht lag es an der langen Wartezeit, aber das ganze hat nicht wirklich funktioniert. Einfach am Automaten draufzahlen ging auch nicht, so mussten wir mit unserem Problemchen dann zum Informationsschalter. Glücklicherweise hat man uns dort dann aber einfach gehen lassen ohne die Restgebühr zu verlangen. Also hat es dann doch noch irgendwie geklappt ;) Den Tag haben wir dann in Ruhe im Guesthouse verbracht. Für Alex und Michael gabs dann auch gleich ein größeres Zimmer.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Mittwoch, 20. Juni 2007
18.06.2007 - Opera City, Tokyoter Rathaus - Alexander
Nach den ganzen Eskapaden der vorherigen Tage wurde es mal wieder Zeit für etwas richtige Kultur. Daher planten wir einen abendlichen Besuch in einem der drei großen Konzertsäle in Tokyo; Opera City. Opera City bezeichnet dabei nicht nur den Konzert Saal, wo jeden Tag ein Konzert mit klassischer Musik stattfindet, sondern ebenfalls den Gebäudekomplex inklusive eines 200 Meter hohen Turmes. Doch bereits die Anfahrt gestaltete sich schwierig, organisiert wie ich bin, vergaß ich natürlich mir aufzuschreiben, wo denn Opera City genau ist. Irgendwo in Roppongi dachte ich mir und so fuhren wir nach Roppongi. Leider lag ich damit falsch. Wie wir von einem Polizisten erfuhren befindet sich Opera City in Shinjuku. Also wieder ab in die Bahn und nach Shinjuku (In Roppongi ist die Zweite der Drei großen Konzerthallen, die Suntory Hall, das hatte ich wohl irgendwie durcheinander gebracht). Der Gebäudekomplex war wieder von der großen Sorte, doch der Konzertsaal ist im Vergleich zu der Kölner Philharmonie erstaunlich klein.



Während des Klavierstückes hatte die Spielering einen extra Seitenumblätterer, der neben ihr saß und ständig aufstehen musste um eine Seite weiter zu blättern. Das muss die Pianistin eher gestört haben, denn in der Regel können sie die Stücke doch ohnehin auswendig.
Nach dem Konzert gab es so viel Applaus, dass der Dirigent noch 2 Zugaben drauflegte (Ungarische Tänze und noch irgend eins was ich nicht kannte). Sowas hab ich in der Kölner Philharmonie noch nie gesehen, ganz gleich wieviel Applaus es gab.
Für das Konzert haben wir uns auch extra schick gemacht :D

(jedoch kein Wunder, denn das Park Hyatt Hotel ist unmittelbar gegenüber). Stadt soweit das Auge reicht, und noch darüber hinaus.

Positiv fiel auch die Live-Musik eines Klavierspielers auf, der für eine Bar spielte, die in diesem Stockwerk lag. Diese kostet nur 500 Yen Eintritt und die Aussicht ist ähnlich gut :)
Doch das Abendprogramm konnte überzeugen: Liszt, Rachmaninov (Klavierkonzert Nr. 2!) und Tschaikowsky's 6. Sinfonie standen auf dem Plan.
Da war der Kartenpreis von 20 Euro keine Überraschung mehr. Wir saßen dann 2 Stockwerke über dem Orchester in einer der Seitlichen Sitzreihen.
Da war der Kartenpreis von 20 Euro keine Überraschung mehr. Wir saßen dann 2 Stockwerke über dem Orchester in einer der Seitlichen Sitzreihen.
Nach dem Konzert gab es so viel Applaus, dass der Dirigent noch 2 Zugaben drauflegte (Ungarische Tänze und noch irgend eins was ich nicht kannte). Sowas hab ich in der Kölner Philharmonie noch nie gesehen, ganz gleich wieviel Applaus es gab.
Von einem der Bewohner hatten wir gehört, dass das Tokyoter Rathaus einen Turm bis 23 Uhr für Besucher geöffnet hatten. Da wir in Shinjuku waren konnten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen, jedoch mussten wir ersteinmal 2x um das Rathaus rumlaufen, bis wir den Besuchereingang im Keller entdeckten.
Dort wurden wir jedoch von einer Horde von Angestellten zum Aufzug geführt. Die Auswahlmöglichkeiten im Aufzug waren auch grandios: 1. Stock, 2. Stock, 45. Stock :) Wir entschieden uns dann für den 45. Oben bot sich ähnlich beeindruckendels Bild wie schon in der New York Bar
Dort wurden wir jedoch von einer Horde von Angestellten zum Aufzug geführt. Die Auswahlmöglichkeiten im Aufzug waren auch grandios: 1. Stock, 2. Stock, 45. Stock :) Wir entschieden uns dann für den 45. Oben bot sich ähnlich beeindruckendels Bild wie schon in der New York Bar
(jedoch kein Wunder, denn das Park Hyatt Hotel ist unmittelbar gegenüber). Stadt soweit das Auge reicht, und noch darüber hinaus.
Positiv fiel auch die Live-Musik eines Klavierspielers auf, der für eine Bar spielte, die in diesem Stockwerk lag. Diese kostet nur 500 Yen Eintritt und die Aussicht ist ähnlich gut :)
Da der Turm balt zumachte, fuhren wir schließlich wieder herunter, um dann wieder von den ganzen Angestellten mit einem "arigatou gozaimasu" verabschiedet zu werden (Ja, ist auch richtig so, dass DIE sich dafür Bedanken, wenn WIR die kostenlose Aussicht oben genießen).
Der Rückweg verlief dann relativ unspektakulär, außer das wir nochmal in das japanische Fast-Food Restaurant gingen. Suppe, Wasser, Curry mit Reis für 2 Euro. Wer mir das in Deutschland zeigt kriegt nen Euro von mir.
Der Rückweg verlief dann relativ unspektakulär, außer das wir nochmal in das japanische Fast-Food Restaurant gingen. Suppe, Wasser, Curry mit Reis für 2 Euro. Wer mir das in Deutschland zeigt kriegt nen Euro von mir.
Montag, 18. Juni 2007
17.06.2007 - Meiji 2, Akiharaba 3, Ginza 3: Das Treffen mit Julia - Christoph
Wir waren zwar am Vortag schon einmal im Meiji Schrein, allerdings hatten wir den See dort nicht gesehen und von den Cosplayern waren auch nur ganz wenige zu sehen. Also beschlossen wir unseren Sonntagsausflug auch dort zu beginnen. Zudem wollten wir uns heute mit Julia treffen, denn sie ist zur Zeit ebenfalls in Tokyo und macht ein Praktikum. Wir hatten ausgemacht uns auf der Brücke zum Park zu treffen, jener Ort an dem sich auch die ganzen Cosplayer und Gothic Anhänger versammeln und ihre Kostüme zur schau stellen. Und von dort aus ging es dann auch gleich nochmal in Richtung Schrein. Wie schon am Vortag wurden wir auch hier wieder von Studenten abgefangen, diesmal waren es nur 3, ging also genau auf, und wieder führten sie uns bereitwillig durch den Schrein. Allerdings schienen sie weniger zu Wissen als ihre Vorgänger wodurch wir gezwungen waren alle Hand fragen zu Stellen um die Konversation zu beleben ;) War aber auch diesmal eine ganz nette Führung. Diesmal waren es alles Studenten Naturwissenschaftlicher Fächer, die ebenfalls einem Englisch Club angehörten und sich auf diese Weise ihre Kenntnisse zu verbessern erhofften. Am Eingang zum See bereich, der leider eintritt kostete, trennten sich dann allerdings unsere Wege und wir gingen zu dritt weiter. Aber wir werden wohl demnächst mal weiter nach solchen Studenten ausschau halten, denn es ist einerseits eine ganz nette Gelegenheit etwas über den jeweiligen Ort zu erfahren, andererseits auch um sich zu Unterhalten und ein paar Japaner kennenzulernen. Mal schauen wo wir noch so ein paar finden.
Der See war auch ganz schön, in ihm schwammen gleich mehrere kleine Schildkröten die ohne Scheu auf den Besuchersteg zupaddelten und ihre Köpfe weit nach oben streckten um die vielen Leute dort zu betrachten. Wahrscheinlich erhofften sie sich allerdings hauptsächlich was zu essen, von mir wurden sie allerdings nur fotographiert.
Im Anschluss daran ging es dann nach Akiharaba zu dem netten Sushi Restaurant das wir die Woche zuvor dort gefunden hatten, und aßen dort ein kleinwenig. Einer der Angestellten erkannte uns dort dann auch gleich wieder, er konnte recht gut Englisch und sogar einwenig Deutsch "Dankeschön" und solche Kleinigkeiten eben, was er uns auch immer wieder stolz präsentierte. Das Sushi dort ist wirklich lecker und die Preise ja auch ganz ok, wahrscheinlich wird es uns dort also noch öfter hin verschlagen.
Nach dem Essen führte Julia uns noch nach Ginza, sie war ja schon öfter in Tokyo und machte uns darauf aufmerksam das Sonntags dort die ganze Straße für Autos gesperrt sei und nur für Fußgänger offen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind dann auch gleich dorthin gefahren und wie erwartet war es wirklich ein netter Anblick, eine rießige breite Straße, voll mit Fußgängern und ohne Autos. Nach einem kurzen Abstecher in ein Elektronik Kaufhaus ging es dann wieder nach Hause wo wir den Tag dann auch ausklingen ließen.
Der See war auch ganz schön, in ihm schwammen gleich mehrere kleine Schildkröten die ohne Scheu auf den Besuchersteg zupaddelten und ihre Köpfe weit nach oben streckten um die vielen Leute dort zu betrachten. Wahrscheinlich erhofften sie sich allerdings hauptsächlich was zu essen, von mir wurden sie allerdings nur fotographiert.
Im Anschluss daran ging es dann nach Akiharaba zu dem netten Sushi Restaurant das wir die Woche zuvor dort gefunden hatten, und aßen dort ein kleinwenig. Einer der Angestellten erkannte uns dort dann auch gleich wieder, er konnte recht gut Englisch und sogar einwenig Deutsch "Dankeschön" und solche Kleinigkeiten eben, was er uns auch immer wieder stolz präsentierte. Das Sushi dort ist wirklich lecker und die Preise ja auch ganz ok, wahrscheinlich wird es uns dort also noch öfter hin verschlagen.
Nach dem Essen führte Julia uns noch nach Ginza, sie war ja schon öfter in Tokyo und machte uns darauf aufmerksam das Sonntags dort die ganze Straße für Autos gesperrt sei und nur für Fußgänger offen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind dann auch gleich dorthin gefahren und wie erwartet war es wirklich ein netter Anblick, eine rießige breite Straße, voll mit Fußgängern und ohne Autos. Nach einem kurzen Abstecher in ein Elektronik Kaufhaus ging es dann wieder nach Hause wo wir den Tag dann auch ausklingen ließen.
16.06.2007 - Meiji Schrein, Yoshida House Abschiedsfeier - Alexander
Wir hatten uns schon oft vorgenommen, doch endlich mal den Meiji Schrein und den umgebenden Park zu besichtigen, doch mussten unser Vorhaben leider immer verschieben. Heute aber hat es dann endlich geklappt. Um 1 Uhr brachen wir auf, sodass wir gegen halb 3 dort ankamen. Die Brücke nahe des Ausgangs der Metro Linie ist ein bekannter Schauplatz für Cosplayer und Goth freaks. Die hatten sich allerdings angesichts der strahlenden Sonne wohl in ihren Häusern versteckt gehalten.

(nicht, das ich mich darüber beschweren würde). Ja schon schlimm, die Tokyoter Regensaison.

Kurz hinter dem Eingang wurden wir gleich von 4 Japanern angesprochen, ob sie an uns ihr Englisch austesten dürften, wenn sie uns im Gegenzug durch den Tempel führen. Das klang wie ein gutes Angebot und die Studenten (Sie hatten kleine Schilder auf denen stand "Tokyo Metropolitan University") schienen sehr nett zu sein. Eine Studentin (Naoko hieß sie) kam nicht umhin gleich anzumerken: "Oooh du hast aber schönes Haar" (Das macht gleich einen guten Eindruck :> )Wir teilten uns auf und so wurden Christoph und ich von je einer Studentin und einem Studenten herumgeführt.


Dafür war da ein Typ der kostenlose Umarmungen angeboten hat (per Schild), was viele Touristen auch gerne in Anspruch nahmen.
Apropro Sonne, ich glaube ich habe noch nie ein Land mit so schlechter Wettervorhersage gesehen. Ende letzter Woche stand noch Regen und Wolken in der Japan Times Wettervorhersage. Zuerst blieb der Regen aus und heute war am Himmel war kein einziges Wölkchen in Sicht:
Wie dem auch sei waren die Tore am Eingang des Schreines bereits höchst beeindruckend. Und auch die Breite des Weges, der in den Park hineinführte war recht überdimensioniert.
Kurz hinter dem Eingang wurden wir gleich von 4 Japanern angesprochen, ob sie an uns ihr Englisch austesten dürften, wenn sie uns im Gegenzug durch den Tempel führen. Das klang wie ein gutes Angebot und die Studenten (Sie hatten kleine Schilder auf denen stand "Tokyo Metropolitan University") schienen sehr nett zu sein. Eine Studentin (Naoko hieß sie) kam nicht umhin gleich anzumerken: "Oooh du hast aber schönes Haar" (Das macht gleich einen guten Eindruck :> )Wir teilten uns auf und so wurden Christoph und ich von je einer Studentin und einem Studenten herumgeführt.
Es stellte sich heraus, das dies Aktivitäten von ihrem Englisch Club an der Universität sind (Jeder ist da in irgendeinem Club) und sie dies regelmäßig machen. Schlauerweise hatten sie immer je Einen dabei, der bereits sehr gut sprechen konnte und Einen, der noch nicht sehr gut war. Sie hatten viele nützliche Informationen für uns, so zeigten sie uns zum Beispiel wie man sich vor dem Betreten des Tempels "reinigt" (Holzkelch mit Wasser füllen, linke Hand sauber machen, dann mit rechter Hand wiederholen, anschließend den Mund abwaschen, dann Kelch im Wasser kurz saubermachen.)
Wir machten noch ein paar Fotos (Sie auch :) und tauschten noch die Mailadressen aus. Wirklich nette Leute, am 8. sind sie angeblich in den Kaiserpalastgärten. Da werden wir dann vorrausichtlich auch mal vorbeischauen :D
Wieder zurück im Yoshida House fand dort Abends die Abschiedsfeier für Silvia, eine Bewohnerin statt, die bald mit ihrem Freund zusammenzieht. Das war dann der erste Abend in Japan, an dem ich mal das Gefühl hatte etwas angetrunken zu sein. Dauernd kam einer der Bewohner mit mehr Alkohol. Eine Bewohnerin hatte sogar Becks (deutsches Bier juhu!) aus ihrer Kneipe wo sie arbeitet mitgehen lassen und dann verteilt. Was zu Essen gabs auch, denn Silvia hat Salat gemacht *lecker*. Dabei fand ich auch die Erfindung des Jahrhunderts (naja ok etwas übertrieben ^^). Balsamico Essig in einer Flasche mit Sprüh-Verschluss. Wenn das nicht genial ist weiß auch nicht. Schnell kopieren und in Deutschland auf den Markt bringen.
Also alles in Allem ein schöner Tag :)
Labels:
Meiji Shrine,
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